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Intel ist ins Rampenlicht gerückt, nachdem Donald Trump erklärte, dass das Unternehmen bei der Chipproduktion in den USA mit Apple zusammenarbeiten werde. Für Intel ist dies eine Chance, das Marktvertrauen wiederherzustellen und sein Fertigungsgeschäft zu stärken. Die Anleger haben bereits positiv auf die Nachricht reagiert und sehen in Intel eine der wichtigsten US-Wetten auf KI.
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Donald Trump machte keine genaueren Angaben dazu, um welche Prozessoren es sich handelt oder wann die Produktion beginnen könnte. Die Verbindung zwischen Apple und Intel an sich ist jedoch für den Markt von Bedeutung: Apple verlässt sich seit Jahren auf TSMC, sodass die Verlagerung auch nur eines Teils seiner Aufträge an Intel eine bemerkenswerte Veränderung in der Lieferkette wäre, schreibt Reuters.
Für Intel wäre ein solcher Vertrag besonders wichtig, da das Unternehmen versucht, die Chipproduktion für externe Kunden auszubauen. Falls Apple tatsächlich einen Teil seiner Aufträge vergibt, würde Intel nicht nur eine höhere Fabrikauslastung erreichen, sondern auch ein starkes Reputationssignal erhalten: Einer der weltweit größten Elektronikkonzerne würde seiner Fertigung wieder vertrauen.
Der Kontext ist hierbei nicht nur marktbezogen, sondern auch politisch. Im vergangenen Jahr erhielt die US-Regierung eine 10-prozentige Beteiligung an Intel und kündigte Pläne an, rund 10 Milliarden Dollar in den Bau und Ausbau der Fabriken des Unternehmens in den USA zu investieren. Washington versucht, die Abhängigkeit von asiatischen Chipherstellern zu verringern, und Intel übernimmt in dieser Strategie die Rolle eines der wichtigsten nationalen Hersteller.
Gleichzeitig versucht Intel zu zeigen, dass es nicht nur über politische Unterstützung, sondern auch über die technologische Basis verfügt, die für Großaufträge erforderlich ist. Am 16. Juni gab das Unternehmen bekannt, dass sein neues Fertigungsverfahren 18A-P in die Testproduktion gegangen ist. In dieser Phase produziert Intel die ersten Chargen von Wafern und prüft, ob die Technologie bereit ist, künftige Kundenanforderungen zu erfüllen.
18A-P ist wichtig, da es eine geeignetere Option für externe Kunden, einschließlich Apple, werden könnte. Laut Intel liefert das neue Verfahren eine bis zu 9 % höhere Leistung bei gleichem Stromverbrauch oder einen bis zu 18 % geringeren Stromverbrauch bei gleicher Betriebsgeschwindigkeit im Vergleich zu 18A. Das Unternehmen verweist zudem auf verbesserte thermische Eigenschaften und die Kompatibilität zwischen 18A-P und bestehenden Entwicklungen auf Basis von 18A.
Dennoch muss Intel erst noch beweisen, dass es solche Chips zuverlässig in großem Maßstab produzieren kann. Nach mehreren Jahren voller Verzögerungen und Problemen bei der Fertigungsqualität wird der Markt nicht nur auf die Spezifikationen von 18A-P achten, sondern auch auf die erfolgreiche Produktionsrate. Neil Shah, Analyst bei Counterpoint Research, sagte, dass es für Intel einfacher sein wird, neue Kunden zu gewinnen, wenn das Unternehmen schnell ein Niveau von über 90 % erreicht.
Der Markt preist bereits ein Turnaround-Szenario für Intel ein. Nach Trumps Erklärung stiegen die Aktien des Unternehmens um 5,7 %, während die Gewinne seit Jahresbeginn 200 % überschritten haben. Das Interesse der Anleger wurde durch mehrere Faktoren gestützt, darunter das 5-Milliarden-Dollar-Investment von Nvidia und die Nachfrage nach Prozessoren für die KI-Infrastruktur.
Auch die jüngsten Finanzergebnisse haben dieses Interesse untermauert. Im letzten Quartal stieg der Umsatz von Intel um 7 % auf 13,6 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street um rund 9 %. Das Segment Data Center und AI verzeichnete einen Umsatzanstieg von 22 % auf 5,05 Milliarden Dollar. Gleichzeitig verringerte sich der operative Verlust des Fertigungsgeschäfts von Intel auf 2,4 Milliarden Dollar, was einer Verbesserung um 72 Millionen Dollar gegenüber dem Vorquartal entspricht.
Vor diesem Hintergrund sagte Jim Cramer von CNBC, dass Intel trotz der starken Kursrallye weiter steigen könnte. Ihm zufolge könnte die Nachfrage nach KI-Diensten den Bedarf an Zentralprozessoren drastisch erhöhen, während die überlasteten Kapazitäten von TSMC Intel die Chance geben, Kunden zu gewinnen, die eine Produktion in den USA benötigen.
Für Intel ist nun die entscheidende Frage, ob das Unternehmen die Markterwartungen mit realen Aufträgen bestätigen kann. Trumps Aussage, das Interesse von Apple, die Investition von Nvidia und die staatliche Unterstützung haben bereits dazu beigetragen, die Aufmerksamkeit wieder auf das Unternehmen zu lenken, aber das reicht nicht aus. Intel muss zeigen, dass 18A-P nicht nur für Testchargen, sondern auch für eine stabile Hochlaufproduktion bereit ist.
Wenn Intel einen großen externen Kunden gewinnt und seine Fertigungsleistung verbessert, könnte sich seine Rolle am Markt spürbar verändern. Das Unternehmen wäre dann in der Lage, nicht nur mit eigenen Prozessoren zu verdienen, sondern auch mit der Herstellung von Chips für andere Akteure. In diesem Fall würde Intel nicht nur ein Teilnehmer am KI-Boom werden, sondern einer der wichtigsten Hersteller, auf die die USA im Kampf um die Kontrolle über die Halbleiter-Lieferkette setzen.