Südkorea öffnet die Tür für institutionelle Krypto-Investitionen
Die südkoreanische Finanzdienstleistungskommission (FSC) wird börsennotierten Unternehmen und professionellen Anlegern erlauben, direkt in Kryptowährungen zu investieren, was nach fast einem Jahrzehnt der Beschränkungen einen wichtigen Politikwechsel darstellt.
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Unter dem neuen Rahmenwerk werden mehr als 3.500 börsennotierte Firmen und registrierte Unternehmensinvestoren die Erlaubnis erhalten, bis zu 5 % ihres Eigenkapitals in virtuelle Vermögenswerte wie Bitcoin und Ethereum zu investieren, berichtet Cryptopolitan.
Der Schritt zielt darauf ab, einen Markt, der lange Zeit von Einzelhändlern dominiert wurde, wieder ins Gleichgewicht zu bringen und institutionelles Kapital in das Ökosystem zu bringen. Die Richtlinie ist Teil der zweiten Phase der Beteiligung von Unternehmen an den Kryptomärkten, die von der FSC erstmals Anfang 2025 skizziert wurde. Die Regulierungsbehörden haben den Entwurf der Handelsrichtlinien bereits mit einer öffentlich-privaten Arbeitsgruppe geteilt. Es wird erwartet, dass die endgültigen Regeln im Januar oder Februar veröffentlicht werden, um den Weg für Krypto-Transaktionen von Unternehmen im Laufe dieses Jahres zu ebnen.
Regeln, Grenzen und der Weg zu einem Rahmenwerk für digitale Vermögenswerte
Lokalen Berichten zufolge stimmt sich die FAK auch mit dem Gesetzgeber über ein breiter angelegtes Rahmengesetz für digitale Vermögenswerte ab, das voraussichtlich im ersten Quartal 2026 vorgeschlagen werden soll. Nach dem aktuellen Plan gilt für jedes Unternehmen eine jährliche Investitionsobergrenze von 5 % seines Eigenkapitals, die für alle Kryptobestände gilt. Unternehmensinvestoren werden zunächst auf virtuelle Vermögenswerte beschränkt sein, die zu den 20 größten nach Marktkapitalisierung zählen, basierend auf den halbjährlichen Daten der fünf größten Börsen Südkoreas.
Die Aufnahme von Stablecoins, die mit dem US-Dollar unterlegt sind, wird weiterhin diskutiert, zumal das Land die Einführung eines an den Won gekoppelten Stablecoins noch in diesem Monat erwägt. Während die Marktteilnehmer die Entscheidung im Großen und Ganzen begrüßten, kritisierten einige die Obergrenze als zu konservativ im Vergleich zu den USA und Japan. Kritiker argumentieren, dass strenge Grenzen die Kapitalzuflüsse dämpfen und das Entstehen inländischer, auf Kryptowährungen spezialisierter Investmentfirmen verhindern könnten.
Bitcoin-Zuflüsse und rechtliche Klarheit verändern den Markt
Ökonomen schätzen, dass die Aufhebung des neunjährigen Verbots Dutzende von Billionen Won an potenziellen Krypto-Investitionen freisetzen könnte, wobei große Konzerne als frühe Nutznießer gelten. Der Internetgigant Naver beispielsweise verfügte im September über rund 27 Billionen Won an Aktienkapital, was bedeutet, dass eine vollständige Zuteilung bei den derzeitigen Preisen mehr als 10.000 Bitcoin bedeuten könnte. Marktteilnehmer erwarten auch, dass der Politikwechsel die Diskussionen über die Einführung eines Bitcoin-ETF in Südkorea beschleunigen wird.
Der Schritt kommt, da die Basis der Krypto-Investoren in Südkorea letztes Jahr 10 Millionen Nutzer überstieg, obwohl die meisten Handelsaktivitäten ins Ausland fließen. Parallel dazu verbessert sich die Rechtsklarheit in Bezug auf digitale Vermögenswerte, da der Oberste Gerichtshof Südkoreas entschied, dass Bitcoin, die an Börsen gehalten werden, gemäß dem Strafprozessgesetz beschlagnahmt werden können. Die Entscheidung bestätigte, dass digitale Vermögenswerte als beschlagnahmungsfähiges Eigentum gelten. Die Reform der Rechtsvorschriften und die Klarheit der Rechtsprechung schaffen die Voraussetzungen für einen stärker institutionalisierten koreanischen Kryptomarkt.
Kürzlich schrieben wir, dass Bitcoin-Spot-ETFs in den USA ihr zweijähriges Bestehen erreicht haben und Nettozuflüsse in Höhe von rund 57 Mrd. USD verzeichneten, obwohl in einer einzigen Woche bemerkenswerte Abflüsse in Höhe von über 600 Mio. USD zu verzeichnen waren.
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