Gambia erzielt Einigung auf Mitarbeiterebene mit dem IWF über neue Auszahlungen im Rahmen von ECF und RSF
Gambia kommt zusätzlicher IWF-Finanzierung näher, während seine Wirtschaftsreformen und Klimaanpassungsprogramme die jüngsten Überprüfungen durchlaufen. Die Einigung auf Mitarbeiterebene umfasst mögliche Mittel in Höhe von rund 28 Millionen US-Dollar. Das Wachstum dürfte trotz Risiken im Energiesektor und von außen 2026 und 2027 bei 5,1 % bleiben.
Das Wichtigste
- Gambia erzielt eine Einigung auf Mitarbeiterebene mit dem IWF über die sechste ECF- und die dritte RSF-Überprüfung. Damit könnten nach Zustimmung des Exekutivdirektoriums 20,73 Millionen SZR (rund 28 Millionen US-Dollar) ausgezahlt werden.
- Die IWF-Finanzierung Gambias im Rahmen von ECF und RSF könnte nach Abschluss der Überprüfungen insgesamt 105,75 Millionen SZR (rund 142 Millionen US-Dollar) erreichen und die laufenden Haushalts-, Governance- und Resilienzreformen unterstützen.
- Der IWF prognostiziert für Gambia ein reales BIP-Wachstum von 5,1 % in den Jahren 2026 und 2027. Die Inflation lag im September 2026 bei 6,1 %, doch Risiken durch volatile Rohstoffpreise und Schwächen im Energiesektor bleiben bestehen.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Ergebnis der Überprüfung und Finanzierungsbedingungen
Wie der Internationale Währungsfonds berichtet, haben die IWF-Mitarbeiter und die gambischen Behörden eine Einigung auf Mitarbeiterebene über die sechste Überprüfung im Rahmen der Erweiterten Kreditfazilität (ECF) und die dritte Überprüfung im Rahmen der Resilienz- und Nachhaltigkeitsfazilität (RSF) erzielt. Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Exekutivdirektoriums und der Umsetzung vereinbarter Vorabmaßnahmen.Werden die Überprüfungen abgeschlossen, erhält Gambia zusätzliche Finanzmittel in Höhe von 20,73 Millionen SZR, was rund 28 Millionen US-Dollar entspricht. Die Gesamtauszahlungen im Rahmen der ECF- und RSF-Vereinbarungen würden damit auf 105,75 Millionen SZR beziehungsweise rund 142 Millionen US-Dollar steigen.
Das IWF-Team unter der Leitung von Eva Jenkner hielt sich vom 19. bis 30. Oktober 2026 zu Gesprächen über das Wirtschaftsreformprogramm des Landes und Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel in Banjul auf. Die Gespräche finden statt, während die Behörden im Rahmen der vom Fonds unterstützten Programme weiterhin fiskalische, strukturelle und Governance-Reformen umsetzen.
Wachstumsaussichten und politische Risiken
Nach Einschätzung des IWF bleibt die gambische Wirtschaft trotz externer Unsicherheit und Störungen der inländischen Energieversorgung widerstandsfähig. Das reale BIP-Wachstum wird für 2026 und 2027 auf jeweils 5,1 % prognostiziert. Unterstützt wird es durch das Baugewerbe, den Tourismus und Rücküberweisungen.Die Inflation sank im September 2026 von 7 % im April auf 6,1 %, liegt jedoch weiterhin über dem Zielwert der Zentralbank von Gambia von 5 %. Die Aussichten bleiben günstig, doch der Fonds verweist auf Abwärtsrisiken wie die Volatilität der globalen Rohstoffpreise, geopolitische Unsicherheit, Klimaschocks und anhaltende Schwächen im Energiesektor.
Der IWF betont, dass anhaltende Haushaltsdisziplin, ein besseres öffentliches Finanzmanagement, eine höhere finanzielle Tragfähigkeit des Energiesektors und schnellere Governance-Reformen wichtig bleiben, um die makroökonomische Stabilität zu bewahren. Diese Maßnahmen gelten zudem als entscheidend, um inklusives Wachstum, die Aktivitäten des Privatsektors und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern.
In unserem früheren Artikel zu den aktualisierten Prognosen des IWF für Subsahara-Afrika im Jahr 2026 haben wir erläutert, dass die Wachstumsprognose leicht angehoben wurde, sich die Inflationsentwicklung jedoch verschlechtert hat und die Region dadurch zu einem strengeren geldpolitischen Kurs gedrängt wird. Außerdem haben wir hervorgehoben, wie steigende Schuldendienstlasten, restriktivere globale Finanzierungsbedingungen und Klimarisiken wie El Niño die fiskalischen Puffer belasten und den Zugang zu Finanzierungen im Rahmen IWF-gestützter Programme erschweren könnten.
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