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Der Binance-Gründer Changpeng Zhao hat unerwartet Bill Gates in der Rangliste der reichsten Menschen der Welt überholt. Nach Schätzungen von Forbes erreichte das Vermögen des Unternehmers rund 110 Milliarden Dollar, was ihm den 17. Platz auf der Liste der Milliardäre einbrachte. Zhao selbst betrachtete diese Berechnungen jedoch mit großer Skepsis und erklärte, sie entsprächen nicht den tatsächlichen Gegebenheiten.
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Die Hauptquelle von Changpeng Zhaos Kapital ist seine Beteiligung an Binance, der nach Handelsvolumen größten Kryptowährungsbörse der Welt. Nach verschiedenen Schätzungen kontrolliert der Unternehmer etwa 90 % des Unternehmens.
Darüber hinaus ist Zhao mit einem großen Vorrat an BNB-Token verbunden, die im Binance-Ökosystem verwendet werden. Analysten gehen davon aus, dass er etwa 64 % des zirkulierenden Angebots dieser Kryptowährung, d. h. etwa 94 Millionen Token, kontrolliert.
Das rasante Wachstum seines Vermögens war weitgehend eine Folge der Hausse am Kryptomarkt in den Jahren 2024-2025, als Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte neue Höchststände erreichten. Die steigende Kapitalisierung des Kryptowährungsmarktes erhöhte automatisch die Bewertung von Kryptobörsen.
Noch vor wenigen Jahren gehörte Changpeng Zhao nicht einmal zu den zwanzig reichsten Menschen der Welt. Heute ist er zu einem der reichsten Vertreter der Kryptoindustrie geworden.
Trotz der schlagzeilenträchtigen Zahlen hält der Binance-Gründer die Bewertung seines Reichtums nicht für korrekt.
Anfang 2026 erlebte der Kryptowährungsmarkt einen starken Rückgang. Nach dem Höchststand im Herbst 2025 verlor Bitcoin über 50 % seines Wertes, und viele Altcoins fielen sogar noch stärker.
In einer solchen Situation ist es laut Zhao unlogisch zu behaupten, dass sein Vermögen gewachsen ist.
"Völlig unzutreffend. Es ist eine 'Rate die Zahl'-Serienliste, zumindest für mich. Bitcoin und Kryptowährungen sind um etwa 50 % von ihrem Allzeithoch gefallen", - schrieb er auf Social Media.
Später fügte der Unternehmer hinzu, dass selbst eine oberflächliche Analyse der Marktdynamik zeigt, dass solche Berechnungen weit von der Realität entfernt sein können.
Bill Gates, der viele Jahre lang zu den reichsten Menschen der Welt gehörte, rutscht in der Forbes-Rangliste allmählich ab. Jüngsten Schätzungen zufolge beläuft sich sein Vermögen auf etwa 108 Milliarden Dollar, womit er auf Platz 19 der Milliardärsliste steht.
Der Grund dafür ist nicht nur das Wachstum des Reichtums unter den neuen Tech-Unternehmern. Eine wichtige Rolle spielen auch die wohltätigen Aktivitäten von Gates.
In den vergangenen Jahrzehnten hat der Microsoft-Mitbegründer mehrere Milliarden Dollar an die Bill & Melinda Gates Foundation gespendet, eine der größten Wohltätigkeitsstiftungen der Welt. Die Organisation finanziert globale Programme in den Bereichen Gesundheitswesen, Armutsbekämpfung und Bildungsentwicklung.
Aufgrund dieser massiven Spenden verliert Gates allmählich seine Position in der Rangliste der reichsten Menschen der Welt.
Changpeng Zhao gründete Binance im Jahr 2017. In nur wenigen Jahren entwickelte sich die Börse zur größten Kryptowährungsplattform der Welt und wurde zur zentralen Infrastruktur für den globalen Kryptomarkt.
Die Entwicklung des Unternehmens wurde jedoch auch von ernsthaften Problemen mit den Aufsichtsbehörden begleitet.
Im Jahr 2023 bekannte sich Zhao schuldig, gegen die US-Anti-Geldwäsche-Gesetze verstoßen zu haben. Binance stimmte zu, eine Geldstrafe in Höhe von 4,3 Milliarden Dollar zu zahlen, und der Unternehmer selbst verbrachte vier Monate im Gefängnis.
Viele Analysten gingen damals davon aus, dass dies das Ende seiner Karriere sein würde. Der Markt für Kryptowährungen wuchs jedoch weiter, und Binance behielt seine Schlüsselpositionen in der Branche.
Die Geschichte von Changpeng Zhao zeigt, wie schnell sich die Struktur des globalen Reichtums verändert. Während das Forbes-Ranking früher von Unternehmern aus dem Industrie- und Technologiesektor angeführt wurde, tauchen nun immer häufiger Vertreter der Kryptoindustrie darin auf.
Das Wachstum digitaler Vermögenswerte hat eine neue Generation von Milliardären hervorgebracht, deren Vermögen sich viel schneller verändern kann als in traditionellen Sektoren. Aus diesem Grund bleiben die Bewertungen dieses Kapitals oft spekulativ - und selbst ihre Besitzer behandeln sie manchmal mit großer Skepsis.