Goldpreis-Prognose: XAU setzt Rekordlauf über $3.900 fort, da US-Stillstand befürchtet wird
Der Goldpreis notierte am Montag über $ 3.900 pro Unze und erreichte damit ein neues Rekordhoch, während der Stillstand der US-Regierung in die zweite Woche ging. Der anhaltende politische Stillstand hat die fiskalische Unsicherheit vertieft, die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten ausgesetzt und die Erwartung verstärkt, dass die US-Notenbank in den kommenden Monaten die Zinsen senken wird.
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Höhepunkte
- Gold erreicht Rekordhochs über $3.900, da der Stillstand der US-Regierung in die zweite Woche geht.
- Zinssenkungswetten der Fed von 95 Prozent für Oktober und 84 Prozent für Dezember verstärken die Nachfrage nach sicheren Häfen.
- Ein Ausbruch über $3.940 bis $3.960 könnte Gold in Richtung der psychologischen Marke von $4.000 treiben.
Nach den Daten von CME FedWatch gehen die Futures derzeit von einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte im Oktober und einer 84-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung im Dezember aus. Diese dovishen Aussichten haben die Nachfrage nach Safe-Haven-Anlagen verstärkt, wovon vor allem Gold profitiert.
Technische Struktur bleibt stabil
Der Goldpreis befindet sich auf dem 4-Stunden-Chart nach wie vor in einem klar definierten Aufwärtskanal, der einen Mitte August begonnenen Aufwärtstrend fortsetzt. Nach dem Ausbruch nach oben in der letzten Woche testet das Metall die obere Begrenzung bei 3.940 $ und konsolidiert sich über wichtigen kurzfristigen Unterstützungen. Der 20-Perioden-EMA bei 3.876 $ und der 50-Perioden-EMA bei 3.828 $ bieten kurzfristige Unterstützung, während der 100-Perioden-EMA bei 3.760 $ mit der Mittellinie des Channels zusammenfällt. Ein nachhaltiger Durchbruch unter diese Niveaus könnte eine Korrektur in Richtung 3.656 $ auslösen, der 200-EMA-Zone, die die breitere Trendbasis darstellt.

XAU-Kursdynamik (Quelle: TradingView)
Das Momentum ist nach wie vor stark, der RSI liegt bei 69, also fast im überkauften Bereich, was jedoch mit den Werten übereinstimmt, die bei längeren Erholungen zu beobachten sind. Ein Ausbruch über 70 würde die anhaltende Kaufkraft bestätigen und könnte dazu führen, dass sich der Goldpreis weiterhin auf den Bereich zwischen 3.940 und 3.960 $ konzentriert, bevor er sich möglicherweise in Richtung der psychologischen Marke von 4.000 $ bewegt.
Makro-Bedingungen verstärken Safe-Haven-Nachfrage
Das makroökonomische Umfeld unterstützt die Erholung weiterhin. Der Stillstand der US-Regierung hat dazu geführt, dass wichtige Daten, einschließlich des Berichts über die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft im September, nicht veröffentlicht werden konnten, so dass die Märkte auf sekundäre Indikatoren angewiesen sind, die bereits auf eine Aufweichung der Arbeitsbedingungen hindeuten.
Unterdessen haben dovishe Änderungen der Fed-Erwartungen die Dynamik des Goldpreises weiter angeheizt. Die Anleger setzen zunehmend auf mehrere Zinssenkungen vor Jahresende, was in Verbindung mit den niedrigeren Renditen von Staatsanleihen nicht renditeträchtige Anlagen wie Gold attraktiver gemacht hat.
Darüber hinaus tragen strukturelle Faktoren wie die anhaltende Akkumulation bei den Zentralbanken und die stetigen Zuflüsse bei den börsengehandelten Fonds zum langfristigen Aufwärtstrend bei. Sowohl das Silver Institute als auch der World Gold Council weisen auf die anhaltende Stärke der institutionellen Käufe hin, die einige Gewinnmitnahmen bei den Einzelhändlern ausgleichen.
Ausblick und Schlüsselniveaus
Kurzfristig bleibt die Tendenz eindeutig zinsbullisch, da sich der Goldpreis innerhalb seines Aufwärtskanals konsolidiert. Ein entscheidender Durchbruch über 3.940 $ bis 3.960 $ würde den Weg in Richtung der psychologischen Marke von 4.000 $ ebnen, während ein Rückfall unter 3.876 $ Gewinnmitnahmen auslösen könnte. Die übergeordnete Struktur bleibt intakt, solange sich die Preise über der Marke von 3.760 $ halten.
In früheren Diskussionen wurde beobachtet, dass Gold trotz überkaufter Signale ein starkes Momentum beibehält, ein Trend, der weiterhin anhält. Solange die politischen Spannungen nicht nachlassen oder die Fed keine Zurückhaltung bei den Zinssenkungen signalisiert, gibt es kaum Anzeichen für eine Erschöpfung der Rallye.
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