Karls-Chef plant Bibi-und-Tina-Freizeitpark bei Berlin als 60-Millionen-Euro-Investition
Westlich von Berlin entsteht auf einem früheren sowjetischen Militärgelände ein neuer Freizeitpark, der das touristische Angebot im Havelland deutlich ausweitet. Die für Juli 2027 geplante Anlage in Wustermark umfasst sechs Hektar und liegt direkt neben dem bestehenden Karls Erlebnis-Dorf.
Höhepunkte
- Karls-Chef Robert Dahl investiert über 60 Millionen Euro in den neuen Freizeitpark 'Bibi und Tina' an der B5 nahe Berlin, dessen Eröffnung nach vier Jahren Planung und Bau erfolgen soll.
- Zur Finanzierung nimmt Dahl erstmals seit neun Jahren wieder einen Kredit auf, plant für die Karls-Kette bis 2026 einen Umsatz von 250 Millionen Euro und eröffnet im Juli 2026 einen achten Erdbeerhof in Oberhausen.
- Bis 2035 entstehen auf dem 80 Hektar großen Areal fünf Hotels, Ferienhäuser für Familien und ein großer Wasserpark, wodurch langfristiger Besucherzuwachs und höhere regionale Einnahmen erwartet werden.
Projektumfang und Zeitplan in Wustermark
Wie BILD berichtet, investiert Karls-Chef Robert Dahl mehr als 60 Millionen Euro in den neuen Freizeitpark "Bibi und Tina" an der B5 in Brandenburg. Nach vier Jahren Planung und Bau soll sich die Anlage um den Martinshof, Pferde und Fahrgeschäfte drehen und damit ein weiteres großes Ausflugsziel im Umfeld von Berlin schaffen.Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sieht in dem Projekt eine neue Touristenattraktion für das Havelland. Zugleich verweist er darauf, dass die Gemeinde von den Gewerbesteuereinnahmen profitiert.
Der Investor ist in der Region bereits etabliert. Dahl hatte schon 2014 mehr als 20 Millionen Euro in das benachbarte Karls Erlebnis-Dorf investiert, das heute rund sieben Hektar groß ist und nach seinen Angaben jährlich etwa 1,3 Millionen Besucher anzieht.
Ausbaupläne und regionaler Freizeiteffekt
Vor dem Bau musste das belastete Gelände aufwendig vorbereitet werden. Nach Angaben Dahls wurden Kampfmittel, Munition und alte Tankstellen beseitigt, außerdem wurde der Boden teilweise bis in 13 Meter Tiefe abgetragen.Für die Finanzierung der Expansion nimmt der Unternehmer nach eigenen Angaben erstmals seit neun Jahren wieder einen Kredit auf. Hintergrund ist neben dem Freizeitpark auch der weitere Ausbau der Karls-Kette, die für 2026 einen Umsatz von 250 Millionen Euro plant und Mitte Juli 2026 einen achten Erdbeerhof in Oberhausen eröffnet.
Dahl wertet den neuen Park nicht als Konkurrenz zum benachbarten Karls Erlebnis-Dorf, sondern als zusätzlichen Anziehungspunkt, der Besucher zu längeren Aufenthalten und höheren Ausgaben bewegen soll. Auf dem insgesamt 80 Hektar großen Areal sind bis 2035 zudem fünf Hotels, Ferienhäuser für Familien und ein großer Wasserpark geplant.
In unserem früheren Artikel zur bevorstehenden Restrukturierung bei Volkswagen (VOW3) haben wir beleuchtet, warum die Vorstandssitzung am 9. Juli 2026 als möglicher Wendepunkt gilt – inklusive Diskussionen über umfangreiche Kostensenkungen, Stellenabbau und mögliche Werksschließungen in Deutschland. Außerdem ordneten wir die Kursbewegung von VOW3 technisch ein und wiesen darauf hin, dass der kurzfristige Aufwärtsimpuls durch überkaufte Indikatoren begrenzt sein kann. Damit liefert der Beitrag einen Einblick, wie stark große Investitions- und Umbaupläne die Erwartungen von Marktteilnehmern und die wirtschaftliche Perspektive am Standort beeinflussen.
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