Goldpreis-Prognose: XAU hält sich in der Nähe der Höchststände, da politische Erwartungen den Trend unterstützen
Gold bleibt in der Nähe von $ 4.220 pro Unze verankert und konsolidiert sich nach einem Quartal, das von strukturellen Neubewertungen geprägt war, knapp unter den Rekordhochs. Das Metall wird in einer engen Spanne gehandelt und gibt seine Gewinne nicht wieder ab, was ein Zeichen dafür ist, dass die Käufer vor der Entscheidung der Federal Reserve in der nächsten Woche die Kontrolle behalten.
Höhepunkte
- Gold wird nahe der 4.220 $-Marke gehandelt, da die Volatilität durch Konsolidierung ersetzt wird.
- Die Märkte gehen von einer 87-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed aus.
- Die ETF- und physischen Handelsströme zeigen eine fortgesetzte Akkumulation, keine Ausschüttung.
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Trotz der gedämpften Bewegung in dieser Woche deutet das Ausbleiben von Liquidationsverkäufen darauf hin, dass sich der Aufschwung eher stabilisiert als abschwächt.
Trend hält an, da Gold eine Basis über der wichtigen Fibonacci-Unterstützung bildet
Gold wird weiterhin über dem 0,5-Fib-Retracement bei 4.133 $ gehandelt, wo die Käufer nach dem Anstieg zu Beginn des Quartals auf 4.381 $ schnell einsprangen. Das 0,618-Retracement bei 4.191 $ hat sich zum zentralen Drehpunkt entwickelt, der zwischen Unterstützung und Widerstand wechselt, während das 0,786-Niveau bei 4.275 $ das obere Ende des Konsolidierungsbandes abdeckt.

Goldpreisprognose (Quelle: TradingView)
Die gleitenden Durchschnitte verstärken die zinsbullische Struktur. Die EMAs der 20-, 50-, 100- und 200-Tage-Linie verlaufen in sauberer Ausrichtung nach oben, was eher auf einen anhaltenden institutionellen Auftragsfluss als auf spekulative Ausschläge hindeutet. Der RSI im niedrigen 60er-Bereich signalisiert ein kontrolliertes Momentum: Er ist hoch genug, um die Trendstärke zu bestätigen, aber nicht übermäßig erhitzt.
Die Rückschläge sind nach wie vor gering, und die Verkäufer haben trotz wiederholter Versuche, das gleiche Unterstützungsband zu testen, keinen klaren Durchbruch erzwungen. Diese Art der disziplinierten Angebotsreaktion steht im Einklang mit Akkumulationsphasen, die während großer Zyklen zu beobachten sind, in denen tiefere Rücksetzer wiederholt von großen Käufern überboten werden.
Makrokatalysatoren stapeln sich zu Gunsten von Gold, da sich die Rezessionssignale verstärken
Eine Reihe von schwachen Arbeitsmarktdaten hat die Argumente für einen Schwenk der Fed gestärkt. ADP meldete einen Rückgang der Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft um 32.000, während Challenger für den Monat 71.000 Entlassungen meldete, was die Gesamtzahl seit Jahresbeginn auf 1,17 Millionen erhöhte. Diese Zahlen untermauern das Bild einer sich abkühlenden Wirtschaft und stützen die Erwartungen an einen Kurswechsel.
Die Märkte rechnen nun mit einer 87-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung in der nächsten Woche, wobei die Händler den verschobenen PCE-Inflationsbericht zur Bestätigung abwarten. Die Erwartung niedrigerer Zinsen schwächt den Dollar und senkt die realen Renditen - zwei Säulen der anhaltenden Stärke von Gold.
Politische Signale sind ein weiterer Faktor. Spekulationen, dass Kevin Hassett Jerome Powell im Jahr 2026 ablösen könnte, haben ein neues Thema in die Positionierung bei langen Laufzeiten eingebracht. Hassett gilt als offener für eine aggressive Lockerung der Geldpolitik, was den Märkten einen Grund gibt, einem potenziellen mehrjährigen Lockerungszyklus zuvorzukommen.
Auch die Angebotsdynamik trägt zu der optimistischen Stimmung bei. Die physischen Lieferungen in die großen Tresore sind weiterhin hoch, und die Bestände der börsengehandelten Fonds haben sich eher stabilisiert als aufgelöst. Dieses Verhalten steht in krassem Gegensatz zu typischen spätzyklischen Rohstoffrallyes, bei denen spekulative Ströme dominieren und die institutionelle Nachfrage nachlässt.
Gold wartet auf den nächsten Katalysator, da sich die Konsolidierung um die Schlüsselniveaus verschärft
Das unmittelbare Umfeld wird durch die Kompression innerhalb der Spanne von 4.191 $ bis 4.275 $ bestimmt. Ein Ausbruch über 4.275 $ eröffnet eine Rückkehr in Richtung 4.381 $, wobei eine weitere Ausdehnung möglich ist, wenn die Fed ihre Lockerungspolitik bekräftigt. Auf der Unterseite ist die Unterstützung bei 4.133 $ die erste Verteidigungslinie. Ein Bruch dieser Marke könnte zu einem erneuten Test der Zone zwischen 4.004 und 4.075 $ in der Nähe des 50-Tage-EMA führen, obwohl tiefere Pullbacks eher korrigierend als trendbrechend sind, solange die Makrodaten niedrigere Renditen unterstützen.
Gold verhält sich weiterhin wie ein Vermögenswert, der eine strukturelle Neubewertung erfährt, anstatt auf kurzfristige Inflationsgeräusche zu reagieren. Die schwache Beschäftigungslage, die Rezessionsrisiken und die zunehmend dovishere Haltung der Zentralbanken haben ein dauerhaftes Angebot geschaffen, das über den zyklischen Handel hinausgeht.
Zuvor hatten wir erörtert, dass der Trend intakt bleiben würde, solange Gold seine steigende EMA-Struktur beibehält und Liquidationsspitzen vermeidet. Die derzeitige Konsolidierung bestätigt diese These: Der Markt wartet auf das nächste politische Signal und bereitet sich nicht auf eine Trendwende vor.
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