Was steckt hinter dem heutigen Wertverlust des Palladiumpreises?

Was steckt hinter dem heutigen Wertverlust des Palladiumpreises?
Palladium fällt heute um 5,14 %

Palladium (XPD) fiel um 5,14 %, da eine restriktive Haltung der US-Notenbank zu umfassenden Abverkäufen beim Metall führte, verstärkt durch gesunkene geopolitische Risikoprämien und strukturelle Veränderungen, die die langfristige Nachfrage verringern. Der Rückgang wird durch einen klaren Abwärtsimpuls gestützt, wobei die Preise deutlich unter den wichtigsten gleitenden Durchschnitten liegen und technische Signale die anhaltende Dominanz der Verkäufer über alle Zeiträume hinweg bestätigen.

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Höhepunkte

  • Die restriktive Geldpolitik der US-Notenbank und nachlassende geopolitische Risiken haben zu umfassenden Abverkäufen am Palladiummarkt geführt.
  • Strukturelle Veränderungen in der Automobilindustrie hin zu Elektrofahrzeugen und der von Nornickel prognostizierte Angebotsüberschuss bis 2027 belasten die langfristige Nachfrage.
  • Palladium handelt klar unter wichtigen gleitenden Durchschnitten, mit starkem Abwärtsmomentum und hoher Wahrscheinlichkeit einer Bewegung zwischen $1.106 und $1.239 in der kommenden Woche.

Liquidationen verstärken sich angesichts nachlassender Risiken und erwartetem Angebotsüberschuss

Die US-Notenbank hat ihre restriktive Geldpolitik beibehalten, was zu höheren Zinsen und breiten Abverkäufen am Palladiummarkt führte. Nachlassende geopolitische Spannungen senkten die Risikoprämie, die die Preise zuvor gestützt hatte. Strukturelle Veränderungen in der Automobilindustrie hin zu Elektrofahrzeugen erschweren die langfristige Palladiumnachfrage. Nornickel, ein bedeutender Produzent, prognostiziert bis 2027 einen Angebotsüberschuss bei Palladium.

Anton Kharitonov, Experte bei Traders Union, betont die klare Dominanz der Verkäufer in allen Zeitrahmen für Palladium. Er beobachtet den entschiedenen Bruch unter die wichtigsten gleitenden Durchschnitte und unterstreicht die bärische Struktur, wobei er anmerkt, dass es kein technisches Signal für eine Umkehr gibt. Kharitonov hebt hervor, dass nachlassende geopolitische Risiken und eine restriktive Fed die Stimmung weiter belastet haben. Auch die langfristigen Fundamentaldaten wirken negativ, insbesondere durch das Überangebot laut Nornickel-Prognosen. "Es gibt wenig Rechtfertigung für bullische Positionierungen, solange das Abwärtsmomentum und fundamentale Gegenwinde anhalten", warnt er.

Viktoras Karapetjanc, Experte bei Traders Union, sieht die jüngste Volatilität als Chance für mehrere taktische Setups für agile Trader. Er merkt an, dass zwar makroökonomische Risiken und Angebotsprognosen belasten, der Markt sich jedoch für eine technische Erholung innerhalb der erwarteten Spanne positionieren könnte. Karapetjanc sieht Chancen, wenn XPD/USD die Unterstützung bei $1.106 hält und wichtige Widerstände zurückerobert. Eine konstruktive Stimmung könnte sich rasch aufbauen, falls sich der Ton der Fed ändert oder neue Nachfragesignale auftreten. "Bei erhöhter Volatilität können flexible Teilnehmer Wachstums-Setups finden, während sich die Struktur neu ausrichtet", betont er.

Anhaltender Abwärtsdruck, da Preise wichtige technische Unterstützungen durchbrechen

XPD/USD notiert klar unter dem $1.287 MA-20, $1.381 MA-50 und $1.580 MA-200, was den deutlichen Abwärtsimpuls über kurze, mittlere und lange Zeiträume hinweg verstärkt. Der nächste Widerstand liegt bei $1.177, die Unterstützung bei $1.106, und die bärische Ausrichtung von MA-50 gegenüber MA-200 bestätigt die anhaltende Dominanz der Verkäufer zusätzlich. Die Momentum-Signale bleiben stark negativ: MACD und ADX zeigen weiterhin Abwärtsdruck, während der RSI bei 37,6 und der CCI bei -83,48 beide überverkaufte Bedingungen anzeigen. Der Stochastic RSI ist neutral im mittleren Bereich, der BBP liegt mit -30,21 tief im negativen Bereich, und auch der Awesome Oscillator signalisiert einen Abwärtstrend. XPD/USD stand unter deutlichem Intraday-Druck und wurde zuletzt bei $1.173 gehandelt, ein Minus von $63,57 oder 5,14 %, nahe dem Tagestief bei einer Intraday-Volatilität von 5,55 %. Es gibt keine Divergenz zwischen Intraday-Bewegung und Momentum-Signalen.

Zuvor wurde berichtet, dass Palladium anhaltendem Verkaufsdruck ausgesetzt war, wobei technische Indikatoren die dominante bärische Dynamik trotz kurzlebiger Preiserholungen bestätigten. Das aktuelle Umfeld verstärkt nicht nur diesen Abwärtstrend mit klaren Negativsignalen und schwächeren Nachfragetreibern, sondern erhöht auch das Risiko eines deutlichen Bruchs unter $1.106, was weiteren Abwärtsspielraum eröffnen könnte.

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