SoftBank strebt Tepco-Beteiligung an, um KI-Expansion voranzutreiben
SoftBank strebt eine Beteiligung an der Tokyo Electric Power Co. an, da Masayoshi Son die Stromversorgung sichern will, die für eine stärkere Expansion in den Bereich der Künstlichen Intelligenz erforderlich ist. Dieser Schritt verdeutlicht, wie sich das KI-Wettrennen über Chips und Modelle hinaus auf die Stromnetze verlagert, die künftige Rechenzentren speisen werden.
Höhepunkte
- SoftBank strebt eine Beteiligung an Tepco an.
- Stromzugang ist entscheidend für KI-Rechenzentren.
- Tepco wird mit rund 759 Mrd. ¥ bewertet.
- SoftBank verfolgt zudem Projekte in den USA und Frankreich.
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Son setzt auf Japans größten Energieversorger
Son erklärte am Mittwoch vor Aktionären, dass sich die Telekommunikationssparte von SoftBank als Kandidat für eine Investition in Tepco, Japans größtem Energieversorger, beworben habe. Eine engere Bindung von Tepco an SoftBank würde der Gruppe helfen, KI-Rechenzentren in Japan aufzubauen, berichtet Bloomberg.
Tepco ist auf der Suche nach einer Kapitalbeteiligung, um seine Finanzen zu stärken und die langfristigen Kosten für die Sanierung des zerstörten Kernkraftwerks Fukushima Dai-Ichi zu bewältigen. Das Unternehmen hatte potenzielle Partner Anfang des Jahres um Vorschläge gebeten.
Strom wird zum KI-Asset
Das Interesse an Tepco passt zu Sons umfassenderer KI-Strategie. SoftBank investiert verstärkt in Rechenzentren, Batterien, Chips und Infrastruktur, um ausreichend Rechenkapazität für OpenAI und andere große KI-Kunden zu sichern. Auf der Hauptversammlung beschrieb Son das KI-Wettrennen als zunehmend abhängig von physischer Infrastruktur, einschließlich Chips, Elektrizität und Rechenzentrumskapazitäten.
Die Telekommunikationseinheit von SoftBank arbeitet bereits an Plänen, eine Fabrik in Osaka in eine große Produktionslinie für Großbatterien umzuwandeln. Son sagte zudem, dass SoftBank mehrere Standorte in Texas für Rechenzentrumsprojekte prüfe und erhebliche Gewinne aus einem geplanten Projekt in Ohio erwarte, das 500 Milliarden Dollar in eine Kapazität von 10 Gigawatt leiten würde.
Das Unternehmen hat außerdem Pläne für Investitionen in Höhe von bis zu 75 Milliarden Euro (etwa 85 Milliarden Dollar) skizziert, um 5 Gigawatt an KI-Rechenzentrumskapazität in Frankreich aufzubauen. Dieses Projekt ist Teil eines umfassenderen Versuchs, SoftBank zu einem zentralen Akteur in der KI-Infrastrukturschicht zu machen und nicht nur zu einem Investor in KI-Unternehmen.
Der neue Flaschenhals für KI
Das Interesse von SoftBank an Tepco unterstreicht eine harte Realität des KI-Booms: Rechenzentren benötigen enorme Mengen an zuverlässigem Strom. Der Zugang zu Elektrizität wird ebenso wichtig wie der Zugang zu fortschrittlichen Chips.
Für SoftBank könnte eine Beteiligung an Tepco die heimische KI-Infrastruktur stützen und die Abhängigkeit von ausländischen Rechenzentrumskapazitäten verringern. Für Tepco könnte ein Kapitalpartner helfen, den Turnaround und die Kosten für die Fukushima-Sanierung zu finanzieren. Der potenzielle Deal zeigt auch, warum Energieversorger strategisch wertvoller werden, da KI-Unternehmen um Strom, Land und Netzzugang konkurrieren.
Wir berichteten auch, dass europäische Firmen ihre Abhängigkeit von amerikanischen KI-Anbietern verringern.
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