Aleksandra Chaikina

Deutsche Bahn baut Winterfahrplan mit mehr Sprintern aus, hält Preise stabil

Deutsche Bahn baut Winterfahrplan mit mehr Sprintern aus, hält Preise stabil
Mehr Sprinter, stabile Preise

Mit dem Fahrplanwechsel zum 13. Dezember erweitert die Deutsche Bahn ihr Fernverkehrsangebot und lässt die Ticketpreise unverändert. Ab dem 14. Oktober sind Fahrscheine für den Fahrplan 2027 buchbar, während Reisende zugleich auf mehreren wichtigen Korridoren weiter längere Fahrzeiten durch Baustellen einplanen müssen.

Das Wichtigste

  • Deutsche Bahn erhöht im neuen Winterfahrplan die Zahl der täglichen Sprinter auf rund 70 und bietet neue Direktverbindungen, u.a. Berlin-Stuttgart und Hamburg-München, an.
  • Im Fahrplanjahr 2027 verlängern Bauarbeiten auf der Strecke Berlin-Hannover die Fahrzeit um rund 80 Minuten und führen zu weiteren Einschränkungen auf mehreren Fernverkehrsrelationen.
  • Die Fahrpreise bleiben stabil, das Familienticket bleibt dauerhaft für 99,99 Euro, Monatskarten im Fernverkehr werden ab dem 21. Oktober um 25 Prozent günstiger.

Mehr Fernverkehr und neue Direktverbindungen

Wie BILD.de berichtet, erhöht die Deutsche Bahn ihr Sprinter-Angebot im neuen Fahrplan auf rund 70 tägliche Fahrten und setzt dabei auf schnellere Verbindungen zwischen großen Städten sowie zusätzliche Direktzüge in die Fläche und ins Ausland.

Auf der Strecke Berlin-Stuttgart fahren künftig dreimal täglich ICE-Sprinter je Richtung statt bisher einmal. Zwischen Hamburg und München kommt eine neue Sprinter-Linie mit drei täglichen Fahrten pro Richtung hinzu, die nur in Hannover und Nürnberg hält und die Reisezeit auf 5 Stunden und 20 Minuten verkürzt. Auf der Relation Berlin-Hamburg kehren die Züge nach Abschluss der Bauarbeiten wieder in den Halbstundentakt zurück.

Auch abseits der Metropolen erweitert die DB das Angebot. Der Intercity von Dresden über Berlin nach Rostock fährt wieder im Zwei-Stunden-Takt bis Warnemünde, zusätzlich kommt ein täglicher ICE je Richtung von Warnemünde über Berlin und Leipzig bis nach Frankfurt, Stuttgart und München. Neue oder ausgeweitete Direktverbindungen gibt es zudem unter anderem zwischen Jena und Berlin, Stralsund und Hamburg, Saarbrücken und Hamburg sowie auf der Strecke Berlin-Warschau.

Im internationalen Verkehr plant die Bahn nach eigenen Angaben mehr als 320 tägliche Fahrten ins Ausland. Mehr Verbindungen sind nach Italien, Frankreich, Österreich und Dänemark vorgesehen; ab Sommer 2027 soll zudem erstmals der italienische Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa München direkt mit Mailand und Rom verbinden.

Baustellen belasten Reisezeiten und Tarifangebot wird angepasst

Dem erweiterten Angebot stehen im Fahrplanjahr 2027 erhebliche Einschränkungen durch Bauarbeiten gegenüber. Besonders betroffen ist die Verbindung zwischen Berlin und Hannover, auf der ICE-Züge über Potsdam, Magdeburg und Braunschweig umgeleitet werden; dadurch verlängert sich die Fahrzeit um rund 80 Minuten, etwa auf der Strecke Berlin-Köln auf ungefähr fünfeinhalb Stunden.

Weitere Einschränkungen betreffen Berlin-Frankfurt, wo Sprinter zwischen dem 6. Februar und 14. Mai sowie erneut ab dem 14. August entfallen, und Berlin-Hamburg, wo Bauarbeiten in Berlin-Spandau vom 16. Oktober bis 11. Dezember 35 bis 45 Minuten zusätzliche Reisezeit verursachen. Auf der Relation Rostock-Schwerin ist vom 15. Mai bis mindestens 30. Juli kein Fernverkehr möglich. Die Bahn hat diese Änderungen bereits in die Reiseauskunft aufgenommen.

Bei den Tarifen hält die DB die Preise stabil und setzt einzelne Rabattangebote fort oder baut sie aus. Das Familienticket für 99,99 Euro für bis zu fünf Personen in der 2. Klasse bleibt dauerhaft im Angebot und ist ab dem 26. Oktober wieder buchbar, mit erstem Reisetag am 1. November. Für Pendler sinken ab dem 21. Oktober die Preise für Monatskarten und Schülermonatskarten im Fernverkehr ohne Abo um 25 Prozent. Zudem will die DB ihr Zeitkartenangebot vereinfachen und Gruppenreservierungen online für bis zu 14 Tage unverbindlich ermöglichen.

Kommunale Reformen bei Verkehr und Stadtentwicklung standen im Mittelpunkt unserer früheren Berichterstattung, in der mehrere Städte und Gemeinden konkrete Maßnahmen von Bürokratieabbau bis zu neuen Mobilitätsmodellen umsetzten. Dabei ging es unter anderem um kostenloses ÖPNV-Angebot für Einwohner in Monheim am Rhein sowie um weitere kommunale Ansätze, mit denen Städte Verkehr steuern und lokale Ziele schneller erreichen wollen.

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