Meta plant Stablecoin-Auszahlungen für Creator auf Facebook und Instagram

Meta plant Stablecoin-Auszahlungen für Creator auf Facebook und Instagram
Meta integriert Stablecoins von Drittanbietern bei der Erweiterung 2026

Meta Platforms Inc. bereitet sich darauf vor, Stablecoins von Drittanbietern für Auszahlungen an Urheber von Inhalten auf Facebook, Instagram und WhatsApp in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 zu integrieren. Die Initiative zielt darauf ab, internationale Zahlungen zu rationalisieren, insbesondere kleinere Überweisungen von etwa 100 US-Dollar, die derzeit durch hohe Bankgebühren und Devisenkosten belastet sind.

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Im Rahmen des Projekts plant Meta nicht, seinen eigenen Stablecoin herauszugeben, sondern wird sich stattdessen auf die Infrastruktur eines Partners verlassen und eher als Vertriebskanal denn als Emittent von digitalen Dollars fungieren, berichtet Crypto News.

Diese Strategie unterscheidet sich von dem früheren Libra/Diem-Projekt des Unternehmens, das zwischen 2019 und 2022 eine globale Währung schaffen wollte, aber schließlich aufgrund von regulatorischem Druck eingestellt wurde. Meta beginnt den Prozess mit der Einholung von Angeboten von Infrastrukturanbietern, hat aber noch keine endgültige Partnerauswahl bekannt gegeben.

Stripe's Bridge und regulatorische Änderungen öffnen die Tür

Der wichtigste potenzielle Partner soll Bridge sein, eine Plattform, die von Stripe im Jahr 2024 für rund 1,1 Milliarden US-Dollar übernommen wurde. Im Februar 2026 erhielt Bridge vom Office of the Comptroller of the Currency (OCC) die bedingte Genehmigung, eine nationale Treuhandbank zu gründen, die es dem Unternehmen ermöglicht, Stablecoins auszugeben, Verwahrungsdienstleistungen anzubieten und Rücklagen unter staatlicher Aufsicht zu verwalten.

Dies stellt eine bedeutende Entwicklung dar, da Bridge im Rahmen des im Juli 2025 verabschiedeten GENIUS-Gesetzes tätig werden kann, das eine bundesstaatliche Rechtsstruktur für reservengestützte Zahlungsstablecoins in den Vereinigten Staaten geschaffen hat. Die Genehmigung des OCC spiegelt das wachsende Interesse der Aufsichtsbehörden am Aufbau einer stabilen Infrastruktur für digitale Dollars wider und verringert potenziell die rechtlichen Risiken für groß angelegte Technologieintegrationen.

Meta hat nicht bekannt gegeben, welche spezifischen Stablecoins unterstützt werden, ob die Integration direkt auf der Blockchain-Ebene oder über eine abstrahierte Zahlungsschnittstelle erfolgen wird oder welche Länder als Pilotmärkte dienen werden. Das Unternehmen hat auch nicht geklärt, wie die Verwahrung der Wallets und die Compliance-Anforderungen gehandhabt werden sollen.

Stablecoins als Instrument für Massenauszahlungen

Die Integration von Stablecoins in das Meta-Ökosystem könnte die Transaktionskosten für internationale Auszahlungen erheblich senken, insbesondere für kleinere Beträge um 100 US-Dollar, bei denen herkömmliche Banküberweisungen oft ineffizient und teuer sind.

Stablecoins, die an den US-Dollar gekoppelt sind, ermöglichen eine nahezu sofortige Abwicklung mit niedrigen Gebühren und ohne Währungsumrechnung, wodurch sie sich gut für grenzüberschreitende Transaktionen eignen. Stablecoin-basierte Zahlungsnetzwerke werden bereits in verschiedenen Produkten und Dienstleistungen eingesetzt, um internationale Überweisungen zu beschleunigen und zu verbilligen, was Meta zu einem potenziellen Hauptakteur in diesem Bereich macht.

Der breitere Stablecoin-Infrastrukturkontext

Die Genehmigung der OCC-Charta von Bridge ist Teil einer breiteren Welle von Bemühungen, die Stablecoin-Infrastruktur unter regulierte Bundesaufsicht zu stellen. Neben Bridge haben mehrere Unternehmen - darunter Circle, Ripple, Paxos, Fidelity Digital Assets und BitGo - Ende 2025 ähnliche bedingte Genehmigungen von der OCC erhalten, was auf ein wachsendes institutionelles Interesse und den Wunsch hinweist, innerhalb des formalen US-Bankensystems zu operieren.

Vor diesem Hintergrund sieht sich Meta mit einem klareren regulatorischen Umfeld konfrontiert als das Diem-Projekt, bei dem die Regulierungsbehörden Bedenken hinsichtlich des Einflusses eines Privatunternehmens auf den globalen Zahlungsverkehr äußerten. Der neue Ansatz - die Nutzung bestehender Stablecoins innerhalb einer regulierten Infrastruktur - senkt die Eintrittsbarrieren und legt den Grundstein für eine breitere Akzeptanz von Digitaldollars.

Kürzlich schrieben wir, dass Bloomberg Intelligence schätzt, dass die Stablecoin-Einnahmen von Coinbase um das Zwei- bis Siebenfache steigen könnten , wenn sich die Annahme von USDC im Zahlungsverkehr beschleunigt. Stablecoin-bezogene Einnahmen machen bereits etwa 19 % der Gesamteinnahmen von Coinbase im Jahr 2025 aus, was größtenteils auf die Umsatzbeteiligungsvereinbarung mit Circle zurückzuführen ist.

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