Claude Opus 4.6 im Zusammenhang mit Krypto-Exploit in Höhe von 1,78 Millionen Dollar

Claude Opus 4.6 im Zusammenhang mit Krypto-Exploit in Höhe von 1,78 Millionen Dollar
Claude Opus 4.6 im Mittelpunkt der 1,78 Mio. $ teuren Moonwell-Ausbeutung

Anthropic hat die nächste Generation seiner Modelle - Claude Opus 4.6 und Sonnet 4.6 - mit Kontextfenstern von bis zu 200.000 Token, adaptivem Denkmodus und verbesserten Kodierungswerkzeugen vorgestellt. Claude Opus 4.6 wurde jedoch bereits in eine Kontroverse hineingezogen, nachdem das DeFi-Protokoll Moonwell aufgrund eines Smart-Contract-Fehlers Verluste in Höhe von 1,78 Mio. US-Dollar erlitt.

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Das Unternehmen positioniert Claude 4.6 als Modell für den Agentenbau und die Softwareentwicklung. Opus 4.6 unterstützt bis zu 128.000 Output-Token, einen adaptiven Denkmodus, freie Codeausführung in Verbindung mit Webtools und neue dynamische Filterfunktionen.

Am 15. Februar erlitt Moonwell, das auf Basis von Base und Optimism arbeitet, Verluste nach einem Orakel-Update im Rahmen des Governance-Vorschlags MIP-X43. Ein Teil des Codes wurde mit Claude Opus 4.6 generiert oder bearbeitet, berichtete Cryptopolitan.

cbETH-Fehlbewertung löste Liquidationen aus

Aufgrund eines Fehlers wurde Coinbase Wrapped Ether (cbETH) mit etwa 1,12 Dollar bewertet, statt mit seinem tatsächlichen Marktpreis von fast 2.200 Dollar. Der Code rief den cbETH/ETH-Wechselkurs ab, behandelte ihn aber so, als ob er auf US-Dollar lauten würde.

Dies führte zu massenhaften Liquidationen, die es den Nutzern ermöglichten, etwa 1 $ Schulden zurückzuzahlen und Sicherheiten im Wert von Tausenden zu erhalten. Das Protokoll reduzierte die Obergrenze für Kredite schnell auf 0,01, aber einige Verluste waren bereits eingetreten. Der Gesamtschaden wurde auf 1,78 Mio. $ geschätzt.

Moonwell sagte, das Problem sei auf den cbETH Core Market auf Base beschränkt und habe keine Auswirkungen auf andere Märkte.

Debatte über Vibe-Codierung verschärft sich

Der Vorfall hat die Debatte über den Einsatz von KI in der Softwareentwicklung neu entfacht. Die Prüfer betonten, dass die Verantwortung nicht nur beim Modell liegt, sondern auch bei den Entwicklern und Prüfern, die den Code in der Produktion einsetzen.

Das Blockchain-Sicherheitsunternehmen SlowMist wies auf eine Schwachstelle in der Orakelformel und ein Versagen der menschlichen Aufsicht hin. Frühere Untersuchungen haben Dutzende kritischer Schwachstellen in Anwendungen identifiziert, die mit gängigen KI-Codierungstools erstellt wurden.

Im Dezember 2025 gab Anthropic bekannt, dass eine frühere Claude-Version in der Lage war, Schwachstellen in Smart Contracts in einer simulierten Umgebung unabhängig zu identifizieren und auszunutzen.

Durchbruch und neue Risiken

Die Einführung von Claude 4.6 unterstreicht, wie schnell KI-Tools in die Entwicklung von Finanzinfrastrukturen integriert werden. Erweiterte Argumentations- und Programmierfähigkeiten senken die Hürden für die Entwicklung komplexer Anwendungen.

Gleichzeitig verdeutlicht der Fall Moonwell das Hauptrisiko: Automatisierung ohne strenge Prüfung kann ebenso schnell zu Fehlern führen wie Innovation. Für die DeFi-Branche signalisiert der Vorfall die Notwendigkeit strengerer Überprüfungsprozesse und einer mehrschichtigen Aufsicht bei der Integration von KI in Entwicklungsabläufe.

Am 5. Februar 2026 veröffentlichten OpenAI und Anthropic am selben Tag ihre neuesten Flaggschiff-Codiermodelle.

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