Coinbase kritisiert neue US-Steuerberichterstattungsvorschriften für Kryptowährungen
In den Vereinigten Staaten wird über neue Steuererklärungsregeln für Kryptowährungen diskutiert. Die Krypto-Börse Coinbase sagt, dass das vorgeschlagene System unnötigen bürokratischen Druck für Millionen von Nutzern schaffen könnte.
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Die Diskussion dreht sich um ein neues Formular 1099-DA, das der U.S. Internal Revenue Service (IRS) für die Meldung von Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten einführen will. Das Dokument zielt darauf ab, Kryptowährungsoperationen unter denselben Berichtsrahmen zu bringen, der bereits für Aktien und andere Finanzinstrumente gilt, berichtet CoinDesk.
Formular 1099-DA und Änderungen der Meldevorschriften
Gemäß den neuen Anforderungen müssen Krypto-Broker wie Coinbase und Kraken Informationen über die Transaktionen ihrer Kunden mit digitalen Vermögenswerten an die Steuerbehörde melden. Das Formular 1099-DA erfasst die Bruttoerlöse aus dem Verkauf digitaler Vermögenswerte und ermöglicht es den Regulierungsbehörden, detailliertere Daten über die Transaktionsströme zu erhalten.
Gleichzeitig hat die IRS Änderungen an der Art und Weise vorgeschlagen, wie diese Formulare zugestellt werden. Nach dem Regelungsentwurf sollen Makler die Formulare elektronisch übermitteln können, ohne dass sie Papierkopien bereitstellen müssen. "Die vorgeschlagenen Vorschriften würden Makler im Allgemeinen nicht dazu verpflichten, die 1099-DA-Abrechnungen in Papierform an Kunden auszuhändigen, die dem Erhalt dieser Abrechnungen auf elektronischem Wege nicht zustimmen", heißt es in dem IRS-Vorschlag.
Coinbase hat bereits mit dem Versand der Formulare an seine US-Kunden begonnen. Im laufenden Steuerjahr wird die Börse nur die Bruttoerlöse aus dem Verkauf digitaler Vermögenswerte an den IRS melden. Die Nutzer müssen ihren tatsächlichen Gewinn oder Verlust selbst berechnen.
Warum Coinbase einige der Anforderungen ablehnt
Das Unternehmen argumentiert, dass das neue System für gewöhnliche Anleger, insbesondere für Kleinanleger, übermäßig kompliziert sein könnte. Coinbase Vice President of Tax Lawrence Zlatkin sagte, dass die Regeln die Meldung von Transaktionen erfordern, die oft wenig steuerliche Bedeutung haben.
"Ehrlich gesagt ist der Transaktionsfluss so gering, dass ich nicht weiß, warum wir uns als Land darauf konzentrieren sollten", sagte Zlatkin. Seiner Meinung nach kann die Meldung von Geschäften im Wert von nur einigen Dutzend Dollar die Steuererklärung für die Nutzer einfach schwieriger machen.
Ein weiterer Punkt, der Anlass zur Sorge gibt, ist die Meldung von Gasgebühren - kleine Blockchain-Transaktionskosten, die sich manchmal auf weniger als einen Dollar belaufen können. Die Regeln gelten auch für Transaktionen mit Stablecoins wie USDC, deren Wert stabil bleiben soll.
Wie sich die neuen Regeln auf den Markt auswirken könnten
Das Formular 1099-DA ist Teil der umfassenderen Bemühungen der US-Regulierungsbehörden, Kryptowährungen in das bestehende Finanzsystem zu integrieren. Die Steuerbehörden glauben, dass eine standardisierte Berichterstattung Fehler und Untererfassung bei Steuererklärungen reduzieren könnte.
Gleichzeitig bleibt der Kryptomarkt aus Sicht der Buchhaltung komplex. Anleger bewegen häufig Vermögenswerte zwischen Börsen und Wallets, tauschen Token und interagieren mit dezentralen Diensten. In solchen Fällen kann die Berechnung des Kaufpreises und des tatsächlichen Gewinns zusätzliche Nachverfolgung erfordern.
Aus diesem Grund entwickeln viele Kryptounternehmen automatisierte Tools, die den Nutzern bei der Berechnung ihrer Steuerbasis helfen. Coinbase zum Beispiel plant, solche Funktionen im nächsten Steuerjahr einzuführen, um die Berichterstattung für seine Kunden zu vereinfachen.
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