Brent und WTI fallen, während Händler die Versorgungsrisiken im Iran neu bewerten

Brent und WTI fallen, während Händler die Versorgungsrisiken im Iran neu bewerten
Öl gibt nach iranbedingtem Preissprung nach

​Die Ölpreise gaben am Donnerstag nach, nachdem eine durch neue US-Angriffe auf den Iran und erneute Sorgen über Störungen in der Straße von Hormus ausgelöste Rallye abgeklungen war. Der Rücksetzer zeigte, dass die Händler gegenüber den Versorgungsrisiken im Nahen Osten weiterhin wachsam sind, aber noch nicht bereit waren, den Anstieg vom Mittwoch auszuweiten.

Höhepunkte

  • Brent-Rohöl-Futures fielen um 1,46 %, während WTI-Rohöl-Futures um 1,41 % nachgaben.
  • Die Preise waren am Mittwoch nach US-Angriffen auf den Iran sprunghaft angestiegen.
  • Versandrisiken in Hormus bleiben der Haupttreiber für Rohöl.

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Die Umkehr folgte auf eine volatile Sitzung, in der das US Central Command mitteilte, dass nach Angriffen auf die Handelsschifffahrt in und um Hormus neue Schläge gegen den Iran gestartet wurden, so CNBC. Präsident Donald Trump erklärte zudem, dass der Waffenstillstand mit dem Iran beendet sei, was die Zweifel an einer Normalisierung der Schifffahrtswege in der Region verstärkte.

Preise drehen nach dem Sprung vom Mittwoch ins Minus

Brent -Futures für die Lieferung im September fielen um 1,46 % auf 76,88 $ pro Barrel, während WTI -Futures für die Lieferung im August um 1,41 % auf 72,48 $ nachgaben. Der Rückgang erfolgte, nachdem beide Kontrakte in der vorangegangenen Sitzung kräftige Gewinne verzeichnet hatten. Brent schloss am Mittwoch 5,4 % höher und verzeichnete damit den größten Tagesgewinn seit dem 4. Mai. WTI stieg um 4,4 %, was den stärksten Tagesanstieg seit dem 1. Juni markierte.

Dieses Muster deutet auf einen Markt hin, der immer noch zwischen zwei Kräften gefangen ist: der Angst vor Versorgungsunterbrechungen und der Vorsicht darüber, ob die jüngste Eskalation die Exporte tatsächlich verringern wird. Wenn die Angriffe nahe Hormus zunehmen, springt Rohöl oft zuerst nach oben und klärt die tatsächlichen Auswirkungen auf das Angebot erst später.

Hormus-Risiko bleibt zentral

Die Straße von Hormus bleibt das Hauptaugenmerk, da sie einer der weltweit wichtigsten Nadelöhre für Energie ist. Selbst begrenzte Störungen können sich auf Tankerversicherungen, Frachtkosten und die kurzfristige Preisgestaltung auswirken, insbesondere wenn Schiffseigner mit Unsicherheiten über die sichere Durchfahrt konfrontiert sind.

Die jüngsten US-Angriffe folgten auf Attacken gegen Handelsschiffe in der Region. Händler beobachten nun, ob sich der Verkehr durch Hormus erneut verlangsamt, ob der Iran militärisch reagiert und ob Washington den Druck auf die iranischen Ölexporte wieder erhöht.

Energiemärkte bleiben anfällig

Die Entspannung bei den Preisen bedeutet nicht, dass das Risiko verschwunden ist. Öl wird weiterhin mit einer geopolitischen Prämie gehandelt, da ein umfassenderer Zusammenbruch der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran die Erholung der Versorgungsströme aus dem Nahen Osten verlangsamen könnte.

Für Verbraucher und Zentralbanken ist die entscheidende Frage, ob der Schock anhält. Ein kurzlebiger Preisausschlag könnte schnell verblassen. Eine dauerhafte Bedrohung für Hormus wäre jedoch etwas anderes und würde die Treibstoffkosten, Frachtausgaben und den Inflationsdruck in den großen Volkswirtschaften erhöhen.

Wir haben bereits früher darauf hingewiesen, dass die Hormus-Passagen einbrechen, wenn die Spannungen zwischen den USA und dem Iran zunehmen.

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