Ölpreis bricht um mehr als 6 % ein, da Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs wachsen

Ölpreis bricht um mehr als 6 % ein, da Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs wachsen
Ölpreis bricht angesichts Fortschritten bei US-iranischen Friedensgesprächen ein

​Die Öl-Futures gaben am Montag kräftig nach, nachdem diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Kriegs zwischen den USA und Iran Hoffnungen auf eine Erholung der gestörten Energieversorgung aus dem Nahen Osten weckten. Der Ausverkauf machte einen Teil der Rally im Oktober wieder zunichte, doch Risiken für Schifffahrt und Förderanlagen rund um den Persischen Golf belasteten weiterhin den Marktausblick.

Das Wichtigste

  • WTI verlor 6,48 %, Brent gab um 6,21 % nach.
  • US-iranische Friedensgespräche milderten unmittelbare Sorgen um die Versorgung.
  • Störungen der Schifffahrt und geschrumpfte Lagerbestände bleiben erhebliche Risiken.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die Dezember-Futures auf West Texas Intermediate fielen um 6,48 % auf 97,37 $ je Barrel, während die Januar-Brent-Futures um 6,21 % auf 106,39 $ nachgaben. Der Rückgang folgte auf Berichte über Verhandlungen iranischer Vertreter mit katarischen Vermittlern über ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Konflikts. Laut Reuters haben die Unterhändler bereits einen Entwurf für einen Friedensvorschlag ausgearbeitet; eine weitere Gesprächsrunde wird erwogen.

Diplomatische Fortschritte mildern unmittelbare Sorgen um die Versorgung

Iranische Unterhändler haben mehrere Tage lang Gespräche mit katarischen Vermittlern geführt und den Märkten damit einen möglichen Weg zur Eindämmung der Feindseligkeiten aufgezeigt. Teheran hat signalisiert, weiterhin für diplomatische Gespräche offen zu sein und zugleich seine militärische Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten.

Die Gespräche folgen auf erneute Angriffe auf Tanker, die durch die Straße von Hormus fahren, eine wichtige Route für den weltweiten Öltransport. Ein Abkommen, das die Sicherheit auf dieser Route verbessert, könnte zu verlässlicheren Lieferungen beitragen und die zusätzlichen Kosten senken, die beim Transport von Rohöl durch ein Konfliktgebiet entstehen.

Die Ölpreise waren im Oktober kontinuierlich gestiegen, da Anleger nach den US-Zwischenwahlen am 3. November eine weitere Eskalation befürchteten. Brent legte im Monatsverlauf um rund 14 % zu und erreichte den höchsten Stand seit sechs Monaten, obwohl Anzeichen für eine Erholung einiger regionaler Exporte vorlagen.

Die Rohölexporte Saudi-Arabiens stiegen im Oktober gegenüber September, wie aus Schifffahrtsdaten hervorgeht, obwohl die Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes anhielten.

Monatelange Störungen machen die Ölversorgung anfällig

Der Ende Februar begonnene Krieg hat die weltweiten Erdölvorräte erheblich belastet. Seit die Lieferungen durch die Straße von Hormus infolge des Konflikts gestört wurden, sind den Beständen nahezu 1 Milliarde Barrel entnommen worden, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Abu Dhabi National Oil Company.

Dadurch ist der Markt weiteren Unterbrechungen ausgesetzt, selbst wenn diplomatische Fortschritte die Preise vorübergehend senken.

Goldman Sachs hob kürzlich seine Brent-Prognose für Dezember von 90 $ auf 105 $ je Barrel an und prognostizierte für 2027 einen Durchschnittspreis von 88 $. Die Bank warnte außerdem, dass anhaltende Störungen der Förderung am Persischen Golf die Preise deutlich nach oben treiben könnten.

Friedensaussichten könnten den Ölausblick verändern

Der jüngste Rückgang zeigt, wie stark die Rohölpreise auf veränderte Erwartungen hinsichtlich der Versorgung aus dem Nahen Osten reagieren. Ein dauerhaftes Abkommen könnte die Risiken für die Schifffahrt verringern, die Exportströme verbessern und den Druck auf die Kraftstoffkosten weltweit mindern.

Die Verhandlungen haben jedoch noch nicht zu einem Waffenstillstand geführt, und Angriffe auf Tanker und Energieanlagen bleiben eine Gefahr. Goldman Sachs schätzt, dass Brent 2027 durchschnittlich 130 $ kosten könnte, wenn die Fördermenge am Persischen Golf deutlich unter dem früheren Niveau bleibt.

Für Verbraucher und Unternehmen sind die Folgen nicht auf die Finanzmärkte beschränkt. Anhaltend niedrigere Ölpreise könnten Transport- und Herstellungskosten senken, während erneute Kämpfe die Verluste vom Montag rasch wettmachen könnten.

Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass Golfstaaten Washington auffordern, eine neue Konfrontation mit Iran zu vermeiden.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.