Bitcoin-Kursprognose von Bloomberg Intelligence: BTC könnte auf 10.000 US-Dollar fallen

Bitcoin-Kursprognose von Bloomberg Intelligence: BTC könnte auf 10.000 US-Dollar fallen
Die Meinung von Bloomberg Intelligence zur Zukunft von Bitcoin

Bloomberg Intelligence hat einen ausgesprochen pessimistischen Ausblick auf Bitcoin gegeben. Die Analysten sagen, dass der Vermögenswert auf 10.000 Dollar fallen könnte, und verweisen auf makroökonomische Risiken und Anzeichen einer Marktüberhitzung. Noch vor ein paar Jahren waren die Prognosen jedoch genau das Gegenteil.

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Bereit für einen Rückgang

Mike McGlone, Senior Commodity Strategist bei Bloomberg Intelligence, wiederholte kürzlich sein pessimistischstes Szenario für den Bitcoin-Preis - einen Rückgang auf 10.000 Dollar. Diese Ansicht vertritt er schon seit mehreren Monaten und hat seine Haltung trotz der Marktschwankungen nicht geändert. Seiner Meinung nach nähert sich der aktuelle Zyklus seinem Ende, während der Markt weiterhin übersättigt ist.

Als Teil seiner Argumentation verweist McGlone auf den Bloomberg Galaxy Crypto Index, der die wichtigsten digitalen Vermögenswerte abbildet. Der Index ist im Jahr 2025 um etwa 20 % gefallen und hat im Jahr 2026 weitere 20 % verloren. Seiner Meinung nach gibt es derzeit keine klaren Katalysatoren, die diesen Trend umkehren könnten.

Ein weiterer Schlüsselfaktor ist das Überangebot. Laut McGlone umfasst der Markt inzwischen mehrere Millionen Krypto-Assets, während sich die tatsächliche Nachfrage nur auf ein kleines Segment konzentriert, wie etwa auf Dollar-gedeckte Stablecoins. Gleichzeitig kaufen die Anleger weiterhin "die Delle", was er als typisches Verhalten in Bärenmärkten und nicht als Zeichen einer Erholung ansieht.

Das ferne 100.000-Dollar-Ziel

Noch vor ein paar Jahren hatte Bloomberg Intelligence eine ganz andere Prognose. Die Analysten prognostizierten, dass Bitcoin im Jahr 2021 100.000 $ erreichen könnte. Ihr Hauptargument war der rasche Zufluss von institutionellem Kapital und das wachsende Interesse von großen Finanzunternehmen.

In den damaligen Berichten wurde auf Unternehmen wie Fidelity und Franklin Templeton verwiesen, die aktiv Krypto-Spezialisten einstellten. Dies wurde als Zeichen dafür gewertet, dass sich Kryptowährungen von einem Nischensegment zu einer Mainstream-Anlageklasse entwickeln. Bitcoin wurde sogar als potenzielles globales Reserve-Asset bezeichnet.

Das Narrativ der Knappheit spielte ebenfalls eine zentrale Rolle. Angesichts des begrenzten Bitcoin-Angebots und der steigenden Nachfrage - auch aus dem DeFi- und NFT-Sektor - erwarteten die Analysten steigende Preise. Zu dieser Zeit glaubten sie, dass BTC, sobald er die 50.000 $-Marke überschritten hatte, sich schnell und ohne großen Widerstand in Richtung 100.000 $ bewegen könnte.

Eine Verschiebung im Jahr 2025

Ende 2025 begann sich der Ton von Bloomberg Intelligence zu ändern. McGlone stellte fest, dass Bitcoin "deutlich überbewertet" erschien, insbesondere im Vergleich zu Gold. Er wies darauf hin, dass das Verhältnis von BTC zu Gold das 20-fache übersteigt, während ein vernünftigeres Niveau seiner Meinung nach eher bei 13 liegen würde.

Er wies auch auf Signale vom Aktienmarkt hin. Die 120-Tage-Volatilität des S&P 500 sei auf den niedrigsten Stand seit 2017 gesunken - ein mögliches Zeichen für eine bevorstehende Verschiebung. In solchen Szenarien sind Risikoanlagen wie Bitcoin oft die ersten, die unter Druck geraten.

Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich ein vorsichtigerer Ausblick ab, mit einem möglichen Rückgang auf 50.000 US-Dollar. Diese Vorhersage wurde zu einem Übergangspunkt zwischen dem früheren Optimismus und der aktuellen bärischen Haltung.

Nicht jeder erwartet einen Rückgang

Trotz dieses Ausblicks teilen die meisten Analysten diese pessimistische Sichtweise nicht. Prominente Bitcoin-Befürworter wie MicroStrategy-Vorsitzender Michael Saylor, ARK Invest-Gründerin Cathie Wood und Fundstrat-Analyst Tom Lee unterstützen weiterhin langfristige Wachstumsszenarien.

Ihre Argumente sind einfach. Erstens ist das Bitcoin-Angebot bei 21 Millionen Coins gedeckelt, und ein erheblicher Teil wird bereits von langfristigen Investoren gehalten. Zweitens steigt die institutionelle Nachfrage weiter an - insbesondere nach der Einführung von Spot-ETFs -, wobei große Fonds regelmäßig BTC anhäufen und das verfügbare Angebot reduzieren.

Bitcoin wird auch zunehmend als "digitales Gold" angesehen. In Zeiten von Inflation und weltweiter wirtschaftlicher Unsicherheit nutzen Investoren Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel. Aus diesem Grund sehen viele Marktteilnehmer Preisrückgänge als vorübergehende Korrekturen und nicht als das Ende eines langfristigen Aufwärtstrends.

Ein Markt ohne ein einziges Narrativ

Die Prognose von Bloomberg Intelligence hebt sich deutlich ab, macht aber deutlich, wie sehr sich die Wahrnehmung von Bitcoin in den letzten Jahren verändert hat. Einst als schnell wachsende Anlageklasse angesehen, wird sie nun häufiger durch die Brille der Makroökonomie, der Liquidität und der Überhitzungsrisiken bewertet. Diese Verschiebung erklärt, warum die Prognosen jetzt zwischen 10.000 und 1 Million Dollar liegen.

In der Praxis folgt der Markt nicht mehr einem einzigen сценарий. Einige Analysten erwarten eine tiefgreifende Korrektur und Marktbereinigung, während andere von einem anhaltenden Wachstum aufgrund von Nachfrage und Knappheit ausgehen. Infolgedessen wird der Bitcoin-Preis zunehmend nicht nur von kryptospezifischen Faktoren, sondern auch von der Weltwirtschaft im Allgemeinen beeinflusst.

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