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Goldman Sachs hat einen Antrag auf Auflegung eines eigenen Bitcoin-ETF gestellt. Noch vor ein paar Jahren hätte ein solcher Schritt eines der bekanntesten Institute der Wall Street wie ein Hirngespinst geklungen. Jetzt aber signalisiert die Bank, dass sie BTC das Potenzial zutraut, neue Höchststände zu erreichen.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Die Bank plant die Auflegung des Bitcoin Premium Income ETF, wie aus einer Einreichung bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hervorgeht. Der Fonds wird Anlegern ein Engagement in BTC ermöglichen, allerdings nicht durch direkte Käufe. Stattdessen wird er eine optionsbasierte Strategie anwenden: Verkauf von Optionen auf Bitcoin-ETFs, um Prämieneinnahmen zu erzielen. Dieses Modell ermöglicht stetige Renditen, begrenzt aber die Gewinne bei starken Kursanstiegen.
Einfach ausgedrückt: Die Anleger erhalten sowohl potenzielle Kursgewinne von BTC als auch zusätzliche Einnahmen. Allerdings müssen sie dafür "bezahlen" - ein Teil des Gewinns wird bei starken Kursanstiegen geopfert.
Das Aufkommen eines solchen Produkts ist kein Zufall. Große US-Investmentbanken richten ihr Augenmerk zunehmend auf Bitcoin, wobei Morgan Stanley kürzlich als einer der ersten einen eigenen Bitcoin-ETF auflegte. Dennoch bleibt BlackRock der dominierende Akteur, dessen Bitcoin-Spot-ETF IBIT allein in den letzten Tagen Zuflüsse in Höhe von fast 300 Millionen Dollar verzeichnete.
Im Jahr 2020 erklärte Goldman Sachs ausdrücklich, dass Bitcoin nicht für Investitionen geeignet sei. Nur ein Jahr später änderte sich die Haltung: 2021 erkannte die Bank Kryptowährungen als eine neue Anlageklasse an und begann, den Markt aktiv zu erkunden.
Bis 2023 war der Tonfall deutlich positiver geworden. In einem Bericht bezeichnete Goldman Bitcoin als die Anlage mit der besten Wertentwicklung des Jahres und verwies auf Renditen von rund 27 %. BTC schnitt besser ab als der S&P 500, der Nasdaq 100, Gold und US-Staatsanleihen.
Trotzdem blieben die öffentlichen Erklärungen vorsichtig. Im Jahr 2025 bezeichnete CEO David Solomon Bitcoin in einem Interview mit CNBC als "interessanten spekulativen Vermögenswert" und betonte, dass er ihn nicht als Bedrohung des US-Dollars ansieht. Er wies auch darauf hin, dass regulatorische Einschränkungen die Bank daran hindern, direkt mit BTC zu arbeiten.
Aber Goldman's Aktionen erzählen eine andere Geschichte. Ende 2025 hielt die Bank rund 2,3 Milliarden Dollar in Krypto-ETFs, darunter mehr als 1 Milliarde Dollar in Bitcoin-Fonds und etwa die gleiche Summe in Ethereum. Sie begann auch mit dem Aufbau von Positionen in XRP- und Solana-ETFs und baute ihre Präsenz auf dem Markt schrittweise aus.
Ein Blick auf die Handlungen von Goldman Sachs in den letzten Jahren hilft zu erklären, warum die Bank ihre Haltung gegenüber Bitcoin ändert - sie wettet effektiv auf dessen Wachstum. Obwohl Goldman kein direktes Kursziel nennt, wird am Markt zunehmend ein Szenario diskutiert, in dem BTC 200.000 $ erreichen könnte, wie Forbes unter Berufung auf die Analyse der Bank berichtet.
Diese Aussichten beruhen auf mehreren konkreten Faktoren. Der erste ist der Zufluss institutioneller Gelder. Mit der Einführung von börsengehandelten Fonds (ETFs) haben Großanleger eine einfache Möglichkeit erhalten, Zugang zu BTC zu erhalten, und selbst relativ kleine Allokationen von Fonds können den Markt erheblich bewegen.
Der zweite Faktor ist die Knappheit. Das maximale Angebot von Bitcoin ist auf 21 Millionen Münzen begrenzt, und ein großer Teil davon ist bereits aus dem Verkehr gezogen. Daher kann selbst ein moderates Nachfragewachstum die Preise in die Höhe treiben.
Das dritte Element ist die Markttransformation. Bitcoin wird allmählich zu einem vollwertigen Finanzinstrument, mit ETFs, Derivaten und Einkommensstrategien - einschließlich des eigenen Produkts von Goldman Sachs. Zusammen bilden diese Trends die Grundlage für ein solches Wachstumsszenario.
Die Geschichte von Goldman Sachs zeigt, wie schnell die großen Banken ihre Meinung über Bitcoin ändern. Noch vor ein paar Jahren wurde der Vermögenswert abgetan, während die Institute heute spezielle Produkte entwickeln und Milliarden von Dollar investieren.
Die öffentliche Rhetorik ist nach wie vor zurückhaltend, aber Taten sprechen lauter. Bitcoin ist bereits Teil des globalen Finanzsystems geworden. Vor diesem Hintergrund scheint ein Szenario, in dem BTC 200.000 Dollar erreicht, nicht mehr weit hergeholt. Es handelt sich nicht um eine garantierte Prognose, sondern um die logische Fortsetzung eines Trends, der von den größten Finanzakteuren der Welt vorangetrieben wird.