EBWE unterstützt den Ausbau von Batteriespeichern in Bulgarien mit einem Darlehen über 30 Mio. €
Bulgarien baut seine netzgebundene Batteriespeicherkapazität aus, da erneuerbare Energien und die Flexibilität des Stromsystems für die Energiewende des Landes immer wichtiger werden. Ein neues Finanzierungspaket für den Standort Tenevo im Südosten des Landes unterstützt eines der größten Speicherprojekte am Markt und ergänzt einen bestehenden Solar- und Batteriekomplex.
Das Wichtigste
- EBWE und Raiffeisen Bank International AG stellen Tenevo Solar Technologies jeweils 30 Mio. € für ein Batteriespeichersystem mit 246 MW Leistung und 512,5 MWh Speicherkapazität in Bulgarien bereit.
- Das Tenevo-Projekt im Umfang von 60 Mio. € erweitert die Speicherkapazität am Standort eines bestehenden Solar-PV-Kraftwerks mit 242 MWp. Ziel ist es, die Netzstabilität zu verbessern und mehr saubere Energie zu integrieren.
- Bulgariens Batteriespeicherkapazität liegt inzwischen bei über 6,2 GW und 19 GWh. Damit etabliert sich das Land als regionaler Vorreiter bei der Integration erneuerbarer Energien und der Dekarbonisierung.
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Finanzierung und Kapazität des Tenevo-Projekts
Wie die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung berichtet, gewährt die Bank Tenevo Solar Technologies ein Darlehen über 30 Mio. € für die Entwicklung eines Batteriespeicherprojekts im Südosten Bulgariens. Hinzu kommen 30 Mio. € an Parallelfinanzierungen von der Raiffeisen Bank International AG.Mit dem Finanzierungspaket über 60 Mio. € werden der Bau und der Betrieb eines Batteriespeichersystems in Tenevo finanziert. Die Anlage wird eine Leistung von 246 MW und eine Speicherkapazität von 512,5 MWh haben und damit zu den größten Batteriespeicherprojekten Bulgariens zählen.
Das Projekt entsteht am selben Standort wie ein bestehendes Solar-Photovoltaikkraftwerk mit 242 MWp, das ebenfalls von der EBWE und RBI finanziert wurde, sowie eine Batterieanlage mit 65 MW Leistung und einer Speicherkapazität von 260 MWh. Die neue Anlage erhöht die Speicherkapazität am Standort. Ziel ist es, die Netzstabilität zu verbessern und die Integration zusätzlicher sauberer Energie in das bulgarische Stromsystem zu unterstützen.
Tenevo Solar Technologies ist langjähriger Kunde der EBWE. Zuvor stellte die Bank 50 Mio. € für den Bau und Betrieb des vollständig marktfinanzierten Tenevo-Solar-PV-Kraftwerks bereit. Unterstützt wurde die Finanzierung durch eine Erstverlust-Risikodeckung im Rahmen des InvestEU-Rahmens für nachhaltigen Übergang der EBWE.
Beitrag zur bulgarischen Energiewende
Während Bulgarien den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen beschleunigt, gewinnen erneuerbare Energien und Batteriespeicher für die Dekarbonisierung des Stromsektors, eine höhere Flexibilität und mehr Energiesicherheit zunehmend an Bedeutung.Aktuellen Schätzungen zufolge verfügt Bulgarien inzwischen über Batteriespeicherkapazitäten von mehr als 6,2 GW und 19 GWh – einer der bedeutendsten Fortschritte des Landes bei der Energiewende. Dieser Ausbau macht Bulgarien zu einem regionalen Vorreiter bei der Integration erneuerbarer Energien und der Dekarbonisierung.
Seit 2023 arbeitete die EBWE mit dem bulgarischen Energieministerium an der Ausgestaltung von Förderprogrammen, wettbewerblichen Vergabeverfahren und der technischen Überprüfung von Projekten für erneuerbare Energien und Stromspeicher im Rahmen des bulgarischen Aufbau- und Resilienzplans. Im September 2026 wurden diese Programme abgeschlossen. Nach Angaben der Bank haben sie den bulgarischen Markt für erneuerbare Energien grundlegend verändert.
Manuela Naessl, Leiterin des EBWE-Büros in Bulgarien, sagt, das Tenevo-Projekt sei ein weiterer wichtiger Schritt beim Ausbau der Batteriespeicher des Landes und werde dazu beitragen, einen widerstandsfähigeren, sichereren und nachhaltigeren Stromsektor zu schaffen.
In unserem früheren Artikel über Mario Draghis Warnung vor einer restriktiven Geldpolitik haben wir seine Argumentation aufgegriffen, dass ein zu langes Halten der Zinssätze oberhalb des Wirtschaftswachstums die Schuldendynamik verschärfen und letztlich die für langfristiges Wachstum erforderlichen strukturellen Investitionen untergraben kann. Er betonte, dass Zentralbanken zwar der Inflationsbekämpfung Vorrang einräumen müssen, zugleich aber den niedrigsten mit Preisstabilität vereinbaren Zinspfad anstreben sollten, um produktive Investitionen nicht abzuwürgen. Ergänzend seien umfassendere EU-Maßnahmen zur Förderung von Investitionen und Produktivität nötig.
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