Sony Bank erhält OCC-Zustimmung für Stablecoin-Treuhandtochter

Sony Bank erhält OCC-Zustimmung für Stablecoin-Treuhandtochter
Sony Bank bewegt sich in Richtung US-Stablecoin-Start

​Die Sony Bank hat von den US-Bankenaufsichtsbehörden die bedingte Genehmigung zur Gründung einer nationalen Treuhandbank erhalten, die einen dollarbasierten Stablecoin ausgeben und verwalten soll. Dieser Schritt führt eine der bekanntesten Finanzmarken Japans tiefer in den Bereich der digitalen Vermögenswerte und bringt Sonys Zahlungsambitionen näher an sein Entertainment-Ökosystem.

Höhepunkte

  • Sony Bank erhält bedingte OCC-Zulassung für eine US-Treuhandbank.
  • Connectia Trust wird mit 40 Millionen US-Dollar kapitalisiert.
  • Die Einheit plant die Ausgabe eines dollarbasierten Stablecoins.
  • Vor dem Start 2027 ist noch eine endgültige Genehmigung erforderlich.

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Die Bank plant, diesen Monat eine hundertprozentige Tochtergesellschaft, Connectia Trust, mit einem Kapital von 40 Millionen US-Dollar zu gründen, so The Block. Die Einheit soll einen auf Dollar lautenden Stablecoin ausgeben und verwalten, wobei ein möglicher Start im Jahr 2027 erfolgt, sofern die endgültige Genehmigung erteilt wird.

Sony setzt bei digitalen Zahlungen auf Stablecoins

Die Sony Bank erklärte, dass die Treuhand-Tochtergesellschaft dazu dienen soll, das mittel- und langfristige Fundament des Digital-Asset-Geschäfts der Sony Financial Group zu unterstützen. Das Unternehmen hat bisher noch keinen Vertreter für Connectia Trust benannt.

Die Strategie zielt über den Krypto-Handel hinaus. Die Sony Bank hat zuvor angedeutet, dass ein dollarbasierter Stablecoin von US-Kunden genutzt werden könnte, um für Videospiele, Anime, Abonnements und andere digitale Inhalte im gesamten Sony-Ökosystem zu bezahlen. Damit würde der Stablecoin zu einer Zahlungsschiene für das Entertainment-Geschäft und nicht nur zu einem weiteren Krypto-Asset.

Eine US-Lizenz als nationale Treuhandbank würde Connectia Trust eine regulierte Struktur für die Ausgabe von Stablecoins und die Vermögensverwaltung bieten. Doch selbst mit einer endgültigen Genehmigung würden solche Institutionen nicht wie traditionelle Banken agieren. Sie dürfen zwar Kundenvermögen halten, es wäre ihnen jedoch untersagt, Bareinlagen anzunehmen oder Kredite zu vergeben.

OCC-Zulassungen stoßen auf politischen Widerstand

Sonys Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem immer mehr Krypto-Unternehmen nationale Treuhandlizenzen in den USA anstreben. Die OCC hat bereits bedingte Genehmigungen an Firmen wie Ripple, Circle, BitGo, Fidelity Digital Assets und Paxos erteilt.

Dieser Trend hat in Washington Kritik hervorgerufen. Senatorin Elizabeth Warren hat infrage gestellt, ob die OCC nationalen Treuhandgesellschaften Lizenzen für Unternehmen erteilt, die sich nicht nach dem National Bank Act qualifizieren. Die Digital Chamber, eine Interessenvertretung der Krypto-Industrie, hielt dagegen und argumentierte, dass die Lizenzierungsbefugnis der OCC solche Genehmigungen seit langem abdeckt.

Stablecoins rücken näher an den Massenmarkt

Die Bedeutung von Sonys Plan liegt darin, dass er Stablecoins mit einer großen Konsumentenplattform verknüpft. Falls genehmigt, könnte Connectia Trust Sony ein dollarbasiertes Zahlungsinstrument für digitale Inhalte in den USA bieten und so die Abhängigkeit von traditionellen Kartennetzwerken und Drittanbietern für Zahlungsabwicklungen verringern.

Der Deal zeigt auch, wie die Regulierung von Stablecoins zunehmend zu einem Bankenthema wird und nicht mehr nur ein Thema des Kryptomarktes ist. Für die OCC stellt sich die Frage, wie weit nationale Treuhandlizenzen reichen sollten. Für Sony besteht die Chance, eine regulierte Zahlungsebene rund um Spiele, Anime und Abonnements aufzubauen.  

Wie wir bereits berichteten, testen die Sony Bank und JPYC den Kauf von Yen-Stablecoins über Bankkonten.

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