BlackRock und JPMorgan verschärfen das Rennen um tokenisierte Treasury-Vermögenswerte

BlackRock und JPMorgan verschärfen das Rennen um tokenisierte Treasury-Vermögenswerte
BlackRock und JPMorgan steigen in den Markt für Stablecoin-Reserven ein

​BlackRock und JPMorgan läuten eine neue Phase im Wettbewerb um Stablecoin-Reserven ein: Große Finanzgruppen fördern tokenisierte Geldmarktfonds als regulierte Alternative zu traditionellen Reserven. Für die Wall Street ist dies längst kein Blockchain-Experiment mehr, sondern der Versuch, sich einen festen Platz in der Infrastruktur eines schnell wachsenden Marktes zu sichern, der klare Instrumente zur Liquiditätsaufbewahrung benötigt.

Höhepunkte

  • BlackRock und JPMorgan zielen mit tokenisierten Geldmarktfonds auf Stablecoin-Reserven ab.
  • JPMorgan hat JLTXX auf Ethereum gestartet und wird zum Start 100 Millionen US-Dollar in den Fonds investieren.
  • Der Markt für tokenisierte Treasuries wird auf etwa 13,9 Milliarden US-Dollar geschätzt.

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Ethereum wird zur Hauptplattform

Laut CoinGape bereiten BlackRock und JPMorgan Produkte vor, die es ermöglichen, einen Teil der Stablecoin-Reserven in tokenisierten US-Staatsanleihen zu halten. Dieses Format hat nach dem Inkrafttreten des GENIUS Act mehr Aufmerksamkeit erhalten, da das Gesetz Stablecoin-Emittenten erlaubt, tokenisierte Geldmarktfonds als Reservevermögen zu nutzen.

Der Markt für tokenisierte US-Staatsanleihen ist etwa 13,9 Milliarden US-Dollar wert. Ethereum macht über 50 % der Aktivitäten aus, gefolgt von der BNB Chain mit einem Anteil von über 20 %. Die Position von Ethereum ist besonders stark, da hier bereits die höchste Konzentration an Stablecoins und tokenisierten Treasury-Produkten besteht.

JPMorgan hat bereits die Einführung seines zweiten tokenisierten Geldmarktfonds auf öffentlichem Ethereum angekündigt. Der JPMorgan OnChain Liquidity-Token Money Market Fund, kurz JLTXX, steht qualifizierten Investoren über Morgan Money zur Verfügung und soll Stablecoin-Emittenten gemäß dem GENIUS Act unterstützen. JPMorgan Asset Management investiert zum Start 100 Millionen US-Dollar in den Fonds, auch Anchorage Digital ist beteiligt. Der Fonds investiert ausschließlich in US-Staatsanleihen und Übernacht-Rückkaufvereinbarungen, die vollständig durch Staatsanleihen oder Bargeld gedeckt sind.

BlackRock konzentriert sich derweil darauf, blockchain-basierte Aufzeichnungen in einen bestehenden Liquiditätsfonds im Wert von rund 7 Milliarden US-Dollar zu integrieren. Das Unternehmen hat zudem Unterlagen für eine neue Struktur eingereicht, die auf Stablecoin-Reserven abzielt. Beide Produkte sind für Ethereum konzipiert und setzen BlackRocks breitere Strategie im Bereich tokenisierter Treasury-Produkte fort.

Reserven werden zum neuen Schlachtfeld

Stablecoin-Emittenten müssen ihre Reserven in sicheren und liquiden Vermögenswerten halten, wobei kurzfristige US-Staatsanleihen bereits zur natürlichen Basis dieser Absicherung geworden sind. Können diese Vermögenswerte in tokenisierter Form gehalten und übertragen werden, erhalten Banken und Vermögensverwalter Zugang zu einer neuen Quelle für Gebühren und Liquidität.

JPMorgan gibt an, dass bereits rund 30 Milliarden US-Dollar an traditionellen Vermögenswerten auf öffentlichen Blockchains tokenisiert wurden, während sich die Vermögenswerte in On-Chain-Produkten seit Anfang 2024 nahezu verdreifacht haben. Gleichzeitig wird das Segment der tokenisierten Staatsanleihen auf 13,9 Milliarden US-Dollar geschätzt. Es bleibt ein kleiner Teil des globalen Marktes, ist aber bereits groß genug, um den Wettbewerb unter den großen Finanzakteuren anzuziehen. 

Wie bereits berichtet, fordert BlackRock mehr Flexibilität bei den Anforderungen an Stablecoin-Reserven.

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