CME Group führt Futures auf 55 wichtige US-Aktien ein
Die CME Group bringt Futures auf einzelne US-Aktien zurück auf den heimischen Markt und bietet Anlegern eine gehebelte Möglichkeit, Unternehmen wie Nvidia, Apple und SpaceX zu handeln, ohne deren Aktien zu kaufen. Die Börse setzt darauf, dass längere Handelszeiten, kleinere Kontrakte und eine stärkere Beteiligung von Privatanlegern dem Produkt eine bessere Chance geben als bei seinem erfolglosen Debüt vor mehr als zwei Jahrzehnten.
Höhepunkte
- CME führt Futures auf 55 US-Aktien ein.
- Das Angebot umfasst 55 Standard- und 22 Micro-Kontrakte.
- Der Handel wird 23 Stunden am Tag verfügbar sein.
- Die Hebelwirkung erhöht sowohl die Kapitaleffizienz als auch potenzielle Verluste.
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Laut Bloomberg beginnt der Handel mit den Kontrakten am Montag. Sie sind sowohl für Privatanleger konzipiert, die ein einfacheres gehebeltes Engagement suchen, als auch für Institutionen, die konzentrierte Aktienrisiken verwalten. Die CME hat mehr als 35 Intermediäre für den Privatkundenbereich gewonnen, um das Produkt zu vertreiben, während sie mit Optionen, gehebelten Exchange Traded Funds (ETFs) und Offshore-Derivateplattformen konkurriert.
Zwei Kontraktgrößen und längere Handelszeiten
Die CME Group führt 55 Standard-Single-Stock-Futures und 22 Micro-Kontrakte ein, die 55 große US-Unternehmen abdecken. Standardkontrakte repräsentieren in der Regel 100 zugrunde liegende Aktien, während Micro-Futures 10 Aktien abbilden, was sie für kleinere Konten zugänglicher macht.
Die bar abgerechneten Kontrakte werden 23 Stunden am Tag an fünf Tagen in der Woche gehandelt, sodass Anleger auf Quartalsberichte und andere Entwicklungen außerhalb der regulären Aktienmarktzeiten reagieren können. Ihr endgültiger Abrechnungswert basiert auf dem offiziellen Schlusskurs der zugrunde liegenden Aktie am Verfallstag.
Im Gegensatz zu Optionen müssen Händler bei Futures keine Variablen wie die implizite Volatilität oder den Zeitwertverfall bewerten. Anleger können direkt Long- oder Short-Positionen eingehen, wobei die Hebelwirkung sowohl Verluste als auch Gewinne vergrößern kann. Die CME gibt an, dass Outright-Positionen eine Initial- und Maintenance-Margin von mindestens 15 % des Kontraktwerts aufweisen müssen.
Ein zweiter Versuch nach einem früheren Scheitern
Single-Stock-Futures waren in den USA jahrelang faktisch verboten, bevor die Gesetzgebung im Jahr 2000 einen gemeinsamen Regulierungsrahmen schuf. Sie wurden 2002 eingeführt, konnten jedoch keine dauerhafte Liquidität anziehen und waren bis 2020 von den US-Börsen verschwunden. Die neuen CME-Kontrakte werden gemeinsam von der Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission beaufsichtigt.
Die CME kehrt in den Markt zurück, nachdem der Handel durch Privatanleger stark expandiert ist und mit Spannung erwartete Börsengänge zu einer Knappheit an verfügbaren Aktien geführt haben. Futures könnten Anlegern ein Engagement in beliebten Unternehmen ermöglichen, wenn die Aktienzuteilungen begrenzt sind, und gleichzeitig Vermögensverwaltern helfen, Portfolios abzusichern oder Short-Positionen zu verwalten.
Ein Test für den Appetit der Privatanleger
Die Einführung könnte den Zugang zu Derivaten erweitern, aber ihr Erfolg wird von der Liquidität, der Unterstützung durch Broker und dem Verständnis der Anleger abhängen. Futures sind in der Regel mit Kommissionen verbunden, und die Nachtmärkte können rund um Gewinnbekanntmachungen volatil werden.
Für die CME ist die Initiative auch ein strategischer Test. Wenn die Händler die Kontrakte annehmen, könnte die Börse eine stärkere Position bei Spekulationen und Absicherungen auf Einzelunternehmen gewinnen. Ein erneutes Scheitern würde zeigen, dass Optionen und gehebelte ETFs zu fest etabliert sind, um verdrängt zu werden.
Wir haben bereits früher darauf hingewiesen, dass die CME Group den Krypto-Handel auf 24/7 umstellt.
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