US-Aktien-Futures steigen, nachdem Trump neue Zölle auf Kanada pausiert

US-Aktien-Futures steigen, nachdem Trump neue Zölle auf Kanada pausiert
US-Futures steigen nach Verschiebung der Kanada-Zölle

​US-Aktien-Futures legten am Mittwoch leicht zu, nachdem Präsident Donald Trump eine neue Runde von Zöllen auf kanadische Importe verschoben hatte. Dies verschaffte den Märkten nach einem schwierigen Wochenstart vorübergehend Erleichterung. Die Gewinne blieben jedoch begrenzt, da Anleger weiterhin die erhöhten Anleiherenditen, Ölpreise und die jüngste Schwäche bei Technologieaktien abwogen.

Das Wichtigste

  • Dow- und S&P-500-Futures stiegen um 0,43 % bzw. 0,28 %.
  • Die Zollentlastung für Kanada verringerte das kurzfristige Risiko.
  • Anleger warten auf das Fed-Protokoll, um neue Hinweise zu den Zinsen zu erhalten.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die jüngsten Marktdaten zeigten, dass die Dow-Jones-Futures um 0,43 % auf 53.635 stiegen, während die S&P-500-Futures um 0,28 % auf 7.735,50 zulegten und die Nasdaq-100-Futures um 0,26 % auf 29.663,50 stiegen. Damit verbesserten sich die Kurse gegenüber dem früheren Handel, als die Futures nach der Zollankündigung uneinheitlich tendierten, wie Yahoo Finance berichtete. 

Verschiebung der Kanada-Zölle bietet begrenzte Erleichterung

Trump verschob die für ausgewählte kanadische Waren vorgesehenen Zölle von 50 % , die um Mitternacht in Kraft treten sollten, um drei Tage. Die Entscheidung folgte auf kurzfristige Verhandlungen zwischen US-Vertretern und der Regierung des kanadischen Premierministers Mark Carney.

Trump erklärte, die beiden Länder hätten eine Vereinbarung erzielt, die noch abschließend dokumentiert werden müsse. Die Pause beseitigt eine unmittelbare Quelle der Handelsunsicherheit, doch Fragen zu den Einzelheiten der Vereinbarung und zum längerfristigen Verhältnis zwischen Washington und Ottawa bleiben offen.

Die geplanten Zölle würden ausgewählte kanadische Produkte betreffen und nicht den gesamten Handelsfluss zwischen den beiden Ländern. Dennoch hat der Vorgang eine größere Bedeutung, da Washington Verhandlungen über die Zukunft des Handelsrahmens zwischen den USA, Mexiko und Kanada vorbereitet.

Die Erleichterung über Kanada hat den übrigen Belastungen für Aktien nicht die Wirkung genommen. Die Wall Street kommt von Verlusten, die teilweise durch steigende Treasury-Renditen, höhere Ölpreise und die Schwäche bei Technologieaktien ausgelöst wurden. Auch die asiatischen Märkte gaben deutlich nach und verstärkten damit das vorsichtige globale Umfeld.

Fed-Protokoll rückt in den Fokus

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Geldpolitik. Anleger warten auf das Protokoll der Juli-Sitzung der Federal Reserve, um weitere Einzelheiten zur Einschätzung der Währungshüter hinsichtlich Inflation und Zinsen zu erhalten.

Die Bedingungen am Anleihemarkt bleiben für Aktien besonders wichtig. Höhere Treasury-Renditen erhöhen die Finanzierungskosten und können die relative Attraktivität von Aktien verringern. Besonders zinssensitiv sind häufig hoch bewertete Technologieunternehmen.

Auch die Unternehmensergebnisse werden die Stimmung auf die Probe stellen. Die Ergebnisse von Target, Lowe's und TJX Companies werden neue Hinweise auf die Verbrauchernachfrage und das Ausgabeverhalten liefern.

Zollerleichterung trifft auf ein schwierigeres Marktumfeld

Der gleichzeitige Anstieg der drei wichtigsten US-Futures-Kontrakte deutet darauf hin, dass die Verschiebung der Zölle einen Teil der unmittelbaren Sorgen gemildert hat. Die Gewinne bleiben jedoch relativ begrenzt, insbesondere nach dem jüngsten Druck durch Anleihen, Energiemärkte und Technologieaktien.

Die nächste Richtung der Wall Street könnte daher weniger von der dreitägigen Zollpause als vielmehr von den Zinserwartungen abhängen. Das Fed-Protokoll könnte diese Erwartungen beeinflussen, indem es zeigt, wie uneinig sich die Währungshüter im Juli waren und wie besorgt sie weiterhin über die Inflation sind.

Zuvor berichteten wir, dass sich die Treasury-Renditen vor dem Fed-Protokoll von einem 19-Jahres-Hoch zurückziehen.

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