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Die Diskussion um die Methodenvielfalt in den Wirtschaftswissenschaften erhält neue Impulse.
Thorsten Polleit, Chefökonom und Vertreter der Österreichischen Schule, unterstreicht die grundsätzliche Ablehnung der ''Mathematisierung der Ökonomie'' durch diese Denkrichtung. Laut Polleit bestehe der entscheidende Unterschied zu den Naturwissenschaften darin, dass es im Bereich des ''menschlichen Handelns'' keine ''homogenen, gleichmäßigen Beobachtungen'' gebe, aus denen sich naturgesetzliche Regelmäßigkeiten ableiten ließen. Die Vertreter dieser Schule distanzieren sich daher sowohl von der ''empirischen Ökonomie'' als auch von rein mathematischen Modellen. Ziel sei es, ein tieferes Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge zu entwickeln, das die Komplexität individuellen Handelns berücksichtigt.
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Polleit hatte zuletzt im Boom & Bust Report die Entwicklung der Zinsen analysiert und eine neue Aktienempfehlung abgegeben. Zudem machte er in einer weiteren Analyse deutlich, dass Rüstungsausgaben das Wirtschaftswachstum begrenzen. In beiden Fällen stellte er wirtschaftliche Prinzipien der Österreichischen Schule in den Vordergrund.