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LVMH-Aktie steigt um 2,4%, da sich die Luxusnachfrage in Europa stabilisiert

LVMH-Aktie steigt um 2,4%, da sich die Luxusnachfrage in Europa stabilisiert
LVMH trennt sich möglicherweise von schwächeren Marken, darunter Marc Jacobs

Am 23. September wird die LVMH-Aktie bei 519,2 € gehandelt und ist in den letzten 24 Stunden um 2,4 % gestiegen. Die Aktie hat sich von den jüngsten Tiefstständen um die 500-Euro-Marke erholt und testet nun eine wichtige technische Zone knapp unter ihrem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Höhepunkte

- LVMH wird bei €519 gehandelt, wobei sich das kurzfristige Momentum in Richtung der wichtigen Widerstandsmarke von €550 entwickelt.

- Die Anlegerstimmung wird durch eine stabile Nachfrage auf den westlichen Märkten und potenzielle Veräußerungen von Marken unterstützt.

- Ein Ausbruch über €550 könnte den Weg in Richtung €600 ebnen, während ein Abwärtsrisiko besteht, falls die asiatische Nachfrage weiter nachlässt.

Laut einer aktuellen Analyse von SimplyWallSt ist die Bewertung von LVMH aufgrund der unterschiedlichen Performance in den wichtigsten geografischen Regionen erneut auf den Prüfstand gestellt worden. In dem Artikel wird hervorgehoben, dass das Unternehmen zwar weiterhin eine starke Performance in seinem Mode- und Lederwarensegment verzeichnet, insbesondere in den USA und Europa, dass aber die Abschwächung in China weiterhin ein großer Gegenwind ist. Diese Divergenz hat die Bewertungsaussichten der Aktie erschwert.

Jüngste Finanzberichte zeigen, dass die Umsätze in Asien im letzten Quartal zurückgegangen sind, was das konzernweite Wachstum beeinträchtigt hat. China, das in der Vergangenheit ein starker Wachstumsmotor für LVMH war, hat eine Abschwächung des Konsumklimas und der reisebezogenen Ausgaben erlebt. Die westlichen Märkte haben jedoch für eine teilweise Entspannung gesorgt: Die USA und Europa verzeichneten im letzten Quartal ein bescheidenes Umsatzwachstum, das durch den Tourismus und die Ausgaben der einkommensstarken Verbraucher gestützt wurde.

Berichten zufolge überprüft LVMH sein Markenportfolio und führt strategische Diskussionen über die mögliche Veräußerung leistungsschwacher Marken wie Marc Jacobs. Solche Schritte könnten die Rentabilität verbessern und es der Gruppe ermöglichen, sich auf ihre margenstarken Kernmarken wie Louis Vuitton, Dior und Fendi zu konzentrieren. Diese Rationalisierungsbemühungen werden auch als Reaktion auf den Druck der Investoren nach größerer Kapitaleffizienz angesichts der sich abschwächenden globalen Luxusnachfrage gesehen.

Kurzfristige Stärke trifft auf langfristigen Widerstand

Aus der Trend- und Momentumperspektive haben die gleitenden Durchschnitte der 5, 10, 20 und 50 Tage alle unter dem aktuellen Kurs gekreuzt, was auf kurzfristige Stärke hindeutet. Der gleitende Durchschnitt der 100-Tage-Linie wurde ebenfalls überschritten, was den Stimmungsumschwung nach oben unterstreicht. Der langfristige gleitende 200-Tage-Durchschnitt liegt jedoch nach wie vor über dem aktuellen Kursniveau und stellt eine potenzielle Widerstandszone dar. Solange LVMH nicht überzeugend über diese Barriere bricht, bleibt der Trend vorsichtig konstruktiv, aber nicht entscheidend zinsbullisch.

Der Relative Strength Index (RSI 14) liegt im hohen 50er-Bereich, einem neutralen bis leicht positiven Niveau, das weder überkaufte noch überverkaufte Bedingungen anzeigt. In der Zwischenzeit kreuzen sich die MACD-Signale in einigen Intraday-Zeitfenstern, was darauf hindeutet, dass ein weiterer Aufwärtstrend möglich sein könnte, wenn sich das Handelsvolumen weiter erhöht. Die Oszillatoren bleiben jedoch insgesamt uneinheitlich, was die Notwendigkeit einer Bestätigung durch Folgekäufe in den kommenden Sitzungen unterstreicht.

Kursdynamik der LVMH-Aktie (Juli 2025 - September 2025). Quelle: TradingView

Die Unterstützung ist bei 500 € fest etabliert, wobei stärkere Käufe in der Nähe von 480 € zu erwarten sind, falls die Aktie zurückfällt. Auf der Oberseite bleibt der Widerstand im Bereich zwischen 540 und 550 Euro bestehen, gefolgt von einem möglichen erneuten Test der psychologischen Marke von 600 Euro, falls die Aufwärtsdynamik anhält. Ein entscheidender Ausbruch über €550 würde wahrscheinlich technische Käufe auslösen und momentumgetriebene Anleger wieder in die Aktie locken.

Enge Handelsspanne hält an, während sich der Test des Ausbruchs bei €550 nähert

Die zinsbullische Variante geht von einer Erholung der asiatischen Luxusnachfrage aus, die durch fiskalische Anreize in China oder einen Aufschwung des internationalen Reiseverkehrs unterstützt wird, was die Aktie in Richtung der 550-Euro-Marke treiben könnte. Sollte dieser Widerstand durchbrochen werden, wird ein erneuter Test der psychologischen Marke von 600 € wahrscheinlich. Dieses Szenario hängt auch von einer anhaltenden Stärke in Europa und Nordamerika sowie einer wirksamen Umstrukturierung der Marken ab. Unter diesen Bedingungen würde sich die Stimmung der Anleger wahrscheinlich zum Positiven wenden, was die Dynamik verstärken und institutionelle Zuflüsse anziehen würde.

Das neutrale Szenario spiegelt ein Umfeld wider, in dem die makroökonomischen Signale gemischt bleiben, wobei die solide Nachfrage in den westlichen Märkten die anhaltende Schwäche in Asien ausgleicht. In diesem Umfeld könnte LVMH weiterhin zwischen €480 und €550 gehandelt werden und wiederholt sowohl Unterstützung als auch Widerstand testen. Ein klarer Ausbruch würde einen bedeutenden Katalysator erfordern, wie z.B. unerwartet hohe Gewinne oder günstige geopolitische Entwicklungen.

LVMH sieht sich in Frankreich mit neuem regulatorischen Druck konfrontiert, da eine vorgeschlagene "Milliardärssteuer" öffentliche und politische Unterstützung findet und die jährliche Steuerlast des Unternehmens um 700 bis 800 Millionen Euro erhöhen könnte. CEO Bernard Arnault hat davor gewarnt, dass die Maßnahme eine Kapitalflucht auslösen und dem französischen Geschäftsklima schaden könnte.

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