HSBC und Standard Chartered prüfen SRT-Deals bei wachsender Aktivität in Asien
HSBC und Standard Chartered bereiten neue Significant Risk Transfer (SRT)-Deals vor, da asiatische Kreditportfolios einen immer größeren Teil eines Marktes einnehmen, der lange Zeit von europäischen und nordamerikanischen Banken dominiert wurde. Die Transaktionen zeigen, wie große Kreditinstitute strukturierte Kreditinstrumente nutzen, um Kreditrisiken zu senken, Kapitalquoten zu verbessern und Bilanzkapazitäten für Neugeschäfte freizusetzen.
Höhepunkte
- HSBC prüft einen SRT für Kredite im asiatisch-pazifischen Raum.
- Standard Chartered erwägt einen Chakra-SRT für Unternehmenskredite im Wert von etwa 2 Milliarden US-Dollar.
- SRTs helfen Banken, Ausfallrisiken zu steuern und regulatorisches Kapital freizusetzen.
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HSBC hat vorläufige Gespräche mit Investoren über einen möglichen SRT im Zusammenhang mit Krediten aus den Märkten im asiatisch-pazifischen Raum, darunter Hongkong, Singapur, Indien und Australien, aufgenommen, berichtete Bloomberg. Standard Chartered erwägt separat einen Deal im Zusammenhang mit globalen Unternehmenskrediten im Wert von etwa 2 Milliarden US-Dollar im Rahmen seines Chakra-SRT-Programms, wobei sich die endgültigen Bedingungen im Zuge der Investorengespräche noch ändern können.
Banken setzen auf Risikotransfer
Significant Risk Transfers ermöglichen es Banken, einen Teil des Ausfallrisikos von Kreditportfolios auf Investoren zu übertragen, wobei die Kredite oft in der eigenen Bilanz verbleiben. Diese Struktur kann Banken dabei helfen, Kapitalentlastungen zu erwirken, Solvabilitätskennzahlen zu stärken und regulatorisches Kapital für neue Kreditvergaben umzuschichten.
Die Nachfrage der Investoren hat den Markt ebenfalls gestützt. SRT-Deals können Kupons von über 10 % bieten, was sie für Kreditinvestoren auf der Suche nach renditestärkeren Anlagen attraktiv macht. Barclays und Banco Santander gehören zu den aktivsten Nutzern dieses Instruments, doch Portfolios mit Asien-Bezug werden zunehmend sichtbarer.
HSBC hat bereits damit begonnen, SRTs im Vereinigten Königreich und in Asien einzusetzen, und sieht laut Kommentaren von Finanzvorstand Pam Kaur Spielraum für weitere Maßnahmen. Die mögliche Transaktion im asiatisch-pazifischen Raum würde in den breiteren Fokus der Bank passen, Kapital in ihrem globalen Kreditbuch effizienter einzusetzen.
Asiatische Kredite rücken in den Fokus
Der Markt weitet sich über seine traditionelle Basis hinaus aus. Die singapurische DBS hat kürzlich ihren ersten SRT abgeschlossen, der an ein diversifiziertes Unternehmenskreditportfolio im Wert von 1 Milliarde US-Dollar gebunden ist. Standard Chartered hat zuvor einen Deal im Zusammenhang mit Handelsfinanzierungskrediten in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar in Asien, dem Nahen Osten und Afrika durchgeführt, was der Bank eine Kapitalentlastung für ihre Tochtergesellschaft in Singapur ermöglichte.
Diese Aktivität ist von Bedeutung, da asiatische Banken und auf Asien fokussierte Kreditgeber SRTs in der Vergangenheit seltener genutzt haben als ihre europäischen Konkurrenten. Da die Kreditbücher wachsen und die Kapitalvorschriften strenger werden, prüfen mehr Banken den synthetischen Risikotransfer als eine Möglichkeit, Risiken zu steuern, ohne die Kreditvergabe einzuschränken.
Der mögliche Chakra-Deal von Standard Chartered würde diesen Trend verstärken. Das globale Unternehmenskreditportfolio und die Präsenz der Bank in der Handelsfinanzierung bieten eine natürliche Basis für Strukturen, die Risiken übertragen und gleichzeitig die Kundenbeziehungen aufrechterhalten.
Ein Kapitalinstrument zieht nach Osten
Der Anstieg von SRTs mit Asien-Bezug signalisiert einen Wandel in der Art und Weise, wie Banken Kreditrisiken in der Region steuern. Diese Deals bieten Kreditgebern die Möglichkeit, Kreditnehmer weiterhin zu bedienen und gleichzeitig die Kapitalbelastung durch große Unternehmens- und Handelsfinanzierungsportfolios zu reduzieren.
Für Investoren liegt der Reiz in der Rendite. Für Banken liegt der Reiz in der Flexibilität: Der Risikotransfer kann die Kreditkapazität unterstützen, ohne dass ein vollständiger Verkauf von Vermögenswerten erforderlich ist. Wenn HSBC, Standard Chartered und ihre Wettbewerber diese Programme weiter ausbauen, könnte Asien zu einer regelmäßigen Quelle für SRT-Emissionen werden, anstatt nur ein Sekundärmarkt für ein hauptsächlich in Europa entwickeltes Instrument zu sein.
Wir haben bereits früher darauf hingewiesen, dass Hongkong die ersten Stablecoin-Lizenzen an HSBC und Standard Chartered vergeben hat.
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