Nasdaq Composite fällt vor der Veröffentlichung wichtiger Daten zum Wohnungsbau unter 23.500
Der Nasdaq Composite Index gibt am Montag, den 29. Dezember, vorbörslich nach und setzt damit seine Ablehnung der 23.700er-Marke von letzter Woche fort. Die Futures sind um 0,5 % gesunken und haben über 130 Punkte verloren, womit sie sowohl unter das vorherige Zwei-Tages-Tief als auch unter die psychologische Marke von 23.500 Punkten gefallen sind. Damit setzt sich der Abwärtsdruck fort, der am Freitag eingesetzt hatte und nun einen Großteil der Gewinne der Vorwoche wieder zunichte zu machen droht.
Höhepunkte
- Nasdaq fällt unter 23.500 Punkte, da die Ablehnung der Versorgungszone den Abwärtsdruck vorbörslich ausweitet
- Nasdaq-Index bleibt hinter seinen Konkurrenten zurück, da dünner werdendes Volumen und Schwäche der Technologiebranche die Positionierung zum Jahresende verzögern
- Die Daten zu den anstehenden Hausverkäufen könnten die Richtung des Nasdaq in den letzten Handelstagen des Jahres bestimmen
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Die Sitzung am Freitag endete mit einer schwachen Note und beendete eine fünftägige Gewinnserie, die den Index über seinen 20-Tage-EMA gehoben hatte. Trotz dieses Tagesverlustes schloss der Nasdaq die Woche bei 23.600 Punkten und verzeichnete damit einen Wochengewinn von 1,5 %. Die bärische Ablehnung der 23.700er-Marke verhinderte jedoch eine Fortsetzung der Dezember-Rallye und hielt den Index unter dem Monatshoch.

Kurschart des Nasdaq Composite (Juli - Dezember 2025). Quelle: Tradingview
Im Vergleich zu seinen Konkurrenten hinkt der Nasdaq hinterher. Der S&P 500 und der Dow Jones beendeten den Freitag zwar ebenfalls leicht schwächer, hielten sich aber beide in der Nähe ihrer Allzeithochs und blieben bis zum Jahresende stärker positioniert. Die relative Schwäche des Nasdaq spiegelt die anhaltende Anfälligkeit für Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten und die nachlassende Dynamik bei Wachstumswerten zum Jahresende 2024 wider.
Die Richtung des Nasdaq-Index könnte von der Überraschung im Wohnungsbau und der Positionierung vor dem Januar abhängen
Das Volumen hat in der vergangenen Woche abgenommen, wie aus dem Stundenchart hervorgeht. Die geringere Liquidität während der Feiertage hat die Überzeugung hinter den Kursbewegungen verringert, so dass die Widerstandszonen einen stärkeren Einfluss auf die Intraday-Richtung haben. Dies bedeutet auch, dass Unterstützungsbereiche wie die 23.300er-Marke, die eng mit dem 20-Tage-EMA und dem Tief der Vorwoche übereinstimmt, bei anhaltenden Verkäufen getestet werden könnten.
Das Augenmerk der Anleger richtet sich nun auf die heute veröffentlichten Daten zu den anstehenden Hausverkäufen. Die Prognose liegt bei 1,0 % und damit unter dem vorherigen Wert von 1,9 %. Sollte die tatsächliche Zahl positiv überraschen, könnte sie der allgemeinen Stimmung Rückenwind verleihen, da sie die Widerstandsfähigkeit der wohnungsbezogenen Wirtschaftstätigkeit widerspiegelt. Ein schwächerer Wert könnte zum Jahresende die Bedenken über die makroökonomische Schwäche verstärken und die technologielastigen Aktien weiter belasten.
Der Nasdaq Composite befindet sich zum Jahresende in einer Zwickmühle zwischen schwindender Beteiligung und wichtigen technischen Niveaus. Ob er die Unterstützung bei 23.300 Punkten hält oder nach unten ausbricht, könnte davon abhängen, wie die Anleger auf die heutigen Wirtschaftsdaten reagieren und wie sie sich vor der vollständigen Wiederaufnahme des Marktes in der nächsten Woche positionieren.
In unserer jüngsten Analyse haben wir erörtert, wie sich der Nasdaq Composite trotz geringer Umsätze und gemischter Erwartungen an die Fed über 23.620 Punkten halten konnte. Bedenken hinsichtlich der Kosten für KI-Chips und eine schwache Dynamik begrenzten die Gewinne nach der fünftägigen Rallye.
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