Microsoft hält sich über der Unterstützung, da das KI-Wachstum auf Gegenwind bei der Bewertung stößt
Microsoft (NASDAQ: MSFT) schloss letzte Woche bei 517,99 $ und legte damit um 1,23 % zu, da die Anleger auf die erneute Stärke des Unternehmens in den Bereichen KI und Cloud reagierten. Die Erholung, die auf eine wochenlange Konsolidierung um die 500 $-Marke folgt, unterstreicht die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens, lässt die Anleger aber auch darüber debattieren, ob die aktuellen Bewertungen ohne neue Katalysatoren gerechtfertigt werden können.
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Höhepunkte
- Microsoft schloss bei 518 $ und setzte damit seine Erholung von der Unterstützungszone bei 500 $ fort.
- Die KI-Einnahmen erreichten 3 Mrd. $, aber eine Bewertung von 3,8 T. $ und ein KGV von über 32 werfen Fragen zur Nachhaltigkeit auf.
- Die Konkurrenz von Oracle, Google und Amazon sowie neue Visagebühren in den USA trüben die mittelfristigen Aussichten.
Charttechnisch gesehen bewegt sich Microsoft seit Mai innerhalb eines Aufwärtskanals, obwohl der Rückschlag im Juli bei 560 $ eine Korrekturphase auslöste. Seitdem hat sich die Aktie stabilisiert und findet im Bereich zwischen 503 und 508 $ beständige Unterstützung, die durch den 50-Tage-EMA und eine langfristige Trendlinie verstärkt wird. Das aktuelle Momentum deutet auf einen kurzfristigen Widerstand bei 525 $ und 540 $ hin, der eine Rückkehr zu den Höchstständen von 555 $ bis 560 $ ermöglichen könnte, wenn er durchbrochen wird.

MSFT Kursdynamik (Quelle: TradingView)
Gelingt es jedoch nicht, die 508 $ zu halten, besteht die Gefahr, dass die 200-Tage-EMA bei 485 $, ein kritischer Puffer für den breiteren Trend, gefährdet wird. Die Momentum-Indikatoren bleiben neutral, wobei der RSI bei 48 liegt, was darauf hindeutet, dass der Markt auf einen richtungsweisenden Katalysator wartet. Vorerst spricht die Chartstruktur für eine vorsichtige Akkumulation, solange die Aktie oberhalb ihres Unterstützungsclusters bleibt.
KI-Führerschaft trifft auf wettbewerbliche und politische Herausforderungen
Grundsätzlich ist Microsoft weiterhin führend bei der Kommerzialisierung künstlicher Intelligenz. Azure wuchs im Jahresvergleich um 34 %, und die Akzeptanz von Copilot überstieg die Marke von 100 Millionen monatlichen Nutzern. Die KI-bezogenen Umsätze erreichten im letzten Quartal 3 Milliarden US-Dollar und trugen dazu bei, dass der Gesamtumsatz mit der Cloud auf 46,7 Milliarden US-Dollar stieg. Mit einer Marktkapitalisierung von 3,8 Billionen US-Dollar und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 32 wird Microsoft mit einem Aufschlag gegenüber seinen eigenen Fünfjahresdurchschnitten und dem S&P 500 gehandelt. Ohne neue KI-Durchbrüche könnte es sich als schwierig erweisen, solche Multiplikatoren aufrechtzuerhalten.
Auch der Wettbewerb verschärft sich. Oracle meldete kürzlich ein Rekordwachstum bei KI-bezogenen Verträgen, während Google und Amazon ihre Infrastruktur weiterhin aggressiv ausbauen. Sogar OpenAI, einer der engsten Partner von Microsoft, diversifiziert seine Unterstützung über Oracle und Google, wodurch Microsofts Exklusivität im KI-Ökosystem immer mehr in Frage gestellt wird.
Der politische Hintergrund macht die Sache noch komplexer. Die neue Verfügung von Präsident Trump, die eine Gebühr von 100.000 Dollar für H-1B-Visa vorsieht, droht Microsoft, das in hohem Maße auf ausländische Ingenieure angewiesen ist, höhere Kosten zu verursachen. Auch wenn Ausnahmeregelungen die unmittelbaren Auswirkungen begrenzen, könnte die Richtlinie die Gewinnspannen unter Druck setzen und die Abhängigkeit von KI-gesteuerten Effizienzmaßnahmen zum Ausgleich von Arbeitskräfteengpässen beschleunigen.
Marktausblick
Insgesamt sieht der kurzfristige Kursverlauf von Microsoft konstruktiv aus, solange die Unterstützungszone zwischen 503 und 508 $ hält. Ein Ausbruch über 540 $ könnte das Momentum in Richtung 555-$ 560 $ wiederbeleben, obwohl Bewertungsbedenken und Gegenwind von Seiten der Konkurrenz zur Vorsicht mahnen.
Zuvor hatten wir auf Microsofts 4-Milliarden-Dollar-Investition in die KI-Infrastruktur in Wisconsin hingewiesen, die die langfristige Strategie des Unternehmens unterstreicht, die globale Führungsposition in den Bereichen Supercomputing und Unternehmens-KI zu festigen. Der heutige technische Aufschwung und die starken Finanzzahlen untermauern dieses allgemeine Bild, obwohl Fragen zur Bewertung und zum Wettbewerb die mittelfristigen Aussichten eher ausgewogen als ausgesprochen optimistisch erscheinen lassen.
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