Stanley Druckenmiller: Stablecoins könnten zum Rückgrat des Finanzsystems werden

Stanley Druckenmiller: Stablecoins könnten zum Rückgrat des Finanzsystems werden
Milliardär und Investor sagt voraus, dass Stablecoins den Zahlungsverkehr der Zukunft bestimmen werden

Der Milliardär und Investor Stanley Druckenmiller sagte, dass Blockchain und Stablecoins in den nächsten 10-15 Jahren die Grundlage der globalen Zahlungsinfrastruktur werden könnten.

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In einem Interview mit Morgan Stanley stellte er fest, dass Blockchain-basierte Technologien die Effizienz von Finanzoperationen erheblich verbessern und das Potenzial haben, das bestehende Abwicklungssystem zu modernisieren.

Ihm zufolge ermöglichen Stablecoins eine schnellere und kostengünstigere Abwicklung von Transaktionen mit weniger Zwischenhändlern als traditionelle Bankennetzwerke. Druckenmiller betonte, dass es die praktische Effizienz dieser Technologien ist, die sie für das zukünftige Finanzsystem attraktiv macht.

Blockchain steigert die Effizienz von Finanzgeschäften

Der Investor wies darauf hin, dass der Einsatz von Token und der Blockchain-Infrastruktur die Leistungsfähigkeit des globalen Zahlungsverkehrs erheblich verbessern könnte. Seiner Ansicht nach können solche Technologien die für internationale Überweisungen benötigte Zeit verkürzen, die Gebühren senken und die Transparenz von Transaktionen erhöhen.

Druckenmiller erinnerte auch daran, dass er zuvor über die mögliche Ablösung der bestehenden Dollar-Zahlungsschienen durch ein Blockchain-basiertes System gesprochen hatte. Damals brachte er eine solche Transformation mit dem schwindenden Vertrauen in das traditionelle Bankensystem und das Handeln der Zentralbanken in Verbindung. Seiner Meinung nach könnte das Misstrauen gegenüber der derzeitigen Finanzarchitektur die Einführung neuer Technologien beschleunigen.

Zahlungsunternehmen erforschen bereits Stablecoins

Das Interesse an Stablecoins wächst auch bei den traditionellen Finanzunternehmen. Letztes Jahr kündigten Zahlungsdienste wie Western Union, MoneyGram und Zelle Pläne zur Einführung von Abrechnungssystemen auf der Grundlage von Stablecoins an. Diese Initiativen wurden nach der Verabschiedung des GENIUS Act in den Vereinigten Staaten möglich, der einen klareren Rechtsrahmen für die Verwendung digitaler Vermögenswerte in der Zahlungsinfrastruktur schuf.

Das neue Regelwerk erlaubt es Unternehmen, Blockchain-Lösungen offiziell zu integrieren und den Nutzern neue Methoden für grenzüberschreitende Überweisungen anzubieten. Infolgedessen beginnt der traditionelle Finanzsektor allmählich, digitale Vermögenswerte in seine Dienstleistungen einzubeziehen.

Druckenmiller bleibt skeptisch gegenüber BTC als Wertaufbewahrungsmittel

Trotz seiner Unterstützung für Blockchain und Stablecoins bleibt Druckenmiller skeptisch, was die Rolle von Kryptowährungen als Wertaufbewahrungsmittel angeht. Er sagte, er halte BTC nicht für ein notwendiges Finanzinstrument und bezeichnete es als "eine Lösung auf der Suche nach einem Problem".

Seiner Meinung nach sind Kryptowährungen bei einer bestimmten Gruppe von Anlegern zu einer beliebten Marke geworden, aber das macht sie nicht zu einem universellen Vermögenswert für den langfristigen Kapitalerhalt. Druckenmiller betonte auch, dass er persönlich Gold bevorzuge und nannte es "eine Marke mit mehr als 5.000 Jahren Geschichte". Gleichzeitig gab der Investor zu, dass er keine BTC besitzt, obwohl er anmerkte, dass er vielleicht ein gewisses Engagement darin in seinem Portfolio haben sollte.

Kürzlich schrieben wir, dass die Europäische Zentralbank feststellte, dass die wachsende Popularität von Stablecoins die Bankeinlagen reduzieren und die Kreditvergabe schwächen könnte. In ihrem Arbeitspapier "Stablecoins and Monetary Policy Transmission" stellt die Regulierungsbehörde fest, dass die Verlagerung von Geldern in digitale Vermögenswerte bereits mit einem messbaren Rückgang der Privatkundeneinlagen verbunden ist.

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