Der IWF aktualisiert das SNA, um Krypto-KI und Digitalisierung zu berücksichtigen
Der Internationale Währungsfonds (IWF), die Vereinten Nationen (UN), die Weltbank, die Europäische Kommission und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) haben gemeinsam das System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (SNA) aktualisiert, um neue Technologien, digitale Dienstleistungen und immaterielle Vermögenswerte zu berücksichtigen.
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Laut IWF wird das aktualisierte SNA die Digitalisierung, den Handel, die öffentlichen Finanzen und Finanzinnovationen besser berücksichtigen und den Regierungen bessere Instrumente zur Steuerung des Wirtschaftswachstums, der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Krisenreaktion bieten. Außerdem wird betont, dass sich die Volkswirtschaften an die digitale Transformation anpassen müssen.
"Messungen für die 114 Billionen Dollar schwere Weltwirtschaft müssen mit der Zeit Schritt halten. Wenn sie hinterherhinken, kann es passieren, dass Zentralbanken und Finanzministerien geld- oder finanzpolitische Entscheidungen auf der Grundlage unvollständiger, veralteter oder ungenauer Daten treffen", warnten die Autoren des überarbeiteten SNA.
Das SNA, das jetzt in seiner sechsten Überarbeitung vorliegt, dient seit fast neun Jahrzehnten als internationaler Standard für die Erfassung nationaler Indikatoren - wie Produktion, Einkommen, Ausgaben, Investitionen, Finanzströme und Vermögen.
Mit dieser jüngsten Aktualisierung will der IWF die Auswirkungen der Digitalisierung besser erfassen, die seiner Meinung nach oft unterschätzt werden. Trotz des sich beschleunigenden digitalen Wandels hat sich das Produktivitätswachstum in vielen Industrieländern verlangsamt, was Bedenken hinsichtlich der Angemessenheit der derzeitigen Messsysteme weckt.
Das neue SNA wird Leitlinien für die Erfassung von Kryptowährungen wie Bitcoin und die Definition von künstlicher Intelligenz (KI) enthalten. Es zielt darauf ab, die Bewertung von digitalen Dienstleistungen, Cloud-Plattformen und immateriellen Vermögenswerten zu verbessern und es den Regierungen zu ermöglichen, fundiertere wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen.
Verbesserte Messung einschließlich der Auswirkungen von Kryptowährungen und KI
Der IWF erkennt an, dass Bitcoin einen realen wirtschaftlichen Wert hat und stellt fest, dass er so viel Strom wie Argentinien verbraucht. Dennoch bleibt er von den BIP-Berechnungen ausgeschlossen, da er keine herkömmlichen Waren oder Dienstleistungen produziert. Im überarbeiteten SNA werden Krypto-Vermögenswerte wie Bitcoin als "nicht-produzierte nicht-finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert, so dass sie bei den Schätzungen des Volksvermögens berücksichtigt werden können.
Das aktualisierte SNA fordert die Länder außerdem auf, umfassende Metriken für Sektoren wie KI, Cloud Computing, E-Commerce und digitale Plattformen zu entwickeln. Es wird eine einheitliche Definition von KI vorgeschlagen, um die Konsistenz der nationalen Wirtschaftsdatenanalyse zu gewährleisten. Es enthält auch Empfehlungen für eine bessere Überwachung finanzieller Risiken und Instabilität, insbesondere im Zusammenhang mit dem Wachstum von Nicht-Bank-Finanzinstituten.
Die Aktualisierung des SNA enthält detaillierte Leitlinien zu den Produktions- und Gewinnverteilungspraktiken großer multinationaler Unternehmen. Dem IWF zufolge werden diese Informationen dazu beitragen, dass die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen die Produktion und die Gewinne von Unternehmen, die ihre Produktion auslagern, aber die Kontrolle über wichtige Vermögenswerte wie Design, Markenzeichen und geistiges Eigentum behalten, genauer widerspiegeln.
Zusätzlich hebt das neue System das Nettoinlandsprodukt (NDP) als Schlüsselindikator neben dem BIP hervor. Das NDP geht weiter, indem es Kapitalabschreibungen und die Erschöpfung natürlicher Ressourcen abzieht - Faktoren, die im Standard-BIP nicht erfasst werden. Das NDP hinkt dem BIP in der Regel um 10-25 % hinterher, wobei die Lücke in rohstoffabhängigen Volkswirtschaften wie bergbauintensiven Ländern größer ist.
Der IWF hat bereits technische Hilfe, Expertenberatung und Ausbildungsprogramme angeboten, um den Übergang zu den überarbeiteten SNA- und BPM-Rahmenwerken bis 2029-2030 zu unterstützen.
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