Intel und AMD weiten Server-CPU-Zusagen in China bei steigenden Preisen aus
Intel und Advanced Micro Devices streben längere Abnahmeverpflichtungen von chinesischen Serverkunden an, da die Nachfrage nach Rechenzentrumsprozessoren steigt und die Preise anziehen. Dieser Wandel zeigt, wie der Boom der künstlichen Intelligenz das Angebot über Grafikchips hinaus verknappt und die Beschaffung im gesamten Computing-Markt verändert.
Höhepunkte
- Intel und AMD streben Verpflichtungen mit einer Laufzeit von einem Jahr oder länger an.
- Einige CPU-Preise in China sind in diesem Jahr um mehr als 40 % gestiegen.
- Die Lieferzeiten haben sich auf bis zu sechs Monate verlängert.
- Die Nachfrage nach KI-Infrastruktur weitet sich über GPUs hinaus aus.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Laut Reuters diskutieren die US-Chiphersteller über Vereinbarungen, die üblicherweise Abnahmemengen für etwa ein Jahr sichern, wobei einige Verpflichtungen zwei Jahre oder länger laufen könnten. Die Preise würden im Allgemeinen offen bleiben statt fixiert zu werden, sodass die Lieferanten profitieren können, wenn sich der Markt weiter festigt.
KI-Nachfrage weitet sich über GPUs hinaus aus
Moderne KI-Rechenzentren sind auf mehr als nur High-End-Grafikprozessoren angewiesen. Sie benötigen auch eine große Anzahl an Zentraleinheiten (CPUs), um Server, Speicher, Netzwerke und Inference-Workloads zu unterstützen. Diese Nachfrage hat den Druck auf Produkte erhöht, die zuvor leichter zu beschaffen waren als KI-Beschleuniger oder Speicherchips.
In China haben die monatlichen Preissteigerungen bei einigen Serverprozessoren 10 % überschritten, während bestimmte Produkte seit Jahresbeginn um mehr als 40 % teurer geworden sind. Intel hat Kunden gewarnt, dass sich die Lieferzeiten für einige Prozessoren auf bis zu sechs Monate verlängern könnten.
Die entstehende Vertragsstruktur ähnelt den Entwicklungen auf dem Speicherchip-Markt, wo Knappheit die Käufer dazu veranlasst hat, Vorräte weit im Voraus zu reservieren. Längere Verpflichtungen würden Intel und AMD eine bessere Sichtbarkeit der künftigen Nachfrage ermöglichen, ohne sie zur Festschreibung von Preisen zu zwingen.
Chinesische Käufer stehen vor höheren Kosten
Der Lieferengpass könnte die Expansionspläne chinesischer Cloud-Anbieter und Internetunternehmen, die KI-Dienste aufbauen, erschweren. Längere Wartezeiten und höhere Prozessorpreise könnten die Kosten für den Einsatz von Rechenzentrums-Racks, Computing-Clustern und nationalen Infrastrukturprojekten erhöhen.
China bleibt einer der weltweit größten Servermärkte, auch wenn US-Beschränkungen den Zugang zu einigen fortschrittlichen KI-Grafikprozessoren einschränken. Dies hat die Bedeutung von CPUs und anderen Infrastrukturkomponenten erhöht und den Wettbewerb um Intel Xeon- und AMD EPYC-Chips verschärft.
Intel-Chef Lip-Bu Tan sagte im April, dass die Nachfrage weiterhin das Angebot übersteige, insbesondere bei Xeon-Prozessoren. AMD hat unterdessen seine Prognose für den Server-CPU-Markt auf mehr als 120 Milliarden US-Dollar bis 2030 angehoben und verwies dabei auf die Nachfrage im Zusammenhang mit agentischen KI-Workloads.
Eine breitere KI-Angebotsbeschränkung
Die Gespräche deuten darauf hin, dass der KI-Investitionszyklus beginnt, die konventionelle Server-Hardware umzugestalten, nicht nur spezialisierte Beschleuniger. Anhaltende Engpässe könnten chinesische Technologieunternehmen dazu zwingen, höhere Kosten, langsamere Implementierungen und weniger Flexibilität bei der Sicherung von Ausrüstung zu akzeptieren.
Für Intel und AMD würden längere Verträge die Preismacht stärken und künftige Verkäufe berechenbarer machen. Sie würden auch den Druck erhöhen, die Produktion auszuweiten, da sich der Markt für Serverprozessoren auf den von AMD prognostizierten Wert von mehr als 120 Milliarden US-Dollar bis 2030 zubewegt.
Zuvor berichteten wir, dass AMD seine KI-Ambitionen mit einer bedeutenden Investition in Anthropic ausbaut.
- Forex
- Crypto