IWF schließt FSAP-Überprüfung zur Schärfung der Risikoüberwachung im Finanzsektor ab
Angesichts des rascheren Wandels im globalen Finanzwesen aktualisiert der Internationale Währungsfonds die Überprüfung von Finanzsystemen im Rahmen seines Programms zur Bewertung des Finanzsektors. Die Änderungen sollen die Bewertungen flexibler gestalten und stärker auf wesentliche Risiken ausrichten, wobei die Abdeckung sowohl verpflichtender als auch freiwilliger Länderüberprüfungen erhalten bleibt.
Das Wichtigste
- Am 3. September schloss das Exekutivdirektorium des IWF seine regelmäßige FSAP-Überprüfung ab und passte das Programm an engere finanzielle Verflechtungen, Digitalisierung und neu entstehende Risiken an.
- Die Direktoren befürworteten einen risikobasierten, modularen FSAP-Ansatz mit verbesserter Diagnostik und einer erweiterten Fokussierung auf Nichtbank-Institutionen, KI, Krypto-Assets, Cyberbedrohungen und Klimarisiken.
- Die Reformen umfassen eine engere Integration in die Überwachung gemäß Artikel IV, Aktualisierungen der Methodik zur Identifizierung systemisch wichtiger Sektoren sowie einen erweiterten Einsatz von KI mit Schutzvorkehrungen für Effizienz und Datenschutz.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Reformen zielen auf neu entstehende Finanzrisiken ab
Wie der Internationale Währungsfonds berichtete, schloss sein Exekutivdirektorium am 3. September die regelmäßige Überprüfung des Programms zur Bewertung des Finanzsektors ab. Dabei wurde bewertet, wie sich der Rahmen an ein Finanzsystem anpassen sollte, das von engeren Verflechtungen, Digitalisierung und neuen Instabilitätsquellen geprägt ist.Das FSAP bietet eingehende Überprüfungen von Finanzsektoren und fließt in die Überwachungstätigkeit des Fonds ein. In Schwellen- und Entwicklungsländern werden die Bewertungen in der Regel gemeinsam mit der Weltbank durchgeführt, während sie in fortgeschrittenen Volkswirtschaften allein vom IWF vorgenommen werden. Seit Beginn des Programms im Jahr 1999 wurden 416 Bewertungen in 161 Mitgliedsländern des Fonds abgeschlossen, die nahezu alle globalen Finanzanlagen abdecken.
Die jüngste Überprüfung baut auf früheren Änderungen auf, darunter die Entscheidung von 2010, wonach Rechtsräume mit systemisch wichtigen Finanzsektoren im Rahmen der Fondsüberwachung Bewertungen der Finanzstabilität durchlaufen müssen. Der IWF erklärt, dass spätere Überprüfungen die Liste solcher Rechtsräume erweiterten, die Verbindungen zur Überwachung gemäß Artikel IV stärkten, eine flexiblere Anwendung internationaler Standards förderten und die Instrumente zur Bewertung systemischer Risiken verbesserten. Nach der Überprüfung von 2021 weitete das Programm außerdem die Abdeckung neu entstehender Risiken aus und führte einen zweistufigen Zeitplan für verpflichtende Bewertungen ein.
Die Exekutivdirektoren befürworten einen stärker risikobasierten und modularen Ansatz mit einer verbesserten anfänglichen Diagnostik zur Festlegung des Umfangs der Überprüfungen in den Bereichen Risikoanalyse, politische Rahmenbedingungen und Krisenmanagementkapazitäten. Sie unterstützen außerdem eine stärkere Fokussierung auf systemweite und neu entstehende Risiken, einschließlich solcher im Zusammenhang mit Nichtbank-Finanzinstituten, Finanzmarktinfrastrukturen, künstlicher Intelligenz, Krypto-Assets, Cyberbedrohungen und Klimarisiken, warnen jedoch davor, die zentrale Analyse der Finanzstabilität zu schwächen.
Auswirkungen auf die Überwachung und Abdeckung der Bewertungen
Die Direktoren unterstützen zudem Maßnahmen zur Stärkung der Wirksamkeit des Programms, indem die Erkenntnisse enger in die Überwachung gemäß Artikel IV und die Kapazitätsentwicklung integriert werden. Sie befürworten klarer priorisierte, abgestufte und umsetzbare Empfehlungen mit an die Bedingungen der Länder angepassten Umsetzungsfristen und begrüßen die breitere Veröffentlichung analytischer Methoden, technischer Handbücher und Materialien über die iFSAP-Datenbank.Die meisten Direktoren unterstützen Änderungen an der Methodik zur Identifizierung von Rechtsräumen mit systemisch wichtigen Finanzsektoren und erklären, ein agilerer Ansatz solle die Abdeckung stärker an sich wandelnden Risiken ausrichten. Sie stellen fest, dass die Einschätzung der Mitarbeiter, auch hinsichtlich systemisch wichtiger Finanzmarktinfrastrukturen und grenzüberschreitender Datenlücken, helfen kann, methodische Grenzen zu überwinden, betonen jedoch, dass diese Einschätzung evidenzbasiert, unparteiisch und einer regelmäßigen Überprüfung durch das Direktorium unterworfen bleiben muss.
Die Überprüfung zielt auch darauf ab, Ressourcen zwischen verpflichtenden und freiwilligen Bewertungen neu auszubalancieren, damit der IWF die globale Reichweite des Programms erhalten und zugleich schneller auf neue Bedrohungen reagieren kann. Die Direktoren unterstützen dieses Ziel weitgehend und erklären, die Reformen trügen dazu bei, das FSAP zweckmäßig zu halten. Zudem befürworten sie einen verstärkten Einsatz von KI zur Verbesserung der Effizienz unter Schutzvorkehrungen für Validierung, Rechenschaftspflicht, Datenschutz und Vertraulichkeit.
In unserem früheren Artikel über die Einführung und Aufsicht von KI im Finanzwesen untersuchten wir, wie die Technologie zu einem zunehmend sichtbaren Faktor für die künftige Performance und das Risikomanagement von Unternehmen wird. Wir stellten fest, dass Institutionen mit stärkeren KI-Strategien, Governance-Rahmenwerken und einer tieferen operativen Integration tendenziell besser für Produktivitätssteigerungen und verbesserte Kontrollen positioniert sind, während eine unterschiedliche Bereitschaft im gesamten Sektor die Kreditqualität im Laufe der Zeit zunehmend differenzieren könnte.
Neueste WTO Nachrichten
- Forex
- Crypto