CFTC lockert Meldepflichten für Prognosemärkte
Das Personal der U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat einen No-Action Letter in Bezug auf Prognosemärkte herausgegeben. Das Dokument befreit solche Plattformen faktisch von bestimmten Anforderungen zur Meldung von Swap-Daten und zur Aufzeichnungspflicht.
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Laut der Erklärung werden die Abteilungen für Marktübersicht, Clearing und Risiko der CFTC der Aufsichtsbehörde nicht empfehlen, Durchsetzungsmaßnahmen gegen benannte Vertragsmärkte (DCMs) und Clearing-Organisationen einzuleiten, wenn diese die entsprechenden Meldepflichten nicht erfüllen.
Warum das Schreiben herausgegeben wurde
„Diese Position erfolgte als Reaktion auf zahlreiche Anfragen von DCMs und DCOs, die Ereigniskontrakte listen und abrechnen“, hieß es in der Erklärung. Die CFTC merkte an, dass die Entscheidung darauf abzielt, die Prüfung solcher Anfragen zu rationalisieren und eine einheitliche Behandlung der Marktteilnehmer zu gewährleisten.
Der No-Action Letter wurde veröffentlicht, um regulatorische Unsicherheiten bei Plattformen, die Ereigniskontrakte anbieten, zu beseitigen. Formal können solche Instrumente unter die Definition von „Swaps“ fallen, da sie von Ereignissen mit binären Ergebnissen abhängen.
Das Schreiben stellt fest, dass diese Kontrakte zwar die Definition eines Swaps erfüllen können, sie jedoch an DCMs und nicht an Swap-Execution-Facilities gehandelt werden. Gleichzeitig ähneln ihre Merkmale eher Futures und Optionen auf Futures: Sie verfügen über standardisierte Bedingungen, Börsenhandelsprotokolle, Fungibilität und die Möglichkeit zum Positionsausgleich.
Infolgedessen können Unternehmen bestimmte Ereigniskontrakte direkt an die CFTC in einem Format melden, das der Berichterstattung für Futures und Optionen ähnelt.
Das Schreiben listet derzeit 19 Begünstigte auf, darunter Polymarket US, Kalshi, Gemini Titan und Bitnomial. Die CFTC stellte zudem klar, dass andere Unternehmen, die Ereigniskontrakte listen möchten, eine ähnliche No-Action-Position beantragen können.
Führende Prognosemärkte
Kalshi und Polymarket bleiben die Hauptakteure im Sektor der Prognosemärkte. Kalshi konzentriert sich auf den regulierten US-Markt: Die Plattform bietet Ereigniskontrakte unter CFTC-Aufsicht an und expandiert aktiv von Privatkunden hin zu institutionellen Teilnehmern. Polymarket hingegen hat sich als globale, krypto-orientierte Plattform etabliert und wurde insbesondere durch Märkte bekannt, die an politische, wirtschaftliche und Kryptowährungs-Ereignisse geknüpft sind. Der Wettbewerb zwischen Kalshi und Polymarket prägt nun maßgeblich die Entwicklung des gesamten Sektors.
Gleichzeitig wird der Markt zunehmend wettbewerbsintensiv, wobei große Finanz- und Kryptounternehmen wachsendes Interesse zeigen. Zu den neuen Marktteilnehmern und Konkurrenten gehören Gemini Titan, Bitnomial, LedgerX/MIAX und andere Plattformen, die regulatorische Klarheit suchen und eigene Ereigniskontrakte einführen wollen. Das Interesse großer Akteure zeigt, dass Prognosemärkte allmählich über ein Nischenprodukt hinausgehen und zu einem eigenständigen Segment an der Schnittstelle von Derivaten, Krypto und Online-Trading werden.
Zur Erinnerung: Die CFTC erhielt gemischtes Feedback zu den vorgeschlagenen Regeln zur Regulierung von Prognosemärkten.
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