DWS visiert institutionelle Kunden mit möglicher Namensänderung an

DWS visiert institutionelle Kunden mit möglicher Namensänderung an
DWS prüft Rebranding zu Deutsche Asset Management.

Die DWS Group prüft eine Rückkehr zum Namen Deutsche Asset Management, um ihre Attraktivität für große institutionelle Kunden außerhalb Deutschlands zu steigern. Dieser Schritt würde den separat börsennotierten Vermögensverwalter enger an die globale Marke der Deutschen Bank binden, während der Wettbewerb um Pensionsfonds, Staatsfonds und Wealth-Plattformen zunimmt.

Höhepunkte

  • DWS könnte sich in Deutsche Asset Management umbenennen.
  • Die Deutsche Bank besitzt fast 80 % des börsennotierten Vermögensverwalters.
  • Die DWS verwaltet ein Vermögen von 1,09 Billionen Euro.
  • Das Rebranding würde auf institutionelle Kunden außerhalb Deutschlands abzielen.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Das in Frankfurt ansässige Unternehmen könnte den Namen Deutsche Asset Management noch in diesem Jahr annehmen, berichtete Bloomberg. Die Deutsche Bank hält fast 80 % an der DWS, hat dem Bericht zufolge jedoch keine kurzfristigen Pläne, das Unternehmen von der Börse zu nehmen.

Markenwechsel zielt auf institutionelle Kunden ab

Die DWS erklärte, sie prüfe Wege, um die globale Markenbekanntheit zu steigern und ihre Position als separat börsennotierter, bankeigener Vermögensverwalter besser zu nutzen. Das Unternehmen fügte hinzu, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Auch die Deutsche Bank betonte, dass die DWS eine eigenständige juristische Person mit eigener Strategie, Führung und Governance bleibe.

Das mögliche Rebranding würde eine Entscheidung teilweise rückgängig machen, die vor dem Teilbörsengang der DWS im Jahr 2018 getroffen wurde, als die Deutsche Bank die breitere Einheit Deutsche Asset Management in DWS umbenannte. Zu dieser Zeit befand sich die Deutsche Bank in einer schwierigen Umstrukturierung, und der Name DWS sollte die Unabhängigkeit des Vermögensverwalters unterstreichen.

Diese Logik erscheint nun weniger sinnvoll. In globalen institutionellen Märkten ist die Markenbekanntheit oft entscheidend, wenn Vermögensverwalter um große Mandate und Vertriebsplätze konkurrieren. JPMorgan, Goldman Sachs und HSBC nutzen alle die Namen ihrer Mutterbanken für ihre Asset-Management-Geschäfte, was ihnen eine sofortige Wiedererkennung bei Kunden außerhalb ihrer Heimatmärkte verschafft.

Retail-Zuflüsse maskieren institutionelle Schwäche

Die DWS ist unter CEO Stefan Hoops gewachsen, wobei das verwaltete Vermögen während seiner vierjährigen Amtszeit um fast ein Drittel auf 1,09 Billionen Euro (ca. 1,2 Billionen Dollar) gestiegen ist. Ein Großteil der Nettomittelzuflüsse des Unternehmens stammte jedoch von Privatkunden und nicht von Institutionen.

Das Privatkundengeschäft stützt sich stark auf die Deutsche Vermögensberatung, Deutschlands größtes eigenständiges Beraternetzwerk. Die DWS hat diese Vertriebsvereinbarung im vergangenen Jahr um weitere 10 Jahre verlängert und sich damit einen wichtigen Retail-Kanal gesichert.

Die schwierigere Aufgabe ist das institutionelle Wachstum. Hoops hat Investoren wiederholt erklärt, dass die DWS ein stärkeres Profil außerhalb Kontinentaleuropas benötigt, insbesondere bei Kunden aus Asien, dem Nahen Osten und den USA, wo die Marke DWS weit weniger bekannt ist als die heimische Konkurrenz.

Skalierung, Anerkennung und der Kampf um das nächste Mandat

Die Überprüfung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Vermögensverwalter unter dem Druck kostengünstiger passiver Fonds und höherer Betriebskosten stehen. In diesem Umfeld kann eine stärkere globale Marke den Firmen helfen, größere Mandate zu gewinnen und Zugang zu Wealth-Management-Plattformen zu erhalten.

Für die DWS ist das Thema nicht allein die Größe. Mit 1,09 Billionen Euro an Vermögenswerten ist sie bereits ein bedeutender europäischer Manager. Die Herausforderung besteht darin, den globalen Namen der Deutschen Bank in institutionelle Zuflüsse umzumünzen, ohne die mit dem Börsengang gewonnene Unabhängigkeit aufzugeben.  

Wir haben bereits früher darauf hingewiesen, dass die Deutsche Bank ihre Partnerschaft mit Ripple ausbaut, um grenzüberschreitende Zahlungen zu modernisieren.

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