Waffenstillstand zwischen USA und Iran unter Druck, aber Gespräche bleiben am Leben

Waffenstillstand zwischen USA und Iran unter Druck, aber Gespräche bleiben am Leben
Gespräche zwischen den USA und dem Iran dauern nach Angriffen an

Die Vereinigten Staaten erklärten, dass die technischen Gespräche mit dem Iran fortgesetzt werden, selbst nach zweitägigen militärischen Auseinandersetzungen, die einen fragilen Waffenstillstand an den Rand des Zusammenbruchs brachten. Die Botschaft scheint darauf abzuzielen, einen diplomatischen Kanal offen zu halten, während sich beide Seiten gegenseitig vorwerfen, das Interimsabkommen verletzt zu haben.

Höhepunkte

  • Technische Gespräche zwischen den USA und dem Iran dauern trotz jüngster Angriffe an.
  • Trump sagte, der Waffenstillstand sei beendet, blockierte die Verhandlungen jedoch nicht.
  • Schifffahrtsrisiken in Hormus bleiben zentral für den Streit.
  • Öl stieg Anfang der Woche, bevor es sich stabilisierte.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Ein US-Beamter sagte, Washington bleibe entschlossen, eine Lösung mit Teheran zu finden, nachdem es zu neuen US-Angriffen auf iranische Ziele und iranischen Angriffen auf US-Stützpunkte in der Region gekommen war, berichtet Bloomberg. Regionale Vermittler, darunter Katar und Pakistan, haben ebenfalls versucht, den Verhandlungsweg beizubehalten, nachdem Präsident Donald Trump erklärt hatte, der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran sei „beendet“.

Diplomatie übersteht den jüngsten Zusammenstoß

Die aktuellen Gespräche sind Teil eines 60-Tage-Fensters, das durch das Interims-Friedensabkommen zwischen Washington und Teheran geschaffen wurde. Dieses Abkommen sollte die Straße von Hormus wieder öffnen, den Druck auf die globalen Energieströme lindern und die Bedingungen für ein umfassenderes Abkommen schaffen.

Die jüngste Eskalation hat diesen Weg erschwert. Die USA erklärten, ihre Angriffe seien eine Reaktion auf iranische Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus gewesen, während der Iran Washington vorwarf, den Waffenstillstand verletzt und seine Kontrolle über die Wasserstraße gestört zu haben.

Trump verstärkte die Unsicherheit am Mittwoch, als er sagte, der Waffenstillstand sei beendet, obwohl er auch signalisierte, dass er die Unterhändler nicht an der Fortsetzung ihrer Arbeit hindern würde. Die Gespräche hatten sich in dieser Woche bereits verzögert, da der Iran Trauerfeiern für den ehemaligen Obersten Führer Ali Khamenei abhielt.

Hormus bleibt der zentrale Druckpunkt

Der Streit um Hormus steht im Mittelpunkt der Verhandlungen. Die Wasserstraße ist eine der weltweit wichtigsten Energierouten, und die jüngsten Kämpfe verlangsamten den Transit durch die Meerenge, was die Besorgnis an den Öl- und Schifffahrtsmärkten steigerte.

Das US-Finanzministerium widerrief zudem eine Ausnahmeregelung, die den weltweiten Verkauf von iranischem Öl erlaubt hatte, was für zusätzlichen Druck sorgte. Die Ölpreise stiegen Anfang der Woche sprunghaft an, bevor sie sich stabilisierten, als Händler neu bewerteten, ob die Zusammenstöße zu einer tieferen Störung der Energieströme führen würden.

Die ungelösten Hauptfragen bleiben schwierig: mögliche Gebühren für die Schifffahrt durch Hormus, eingefrorene iranische Vermögenswerte und Teherans nukleare Ambitionen. Der US-Beamte bezeichnete die iranischen Angriffe auf Schiffe als Terrorismus und sagte, Teheran erfülle die leistungsbasierten Bedingungen des Abkommens nicht.

Ein schmaler diplomatischer Spalt

Die Tatsache, dass die technischen Gespräche fortgesetzt werden, ist von Bedeutung, da sie einen Weg abseits eines umfassenden Krieges offenlassen. Der Waffenstillstand ist stark geschwächt, aber es sind noch nicht alle Kanäle geschlossen.

Für die Märkte stellt sich die Frage, ob die Diplomatie genug Vertrauen wiederherstellen kann, damit sich die Schifffahrt durch Hormus normalisiert. Für Washington und Teheran besteht die schwierigere Prüfung darin, ob sie über das Krisenmanagement hinausgehen und die Kernstreitigkeiten über Schifffahrtsrechte, Ölverkäufe, eingefrorene Vermögenswerte und das iranische Atomprogramm angehen können.

Zuvor berichteten wir, dass Katar die LNG-Ausbaupläne gekürzt hat, nachdem es zu Angriffen auf Tanker gekommen war.

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