WTI weitet Ausverkauf aus, da Überangebotsorgen geopolitische Risiken überwiegen

WTI weitet Ausverkauf aus, da Überangebotsorgen geopolitische Risiken überwiegen
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WTI bleibt unter starkem Druck, nachdem sich der Rückgang in Richtung der 68-$-Marke ausgeweitet hat, während Händler weiterhin ein lockereres Angebotsumfeld einpreisen. Der jüngste Katalysator ist die Entscheidung der OPEC+, im Juli eine weitere Produktionssteigerung um 188.000 Barrel pro Tag vorzunehmen, wobei betont wurde, dass die Gruppe flexibel bleibt, um die Lockerung der freiwilligen Kürzungen zu pausieren oder rückgängig zu machen, falls sich die Marktbedingungen verschlechtern. 

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Trotz dieser Flexibilität verstärkte die Ankündigung die Erwartungen eines höheren globalen Angebots in der zweiten Jahreshälfte.

Nachfragesorgen gleichen Lagerbestands-Support aus

Der bärische Grundton wurde zudem durch Sorgen über das globale Nachfragewachstum verstärkt. Investoren bleiben vorsichtig hinsichtlich der Aussichten für den Kraftstoffverbrauch, da eine langsamere Industrietätigkeit in mehreren großen Volkswirtschaften die saisonale Reisenachfrage ausgleicht. Obwohl jüngste US-Lagerbestandsdaten auf eine relativ gesunde physische Nachfrage hindeuteten, konzentriert sich der Markt zunehmend auf die Erwartung, dass das Angebotswachstum den Verbrauch in den kommenden Monaten übertreffen könnte, was das Aufwärtspotenzial für Rohölpreise begrenzt.

Technischer Trend bleibt fest bärisch

Der 4-Stunden-Chart begünstigt weiterhin die Verkäufer. WTI handelt deutlich unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten, was bestätigt, dass der übergeordnete Abwärtstrend intakt bleibt. Der jüngste Durchbruch unter die psychologische 70-$-Marke hat das bärische Momentum gestärkt, während jeder Erholungsversuch auf erneuten Verkaufsdruck stieß. Sofern die Käufer die Region von 70-72 $ nicht zurückerobern, werden Rallyes wahrscheinlich eher als Korrekturen denn als Beginn einer nachhaltigen Umkehr betrachtet. Das nächste Abwärtsziel für die Bären könnte das Niveau von 65 $ sein.

Makrodaten rücken nun in den Mittelpunkt

Die nächste Richtungsbewegung wird wahrscheinlich von den US-Makrodaten abhängen, insbesondere von den Arbeitsmarktdaten und deren Auswirkungen auf die Erwartungen an die Federal Reserve. Stärkere US-Daten könnten den Dollar stützen und die Rohstoffpreise weiter belasten, während schwächere Zahlen durch die Erwartung einer lockereren Geldpolitik eine gewisse Entlastung bieten könnten. Vorerst lässt die Kombination aus steigendem OPEC+-Angebot, anhaltender Nachfrageunsicherheit und einer klar negativen technischen Struktur die Risiken jedoch weiterhin nach unten gerichtet.

Der kurzfristige Ausblick für WTI bleibt bärisch, wie in WTI bleibt unter Druck, da nachlassende geopolitische Risiken die knappen Lagerbestände überwiegen dargelegt.

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