Allbridge pausiert Protokoll nach 1,6-Millionen-Dollar-Angriff

Allbridge pausiert Protokoll nach 1,6-Millionen-Dollar-Angriff
Allbridge wurde erneut gehackt.

Allbridge, das Unternehmen hinter der Cross-Chain-Stablecoin-Bridge Allbridge Core, hat das Protokoll nach einem Sicherheitsvorfall vorübergehend pausiert. Vorläufige Schätzungen deuten darauf hin, dass ein Angreifer rund 1,65 Millionen $ abgezogen hat.

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Der Exploit betraf die Solana-Implementierung von Allbridge Core. Die gestohlenen Gelder wurden von Solana zu Ethereum transferiert, woraufhin der Angreifer sie in Dienste verschob, die darauf ausgelegt sind, die Transaktionshistorie zu verschleiern.

„Allbridge Core war von einem Sicherheitsvorfall betroffen. Als Vorsichtsmaßnahme haben wir das Protokoll pausiert, während wir die Untersuchung durchführen. Nutzern mit Liquidität in den betroffenen Pools wird geraten, ihre Gelder abzuheben“, teilte das Projektteam in einem Post auf X mit.

Der Vorfall war mindestens der sechste Angriff auf eine Cross-Chain-Bridge seit Mai. Solche Protokolle sind häufige Ziele für Hacker, da sie oft große Asset-Pools halten, die Token absichern, die auf anderen Blockchains ausgegeben wurden.

Details zum Angriff

Laut Onchain Lens nahm der Angreifer einen USDC-Flash-Loan in Höhe von 1,12 Millionen $ über das Kamino-Protokoll auf. Anschließend führten sie eine Reihe schneller Swaps zwischen USDC und USDT durch, wodurch der Wechselkurs im Stablecoin-Pool von Allbridge Core verzerrt wurde.

Der Angreifer zog daraufhin Liquidität zum manipulierten Kurs ab, zahlte den Flash-Loan von 1,12 Millionen $ zurück und behielt die Differenz.

Allbridge gab an, dass das Ungleichgewicht im Pool kurzzeitig eine profitable Arbitrage-Möglichkeit schuf. Das Team bat Nutzer, die diese möglicherweise ausgenutzt haben, die Gelder zurückzugeben.

„Diese Gelder werden direkt zur Entschädigung der betroffenen Liquiditätsanbieter verwendet“, so das Unternehmen.

Dies war nicht das erste Mal, dass Allbridge Core Ziel einer Flash-Loan-Manipulation wurde.

Im April 2023 entwendete ein Angreifer rund 573.000 $ aus einem Allbridge-Pool auf der BNB Chain. Der Angreifer agierte sowohl als Liquiditätsanbieter als auch als Trader und nutzte eine Schwachstelle im Smart Contract aus, um die Swap-Preise zu manipulieren.

Der Exploit führte zum Diebstahl von etwa 289.900 $ in Binance USD und 290.900 $ in USDT.

Warum Cross-Chain-Bridges benötigt werden

Kryptowährungen können auch über eine zentrale Börse von einem Netzwerk in ein anderes transferiert werden. Dazu muss ein Nutzer die Assets auf einer Handelsplattform einzahlen, sie gegebenenfalls umtauschen und die Coins anschließend auf die gewünschte Blockchain auszahlen. Dieser Prozess erfordert jedoch in der Regel eine Registrierung, eine Identitätsprüfung und die Übergabe der Kontrolle über die Gelder an einen Vermittler.

Cross-Chain-Bridges ermöglichen es Nutzern, den Transfer direkt über eine Krypto-Wallet abzuwickeln, ohne Assets auf einer Börse einzuzahlen. Sie sind besonders nützlich für Personen, die dezentrale Anwendungen nutzen und Stablecoins oder andere Token schnell zwischen verschiedenen Blockchains verschieben müssen.

Beispielsweise kann ein Nutzer USDC von Solana zu Ethereum transferieren, um die Mittel in einem Lending-Protokoll oder auf einer dezentralen Börse zu verwenden. Es ist nicht notwendig, das Asset zu verkaufen, in Fiat-Währung umzurechnen oder darauf zu warten, dass eine zentrale Plattform die Auszahlung bearbeitet.

Diese Bequemlichkeit ist jedoch mit zusätzlichen Risiken verbunden. Um ein Asset in einem neuen Netzwerk auszugeben, sperrt eine Bridge normalerweise die ursprünglichen Token oder verwahrt die Mittel in speziellen Liquiditätspools. Infolgedessen konzentrieren sich große Geldmengen in den Smart Contracts solcher Dienste, was sie zu attraktiven Zielen für Angreifer macht.

Wie bereits berichtet, erreichte die Anzahl der Hacks auf Kryptowährungs-Websites im zweiten Quartal 2026 einen Rekordwert.

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