Was den jüngsten Preissprung beim Gold ausgelöst hat

Was den jüngsten Preissprung beim Gold ausgelöst hat
Gold steigt heute um 2,50 % auf 4.132,23 $

Gold (XAU) stieg um 2,50 %, nachdem der aktuelle ADP-Beschäftigungsbericht schwächer als erwartet ausfiel und Fed-Vorsitzender Kevin Warsh signalisierte, dass die Inflationsrisiken nachgelassen haben. Die Erholung scheint begrenzt, da das Edelmetall weiterhin unter seinen 20-, 50- und 200-Tage-Durchschnittslinien notiert und damit anhaltenden Verkaufsdruck widerspiegelt.

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XAU Preisvorhersage
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Aktueller Preis: $ 4124.39 92.82 2.30%
Geschlossen 07/02
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Höhepunkte

  • Die Volatilität beim Goldpreis hat zugenommen, ausgelöst durch schwächere US-Arbeitsmarkt- und Fabrikdaten sowie Fed-Signale für nachlassende Inflationsrisiken.
  • Trotz geopolitischer Spannungen und anhaltender Zentralbankkäufe lastet die Stärke des US-Dollars weiterhin auf dem Gold-Ausblick.
  • Die technische Analyse signalisiert anhaltenden bärischen Druck: Gold notiert unter wichtigen gleitenden Durchschnitten und es besteht eine 80%ige Wahrscheinlichkeit für eine Bewegung in Richtung 4.049–4.115 $ in der kommenden Woche.

Volatiler Goldpreis: Fed-Signale treffen auf starken Dollar

Gold zeigte in den letzten Sitzungen starke Schwankungen, ausgelöst durch einen schwächeren ADP-Arbeitsmarktbericht, sinkende Fabrikkosten und Aussagen des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh, dass Inflationsrisiken nachgelassen hätten. Geopolitische Unsicherheiten und die anhaltende Stärke des US-Dollars erhöhten den Abwärtsdruck, während verstärkte Zentralbankkäufe und Marktsorgen für etwas Unterstützung sorgten. Die Entwicklung von Gold dürfte weiterhin empfindlich auf US-Geldpolitik, globale Zinsen und geopolitische Ereignisse reagieren.

Anton Kharitonov, Experte bei Traders Union, sieht die jüngste Gold-Erholung trotz des kurzen Anstiegs nach schwachen ADP-Arbeitsmarktdaten und Fed-Rhetorik als fragil an. Er betont, dass das anhaltende Scheitern von Gold, selbst den 20-Tage-Durchschnitt zurückzuerobern, die Dominanz der Verkäufer unterstreicht. Obwohl technische Indikatoren auf Überverkauft stehen, bleibt der Trend klar bärisch, weshalb Kharitonov bei Aufwärtsbewegungen vorsichtig bleibt. Die jüngsten Zentralbankkäufe und die Volatilität erhöhen die kurzfristige Unsicherheit zusätzlich. „Solange XAU/USD unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten bleibt und die Abwärtsrisiken dominieren, bleibe ich skeptisch gegenüber einer nachhaltigen Erholung“, resümiert er.

Viktoras Karapetjanc, Experte bei Traders Union, hebt das konstruktive Umfeld hervor: Die Zentralbanknachfrage und die dovishe Haltung des neuen Fed-Chefs schaffen ein unterstützendes Umfeld für Gold. Er sieht die Widerstandsfähigkeit angesichts des starken US-Dollars und der jüngsten Volatilität als positives Signal für längerfristiges Aufwärtspotenzial. Karapetjanc ist überzeugt, dass die verbesserte geldpolitische Lage und anhaltende geopolitische Risiken mehrere bullische Setups innerhalb der definierten Handelsspanne bieten. „Trotz kurzfristiger Widerstände sehe ich Potenzial für erneutes Wachstum bei XAU/USD, solange die bullische Struktur oberhalb von 4.115 $ intakt bleibt“, so seine Einschätzung.

Jainam Mehta, Marktstratege, stellt fest, dass das aktuelle Seitwärtsmuster von Gold die Unsicherheit widerspiegelt, die aus widersprüchlichen makroökonomischen Faktoren und technischen Signalen resultiert. Er sieht die Divergenz zwischen den Oszillatoren als mögliches Setup für einen taktischen Kontra-Trade, falls ein Ausbruch erfolgt. Mehta empfiehlt, die 4.115 $ als entscheidenden Wendepunkt für Momentum-Wechsel zu beobachten. „Angesichts des volatilen Umfelds sehe ich die Range als Chance für kurzfristige taktische Trades, insbesondere wenn die Volatilität erneut anzieht“, rät er.

Bärischer Trend hält an: Verkaufsdruck und widersprüchliche Signale dominieren

XAU/USD notiert unter den 20-, 50- und 200-Tage-Durchschnittslinien (4.153 $, 4.389 $ und 4.639 $) und bestätigt damit den anhaltenden Verkaufsdruck auf kurzfristiger, mittlerer und langfristiger Basis. Der übergeordnete Trend bleibt bärisch, was durch die MA-50- vs. MA-200-Bärenausrichtung sowie die kurzfristige Obergrenze bei 4.142 $ und die Untergrenze bei 4.115 $ belegt wird. Auf der Momentum-Seite zeigen sowohl MACD als auch ADX weiterhin Abwärtsdruck. Der RSI liegt bei 36,44 und signalisiert eine leicht überverkaufte Lage. Der Stochastic RSI zeigt leicht nach oben, ändert aber nichts am insgesamt bärischen Bild, und der Commodity Channel Index (CCI) bleibt auf Verkauf. Bull/Bear Power (BBP) ist weiterhin positiv, was auf eine kurzfristige Dominanz der Käufer beim Intraday-Momentum hindeutet, doch das „Überkauft“-Label begrenzt das Aufwärtspotenzial. XAU/USD eröffnete nahezu unverändert und stieg rasch auf Tageshoch, mit einer Intraday-Volatilität von 2,82 % und Kursen nahe dem oberen Ende der Tagesrange. Die Divergenz zwischen den Oszillatoren mahnt zur Vorsicht in beide Richtungen.

Früher stellten Analysten fest, dass Gold eine erhöhte Volatilität aufwies, bedingt durch geopolitische und regulatorische Einflüsse, die die Nachfrage nach sicheren Häfen stützten und zu einem gemischten technischen Bild führten. Die jüngsten datengetriebenen Schwächen und Fed-Kommentare verstärken nun die bestehenden Abwärtsrisiken, sodass Durchbrüche unter 4.115 $ für Trader in den kommenden Sitzungen im Fokus stehen.

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