Nvidia-Aktie fällt um 1,1% trotz steigender Nachfrage nach Blackwell-Chips
Am 22. Oktober wird die Nvidia-Aktie bei 180,71 $ gehandelt, was einem Rückgang von 1,1 % in den letzten 24 Stunden entspricht. Technisch gesehen befindet sich Nvidia weiterhin in einem breiten Aufwärtstrend, der durch die starke Nachfrage nach seinen KI-fokussierten Hardware- und Softwarelösungen unterstützt wird.
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Höhepunkte
- Die Nvidia-Aktie gab um 1,1 % nach, hielt sich aber über der Schlüsselmarke von 180 $, unterstützt durch die starke Nachfrage nach den Blackwell-GPUs der nächsten Generation.
- CEO Jensen Huang bestätigte ein "wirklich hohes" Interesse, wobei strategische Partnerschaften wie xAI und OpenAI die Führungsrolle von Nvidia im Bereich der künstlichen Intelligenz stärken.
- Die Analysten bleiben optimistisch, und es wird erwartet, dass die am 19. November anstehenden Gewinne den nächsten großen Kursanstieg bestimmen werden.
Der gleitende 50-Tage-Durchschnitt bewegt sich derzeit in der Nähe der $174-Marke und dient als dynamische Unterstützung, während der gleitende 200-Tage-Durchschnitt deutlich tiefer bei $138 liegt, was die Stärke des längerfristigen Trends von Nvidia unterstreicht. Trotz der jüngsten Volatilität liegt die Aktie weiterhin deutlich über beiden Durchschnittswerten, was auf ein anhaltendes institutionelles Interesse und eine langfristige zinsbullische Tendenz schließen lässt.
Kurzfristiger Widerstand liegt bei 190 $, wo die Aktie zuvor unter Verkaufsdruck stand. Ein Ausbruch über diese Marke würde wahrscheinlich einen neuen Impuls in Richtung der psychologischen 200 $-Marke auslösen. Auf der Abwärtsseite wird eine unmittelbare Unterstützung bei 175 $ gesehen, mit einer kritischeren Untergrenze bei 170 $. Ein nachhaltiger Rückgang unter die 170 $-Marke könnte den Weg für tiefere Rückschläge in Richtung 155 $ ebnen, ein Niveau, das zuletzt während der Zeit vor der Blackwell-Einführung erreicht wurde.

Dynamik des Nvidia-Aktienkurses (August 2025 - Oktober 2025). Quelle: TradingView
Der Relative Strength Index (RSI) bewegt sich in der Nähe von 58, was weder auf überkaufte noch überverkaufte Bedingungen hinweist. Dieses neutrale Momentum-Setup gibt Nvidia Raum für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung und eine Abwärtskorrektur, je nach Nachrichtenfluss und Marktstimmung. Die Volumenmuster zeigen eine Anhäufung vor den Ergebnissen und wichtigen Produktankündigungen, was darauf hindeutet, dass die Anleger eher auf langfristiges KI-Wachstum als auf kurzfristigen Handel setzen.
KI-Nachfrage und Partnerschaften stärken die Position von Nvidia
NVDA steht weiterhin im Mittelpunkt des KI-Infrastrukturbooms. Kürzlich bestätigte das Unternehmen den 19. November als Termin für den Bericht über das dritte Quartal, und CEO Jensen Huang beschrieb die Nachfrage nach den Blackwell-GPUs der nächsten Generation als "sehr, sehr hoch". In der Zwischenzeit macht die als Magnificent Seven bekannte Gruppe, zu der auch NVDA gehört, schätzungsweise 34 % der gesamten Marktkapitalisierung des S&P 500 aus, was den großen Einfluss von NVDA auf den Index und die Marktstimmung unterstreicht.
Auf der Nachfrageseite sicherte sich NVDA Partnerschaften, u. a. mit xAI (gegründet von Elon Musk), und die Ausrichtung auf den Aufbau großer KI-Datenzentren, was seine Führungsposition im Bereich Hardware/Software untermauert. Export- und Wettbewerbsrisiken bleiben jedoch bestehen. So haben beispielsweise Konkurrenten wie die Oracle Corporation vor kurzem eine Partnerschaft mit dem NVDA-Rivalen Advanced Micro Devices (AMD) angekündigt, wodurch die Dominanz von NVDA gefährdet ist.
Die Analysten sind nach wie vor überwiegend optimistisch gestimmt. So wird NVDA in einer aktuellen Notiz von Oppenheimer & Co. als Top-Pick mit einem Kursziel von 225 $ bezeichnet. Gleichzeitig haben andere Research-Firmen wie Evercore ISI ihre Umsatzschätzungen für das zweite Halbjahr 2026 um ~5,5 Mrd. USD angehoben und ihr Kursziel auf 225 USD erhöht. Diese Anhebungen spiegeln die Überzeugung wider, dass NVDA für die nächste Welle des Ausbaus der KI-Infrastruktur gut positioniert ist. Gleichzeitig geben einige Analysten (z. B. von Bernstein) zu bedenken, dass die Beteiligung des Unternehmens an Startups, die ebenfalls zu Großkunden werden könnten, Fragen zur "zirkulären" Unternehmensführung aufwirft - auch wenn die Nachfrage gesund bleibt.
Preisprognose und Szenarioanalyse
In einem Basisszenario hält sich NVDA oberhalb des Unterstützungsbandes von 175-180 $, konsolidiert sich im Bereich von 180-190 $ und rückt mit moderaten positiven Katalysatoren in den nächsten 3-4 Monaten in Richtung 200-205 $ vor. Dies deutet auf ein Aufwärtspotenzial von etwa +10-15 % gegenüber dem aktuellen Niveau hin. Das Basisszenario geht auch von stabilen makroökonomischen Bedingungen und einer anhaltenden Dynamik der KI-Infrastrukturnachfrage aus.
Sollte NVDA am 19. November sehr gute Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegen und einen robusten Ausblick geben, oder sollte die Blackwell-Rampe positiv überraschen oder die Beschränkungen in China nachlassen, könnte die Aktie in den nächsten 4-6 Monaten die 190 $-Marke durchbrechen und in Richtung 220-230 $ steigen, was einem Aufwärtspotenzial von 20-25 % entspricht. Der Bullenfall geht weiterhin von wachsenden KI-Budgets in Unternehmen und einer starken Akzeptanz der nächsten GPU-Generation von Nvidia aus.
Stacy Rasgon von Bernstein hebt die ungewöhnliche Dynamik hervor, bei der die größten Kunden von Nvidia auch zu den größten Konkurrenten des Unternehmens werden. Große Technologieunternehmen entwickeln zunehmend kundenspezifische KI-Chips, um die Abhängigkeit von Nvidia zu verringern und die Kosten zu senken.
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