Dmytro Kharkov

Nvidia-Aktie rutscht um 1,2% ab, da der CEO von JPMorgan davor warnt, dass KI-Aktien überbewertet sein könnten

Nvidia-Aktie rutscht um 1,2% ab, da der CEO von JPMorgan davor warnt, dass KI-Aktien überbewertet sein könnten
JPMorgan-CEO Jamie Dimon bezeichnete Nvidia als ein "unglaubliches Unternehmen".

Am 6. November notiert die Nvidia-Aktie bei 196,37 $ und hat damit in den letzten 24 Stunden 1,2 % verloren. Der Aktienkurs befindet sich weiterhin in einer engen Konsolidierungsspanne zwischen $190 und $202, nachdem er von seinem jüngsten Tageshoch von $202,89 zurückgegangen ist.

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Höhepunkte

- Nvidia wird bei $196,37 gehandelt, ein Minus von 1,2 %, während sich die Aktie zwischen $190 und $210 konsolidiert, wobei ein erhöhtes Volumen auf institutionelle Aktivität hindeutet.

- Der CEO von JPMorgan lobte Nvidia, warnte jedoch, dass einige KI-Aktien, darunter auch potenzielle Überflieger, überbewertet sein könnten.

- Während die langfristigen technischen Daten weiterhin positiv sind, hängt die kurzfristige Entwicklung von den anstehenden Ergebnissen und makroökonomischen Signalen ab.

Aus technischer Sicht handelt Nvidia weiterhin über seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt, der in der Nähe der Spanne von $165-$170 geschätzt wird, was bestätigt, dass der langfristige Aufwärtstrend intakt bleibt. Die kurzfristige Preisstruktur zeigt jedoch Anzeichen einer Verlangsamung. Der gleitende 50-Tage-Durchschnitt bewegt sich wahrscheinlich in der Nähe der $185-$190-Marke, womit NVDA zwar leicht über der kurzfristigen Unterstützung liegt, jedoch Schwierigkeiten hat, wieder an Aufwärtsdynamik zu gewinnen.

Der RSI (Relative Strength Index) ist zwar nicht direkt in Yahoos Snapshot verfügbar, ist aber angesichts der ausgedehnten Erholung von den Oktobertiefs bei 165 $ wahrscheinlich neutral bis leicht überkauft. Die jüngsten Kerzen auf dem Tages-Chart spiegeln Unentschlossenheit wider - mit langen Dochten und schwachem Follow-Through - was darauf hindeutet, dass die Anleger eine Pause einlegen, um die Bewertung und die kurzfristigen Katalysatoren neu zu bewerten. Die unmittelbare Unterstützung liegt im Bereich zwischen $190 und $192; ein Durchbruch unter diese Marke könnte die $180-Marke freilegen. Auf der Oberseite ist der Widerstand bei $202-$210 klar definiert. Ein Abschluss oberhalb von 210 $ würde einen zinsbullischen Ausbruch auslösen und möglicherweise den vorherigen Aufwärtstrend wieder aufnehmen.

Kursdynamik der Nvidia-Aktie (September 2025 - November 2025). Quelle: TradingView

Das Volumen ist in den letzten Sitzungen erhöht geblieben, was auf institutionelle Aktivität schließen lässt. Das Fehlen eines starken Durchbruchs über 200 $ deutet jedoch darauf hin, dass die Verkäufer auf diesen Niveaus aktiv sind. Langfristig ist die technische Lage konstruktiv, kurzfristig ist jedoch eine Konsolidierung zu erwarten, sofern nicht ein starker fundamentaler Katalysator das zinsbullische Momentum wieder in Gang setzt. Bis dahin dürfte der Kurs zwischen 190 $ und 210 $ schwanken, da die Anleger auf Klarheit warten.

KI-Enthusiasmus wird durch Jamie Dimons Warnung zur Bewertung gedämpft

Nvidia ist der unangefochtene Marktführer im Bereich der KI-Hardware und dominiert den GPU-Markt mit seinen A100- und H100-Chips, die große Sprachmodelle und Datenzentren für Hyperskalierer wie Amazon, Google und Microsoft antreiben. Der Umsatz des Unternehmens ist aufgrund der massiven Nachfrage nach KI-Infrastrukturen sprunghaft angestiegen. Die bevorstehende Veröffentlichung der Blackwell-Architektur der nächsten Generation und das wachsende Ökosystem rund um die CUDA-Software festigen weiterhin Nvidias Wettbewerbsvorteil.

Doch trotz dieser Stärke gewinnen Bewertungsbedenken an Boden. In einem kürzlich geführten Interview bezeichnete Jamie Dimon, CEO von JPMorgan, Nvidia als "unglaubliches Unternehmen", warnte jedoch davor, dass einige KI-Aktien überbewertet sein könnten. Seine Kommentare kommen zu einer Zeit, in der Nvidia mit einem KGV von mehr als 30 gehandelt wird, was selbst im Vergleich zu den historischen Durchschnittswerten immer noch hoch ist.

Dimons Äußerungen unterstreichen eine wachsende Besorgnis unter institutionellen Anlegern: Obwohl Nvidias Führungsrolle im Bereich der künstlichen Intelligenz unbestritten ist, könnte die Aktie zu viel von ihrem zukünftigen Wachstum in ihre aktuelle Bewertung einfließen lassen. Der von KI-Optimismus überschwemmte Markt könnte nun einen konkreteren Beweis für ein nachhaltiges Ertragswachstum verlangen. Angesichts der nach wie vor hohen US-Anleiherenditen und der anhaltenden makroökonomischen Unsicherheit könnte eine gewisse Rotation von hoch bewerteten Technologiewerten hin zu wertorientierten oder defensiven Titeln das kurzfristige Aufwärtspotenzial von Nvidia begrenzen.

Tendenz zur Spanne mit Aufwärtspotenzial

Im Basisszenario könnte Nvidia, wenn es sich über der Unterstützungszone zwischen 190 und 192 US-Dollar hält und den Widerstand bei 210 US-Dollar zurückerobert, eine Erholung in Richtung 220 bis 230 US-Dollar vollziehen. Dieses Szenario geht von einer stabilen KI-Nachfrage, stabilen makroökonomischen Bedingungen und keinen negativen regulatorischen Überraschungen aus. Die Anleger würden wahrscheinlich wieder in Wachstumswerte umschichten, wenn sich die Makrodaten abschwächen und die Zinserwartungen abkühlen. Dieser Weg hängt auch davon ab, dass Nvidia seinen dominanten Anteil bei der Bereitstellung von KI-Rechenzentren ohne unerwarteten Wettbewerbsdruck beibehält.

In einem Aufwärtsszenario könnten starke Gewinne oder eine überraschende Produktankündigung - wie die vorzeitige Einführung von Blackwell oder neue Partnerschaften - NVDA über 230 USD treiben und bis Jahresende 250 bis 260 USD anpeilen. Dies würde eine erneute Belebung der KI-Investitionen erfordern, insbesondere von Unternehmenskunden außerhalb der Big Tech. Eine erfolgreiche Expansion in neue Sektoren wie KI im Automobilbereich oder Edge Computing könnte ebenfalls als ein starker sekundärer Katalysator dienen.

Die Stimmung unter den Anlegern hat sich eingetrübt, nachdem aus den Unterlagen hervorgeht, dass Michael Burrys Scion Asset Management im dritten Quartal erhebliche Positionen in Verkaufsoptionen gegen Nvidia eingegangen ist, die sich auf über 187 Millionen US-Dollar belaufen. Burry, der für die Vorhersage des Börsencrashs von 2008 bekannt ist, sieht nun in KI-Aktien die nächste potenzielle Blase.

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