Deutsche Kraftstoffpreise steigen nach Nahost-Eskalation deutlich
Die erneut verschärfte Lage im Nahen Osten treibt die Preise an deutschen Tankstellen zur Wochenmitte spürbar nach oben. Seit Mittwochmittag verteuern sich Diesel, E10 und Super an mehreren Standorten um bis zu 25 Cent je Liter, während zugleich höhere Rohölpreise den Markt belasten.
Höhepunkte
- Nach neuen Nahost-Eskalationen steigen Dieselpreise an deutschen Tankstellen um bis zu 25 Cent je Liter, E10 und Super um über 20 Cent.
- Brent-Rohöl verteuert sich infolge erhöhter Spannungen am Golf zeitweise um 3,5 Prozent auf 76,75 Dollar je Barrel; seit Dienstag insgesamt über sechs Prozent Plus.
- Autobahntankstellen verlangen laut ADAC durchschnittlich 33 Cent je Liter mehr als abseits gelegene Stationen, was bei 50 Litern 16,50 Euro zusätzliche Kosten bedeutet.
Preissprünge an Tankstellen zur Mittagszeit
Wie BILD.de berichtet, ziehen die Kraftstoffpreise an mehreren Tankstellen in Deutschland kurz nach 12 Uhr deutlich an. Beobachtet werden Preisaufschläge von bis zu 25 Cent je Liter für Diesel, während auch E10 und Super teils um mehr als 20 Cent steigen.In Kirchheim unter Teck erhöht eine Shell-Tankstelle den Dieselpreis dem Bericht zufolge um 25 Cent, E10 und Super steigen dort um 21 Cent je Liter. Auch in Burgwedel in der Region Hannover klettern Diesel und E10 um 24 Cent, Super liegt nach Mittag 21 Cent höher.
Nahe dem Moritzplatz in Berlin verteuert sich Diesel ebenfalls um 25 Cent, E10 und Super steigen um 20 Cent. Eine 50-Liter-Tankfüllung mit Diesel kostet dort kurz vor Mittag 94,95 Euro und wenig später 12,50 Euro mehr.
Nahost-Spannungen erhöhen den Kostendruck
Auslöser der jüngsten Aufschläge sind neue Spannungen am Golf. Nach Angriffen auf Tanker in der Straße von Hormus starten die U.S. eine neue Welle von Luftschlägen gegen den Iran, während zuvor gelockerte Beschränkungen für iranische Ölexporte wieder verschärft werden.Die Rohstoffmärkte reagieren darauf nervös. Die Nordseesorte Brent verteuert sich zeitweise um bis zu 3,5 Prozent auf 76,75 Dollar je Barrel, seit Dienstag summiert sich das Plus laut Text auf mehr als sechs Prozent.
Für Autofahrer in Deutschland kommt die Entwicklung zur Ferienzeit. Zusätzliche Belastungen drohen vor allem an Autobahntankstellen, wo die Preise nach einer ADAC-Auswertung im Durchschnitt rund 33 Cent je Liter über dem Niveau von Stationen abseits der Fernstraßen liegen, was bei 50 Litern etwa 16,50 Euro Mehrkosten bedeutet.
Der starke Anstieg der Ölpreise nach den neuen Spannungen rund um die Straße von Hormus stand in unserem früheren Beitrag im Fokus. Wir hatten erläutert, dass Sorgen um die Versorgungssicherheit sowie verschärfter Sanktionsdruck die Brent-Notierungen nach oben trieben und damit auch das Risiko deutlich höherer Spritkosten für Verbraucher in Deutschland erhöhte.
- Forex
- Crypto