Pavlo Kot

Wo die Stars der WM 2026 investieren: Fußballvereine, Technologie und Krypto

Wo die Stars der WM 2026 investieren: Fußballvereine, Technologie und Krypto
Jenseits des Fußballs: Investitionen der Stars

​Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 hat die größten Stars des Fußballs erneut ins globale Rampenlicht gerückt. Doch die heutigen Elite-Spieler kämpfen um mehr als nur Trophäen und Sponsorenverträge. Eine wachsende Zahl nutzt ihr Vermögen, um Sportvereine zu erwerben, in Technologieunternehmen zu investieren, Startups im Bereich der künstlichen Intelligenz zu unterstützen und in die Kryptowährungsbranche zu expandieren.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Vor diesem Hintergrund bietet die Weltmeisterschaft 2026 eine zeitgemäße Gelegenheit zu untersuchen, wo die größten Namen des Fußballs ihr Geld anlegen. In den letzten Jahren haben sich die Finanzstrategien von Top-Athleten spürbar gewandelt, wobei viele über reine Werbeverträge hinausgehen und direkte Beteiligungen sowie langfristige Geschäftsinvestitionen anstreben.

Trotz der Vielfalt ihrer Portfolios haben sich einige klare Investmenttrends herauskristallisiert.

Sportvereine werden zu langfristigen Investitionen

Der Sport bleibt das natürlichste Investitionsziel für Profifußballer. Es ist die Branche, die sie am besten kennen, mit einem tiefen Verständnis für ihr kommerzielles Potenzial und ihre Fangemeinde.

Frankreichs Stürmer Kylian Mbappé übernahm beispielsweise 2024 über ein verbundenes Investmentvehikel die Kontrolle über den Club Caen. Er investierte auch in das France SailGP Team, was zeigt, dass er Sport nicht nur als Wettbewerb, sondern auch als langfristige Geschäftsmöglichkeit betrachtet.

Kroatiens Kapitän Luka Modrić schlug einen ähnlichen Weg ein und wurde Miteigentümer von Swansea City, während der belgische Torhüter Thibaut Courtois in den KRC Genk investierte, den Verein, bei dem seine Profikarriere begann.

In jedem Fall geht die Investition über finanzielle Renditen hinaus und hilft den Spielern, nach dem Karriereende langfristige Bindungen zum Sport aufrechtzuerhalten.

Technologie zieht die größten Namen des Fußballs an

Technologie hat sich als weiteres wichtiges Anlagethema herauskristallisiert, insbesondere Unternehmen, die sich auf Gesundheit, künstliche Intelligenz und digitale Dienstleistungen konzentrieren.

Portugals Kapitän Cristiano Ronaldo wurde Investor bei WHOOP, dem Unternehmen hinter Wearables zur Überwachung von körperlicher Leistungsfähigkeit, Schlaf und Erholung. Für einen der diszipliniertesten Athleten des Fußballs erscheint die Investition als natürliche Ergänzung. Er unterstützte auch Perplexity, das KI-gestützte Suchmaschinen-Startup.

Mbappé entschied sich für ein anderes Segment des Technologiemarktes, indem er sich an einer Finanzierungsrunde für das französische digitale Krankenversicherungsunternehmen Alan beteiligte. Nach der Investition erreichte die Bewertung des Unternehmens etwa 5,8 Milliarden Dollar, was es zu einem der größten europäischen Technologieunternehmen in diesem Sektor macht.

Krypto: Investitionen und Partnerschaften sind nicht dasselbe

Digitale Vermögenswerte nehmen einen wachsenden Platz in den Portfolios von Fußballern ein, obwohl es wichtig ist, zwischen echten Investitionen und kommerziellen Partnerschaften zu unterscheiden.

Mbappé liefert eines der deutlichsten Beispiele. Im Jahr 2022 wurde er Investor, Social-Impact-Partner und Botschafter für Sorare, die Blockchain-basierte Fantasy-Football-Plattform, die auf digitalen Spielerkarten basiert.

Lionel Messi erhielt im Rahmen einer Partnerschaftsvereinbarung ebenfalls eine Beteiligung an Sorare. Darüber hinaus beteiligte sich seine Investmentgesellschaft Play Time an einer Finanzierungsrunde für das fußballorientierte Web3-Startup Matchday.

Messis Investitionsinteressen gehen jedoch weit über digitale Assets hinaus. Ende 2024 notierte seine Immobiliengesellschaft Edificio Rostower Socimi ein Immobilienportfolio im Wert von rund 232 Millionen Dollar an der spanischen Börse.

Cristiano Ronaldos Krypto-Geschichte hat eine andere Richtung eingeschlagen. Sein prominentestes Engagement war eine langfristige Partnerschaft mit Binance, einschließlich mehrerer NFT-Kollektionen.

Später wurde der Fußballstar Ziel einer Sammelklage in den Vereinigten Staaten, in der mehr als 1 Milliarde Dollar Schadenersatz gefordert wurde. Die Kläger argumentierten, dass Ronaldo Binance-Produkte beworben und somit am Verkauf nicht registrierter Wertpapiere teilgenommen habe.

Der Fall verdeutlichte eines der größten Risiken von Krypto-Partnerschaften: Selbst wenn ein Athlet kein Investor ist, können Werbeverträge mit Krypto-Unternehmen zu rechtlichen Herausforderungen führen, wenn die Plattform später auf regulatorische oder juristische Probleme stößt.

Unternehmen über den Fußball hinaus aufbauen

Die Investitionsentscheidungen der WM-Stars sollten nicht als Blaupause für Privatanleger betrachtet werden. Profisportler genießen Zugang zu Möglichkeiten, Netzwerken und Deal-Flows, die den meisten Einzelpersonen nicht zur Verfügung stehen.

Dennoch bieten ihre Portfolios wertvolle Einblicke in die Branchen, denen sie das stärkste langfristige Potenzial zutrauen.

Das mag der größte Wandel im modernen Fußball sein. Die heutigen Elite-Spieler nutzen ihre Karrieren zunehmend nicht nur, um Gehälter und Sponsoringeinnahmen zu erzielen, sondern auch, um dauerhafte Investmentportfolios aufzubauen.

Die Weltmeisterschaft 2026 zeigt daher mehr als nur den Fußball selbst. Sie spiegelt auch ein neues Modell des modernen Athleten wider, bei dem der Erfolg auf dem Platz zur Grundlage für den Aufbau von Unternehmen in den Bereichen Technologie, Gesundheitswesen, Medien und der Krypto-Industrie wird.

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