Südkorea unterstellt Krypto-Transfers den Devisenkontrollen

Südkorea unterstellt Krypto-Transfers den Devisenkontrollen
Südkorea verschärft Krypto-Devisenregeln

Südkorea wird ab Dezember grenzüberschreitende Kryptowährungs-Transfers unter formale Devisenaufsicht stellen und damit eine Regulierungslücke schließen, die es laut Beamten ermöglichte, digitale Vermögenswerte außerhalb traditioneller Überwachungskanäle zu bewegen. Die überarbeiteten Regeln verpflichten Unternehmen, die grenzüberschreitende Transfers virtueller Vermögenswerte abwickeln, sich bei der Regierung zu registrieren und Transaktionsdaten über das Devisennetzwerk der Bank of Korea zu melden.

Höhepunkte

  • Südkorea wird ab Dezember Devisenkontrollen auf grenzüberschreitende Krypto-Transfers anwenden.
  • Transferunternehmen müssen sich beim Finanzministerium registrieren.
  • Transaktionsdaten müssen über das Devisennetzwerk der Bank of Korea gemeldet werden.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Neue Registrierungsregeln für Krypto-Transfers

Laut CoinGape wurde das geänderte Devisentransaktionsgesetz nach der Zustimmung des Kabinetts verabschiedet und soll nach einer sechsmonatigen Übergangsfrist in Kraft treten. Das Gesetz schafft eine formale Kategorie für Unternehmen im Bereich des Transfers virtueller Vermögenswerte und umfasst Firmen, die digitale Assets durch Kauf, Verkauf oder Tausch zwischen Südkorea und Auslandsmärkten bewegen.

Unter dem neuen Rahmenwerk müssen sich Unternehmen beim Minister für Wirtschaft und Finanzen registrieren, bevor sie grenzüberschreitende Transferdienste anbieten. Sie müssen zudem Aufzeichnungen über Krypto-Transfers ins Ausland an das Devisennetzwerk der Bank of Korea melden, was den Behörden einen direkten Einblick in Ströme gibt, die zuvor außerhalb konventioneller Devisenmeldesysteme lagen.

Um sich zu qualifizieren, müssen Firmen die Registrierung als Virtual-Asset Service Provider abschließen, sich über einen zugelassenen Vermittler an das Devisennetzwerk anschließen und Anforderungen an Ausstattung und Personal erfüllen, die per Präsidialdekret festgelegt werden. Es wird erwartet, dass die Regeln zuerst für große inländische Plattformen wie Upbit und Bithumb gelten, obwohl die Regulierungsbehörden auch prüfen, ob Fintech-Unternehmen, die grenzüberschreitende Krypto-Transfers durchführen können, zur Registrierung zugelassen werden sollten.

Regulierungsbehörden nehmen Kapitalflucht und Arbitrage ins Visier

Die Richtlinie zielt auf illegale Kapitalströme, Geldwäsche und nicht gemeldete Devisentransaktionen mittels digitaler Vermögenswerte ab. Südkoreanische Behörden haben auf die zunehmenden grenzüberschreitenden Krypto-Aktivitäten hingewiesen, einschließlich Transfers im Zusammenhang mit dem sogenannten Kimchi-Premium, bei dem einige Krypto-Assets lokal zu höheren Preisen gehandelt werden als im Ausland.

Das Rahmenwerk kommt zudem zu einer Zeit, in der Stablecoins wie USDT und USDC bei grenzüberschreitenden Transaktionen immer gebräuchlicher werden. Die Regulierungsbehörden sind besorgt, dass an den Dollar gekoppelte Token Werte über Grenzen hinweg bewegen können, ohne dieselben Prüfungen zu durchlaufen, die für Banken und lizenzierte Überweisungsunternehmen gelten.

Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen und die Bank of Korea sammeln vor der Umsetzung Feedback aus der Branche. Jede weitere Auslegung der Regeln wird für Fintech-Unternehmen, Verwahrer und Wallet-Anbieter von Bedeutung sein, die zwar keine herkömmlichen Börsen sind, aber dennoch Auslandsüberweisungen unterstützen.

Krypto rückt in das Devisen-Regelwerk

Südkoreas Schritt ist bedeutsam, da er grenzüberschreitende Krypto-Transfers als Teil des Devisensystems des Landes behandelt und nicht nur als Compliance-Frage für digitale Vermögenswerte. Dieser Wandel gibt den Regulierungsbehörden einen klareren Weg zur Überwachung von Kapitalbewegungen über Börsen, Verwahrer und möglicherweise Fintech-Transferplattformen.

Für Börsen wie Upbit und Bithumb könnten die Regeln eine formalere Betriebsstruktur schaffen, aber auch die Compliance-Kosten erhöhen. Für Nutzer könnten grenzüberschreitende Krypto-Transfers mit mehr Prüfungen, Verzögerungen und Meldepflichten verbunden sein. 

Wie wir bereits berichteten, öffnet Südkorea die Tür für institutionelle Krypto-Investitionen.

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