Dmytro Kharkov

LVMH-Aktie fällt trotz Ernennung eines neuen Givenchy-CEO unter 625 Euro

LVMH-Aktie fällt trotz Ernennung eines neuen Givenchy-CEO unter 625 Euro
Amandine Ohayon wird am 9. Januar CEO von Givenchy

Am 8. Januar schloss die LVMH-Aktie bei 624,90 € und gab damit in den letzten 24 Stunden um 0,7 % nach. Die Aktie bewegt sich seit Wochen seitwärts zwischen € 610 und € 655, was die Vorsicht der Anleger im Vorfeld von Gewinn- oder Ausgabendaten widerspiegelt.

Höhepunkte

  • Die LVMH-Aktie fiel um 0,7% auf 624,90 € und bewegte sich damit weiterhin in einer engen Spanne von 610 bis 655 €.
  • Amandine Ohayon wurde am 9. Januar zum CEO von Givenchy ernannt. Dies ist Teil der umfassenden Umstrukturierung der LVMH-Führung.
  • Die Märkte warten auf wichtige Katalysatoren wie die Ergebnisse des vierten Quartals und Signale der weltweiten Verbrauchernachfrage.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

LVMH hat das Jahr 2026 mit einer Reihe von internen Führungswechseln begonnen und damit seine langfristige Strategie des Führungswechsels und der kreativen Erneuerung seines Modeportfolios bekräftigt. Der jüngste Schritt ist die Ernennung von Amandine Ohayon, die zuvor CEO von Stella McCartney war, zur Chief Executive Officer von Givenchy. Sie wird ihre neue Aufgabe am 9. Januar antreten und an Pietro Beccari, den CEO von Louis Vuitton, berichten, der auch den Vorsitz der Modegruppe von LVMH innehat.

Die Ernennung folgt auf eine Reihe von strategischen Veränderungen in der Führungsebene des LVMH-Portfolios, darunter neue Ernennungen bei Celine, Kenzo und Loewe. Diese Veränderungen stehen im Einklang mit Bernard Arnaults Vision, die Maisons der Gruppe mit neuen Führungskräften im Einzelhandel und im Kreativbereich auszustatten, um die kulturelle Relevanz aufrechtzuerhalten und die Performance in einer sich verändernden globalen Luxuslandschaft zu steigern.

Givenchy ist zwar weltweit bekannt, hat aber im Vergleich zu Konkurrenten wie Dior und Louis Vuitton in der Vergangenheit unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielt. Ohayons Erfahrung in der Neupositionierung von Marken und nachhaltiger Mode signalisiert das Bestreben, die Einzelhandelspräsenz und Rentabilität von Givenchy zu steigern. Ihre Ernennung spiegelt auch die zunehmende Bedeutung wider, die LVMH der operativen Einzelhandelskompetenz beim Vorantreiben des Wachstums außerhalb des Designstudios beimisst.

Gemischte kurzfristige Signale unterhalb des Hauptwiderstands

Die Aktie notiert knapp unter dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt (€ 631), was ein leichtes Abwärtssignal darstellt, und bleibt gleichzeitig deutlich unter dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt (€ 654), der seit Anfang des vierten Quartals als Obergrenze fungiert. Die Momentum-Indikatoren zeigen eine neutrale bis leicht rückläufige Haltung, wobei der Relative-Stärke-Index (RSI) bei 48 liegt - ein Zeichen für einen Markt, dem es an Überzeugung in eine der beiden Richtungen fehlt.

Die wichtigste Unterstützung liegt bei 610 €, gefolgt von einer stärkeren Basis um 590 €, die mit dem Tiefpunkt im Oktober zusammenfällt. Der Widerstand liegt bei 638 € (50-Tage-MA) und noch deutlicher bei 655-660 €, wo der Kurs im September und November durchbrochen wurde.

Kursdynamik der LVMH-Aktie (November 2025 - Januar 2025). Quelle: TradingView

Das Volumen lag in der letzten Woche leicht unter dem Durchschnitt, was auf einen Mangel an starkem Kaufdruck hinweist. Während der mittelfristige Trend weiterhin flach bis abwärts verläuft, könnte ein Ausbruch über den 200-Tage-MA technische Käufe und eine Momentumum-Umkehr auslösen. Kurzfristig orientierte Händler sollten auf einen Anstieg über 640 € achten, um den Aufwärtstrend zu bestätigen, während ein Rückgang unter 610 € wieder ein rückläufiges Momentum auslösen würde.

Tendenz zur Handelsspanne mit Ausbruchspotenzial

LVMH geht mit strategischem Momentum, aber technischer Unsicherheit in das Jahr 2026. Das Basisszenario für Q1 ist eine anhaltende Handelsspanne zwischen € 610 und € 655, da die Anleger makroökonomischen Gegenwind mit interner Markendynamik abwägen. Ohne einen bedeutenden Katalysator wird die Aktie wahrscheinlich unter dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt bleiben - einer psychologischen Barriere.

Ein Aufwärtsszenario würde gute Ergebnisse für das vierte Quartal (die für Anfang Februar erwartet werden) und ein neues Vertrauen der Anleger in die chinesischen und amerikanischen Luxusausgaben voraussetzen. In diesem Fall könnte ein nachhaltiger Anstieg über € 660 den Weg in Richtung € 685 eröffnen, wobei € 700 ein mögliches Ziel für das späte Q1 darstellen. Ein entscheidender Durchbruch über €725 würde eine vollständige Umkehr zu den Allzeithochs markieren, aber ein solches Ergebnis scheint ohne eine sektorweite Rallye oder eine bedeutende Überraschung nach oben unwahrscheinlich.

Die LVMH-Aktien haben sich angesichts der negativen Schlagzeilen über die Reisetochter Belmond Ltd. zurückgezogen, nachdem ein tödlicher Zugzusammenstoß in der Nähe von Machu Picchu einen Toten und über 20 Verletzte gefordert hatte. Belmond beschuldigte den Konkurrenten Inca Rail, der sich im Besitz eines mit der Carlyle Group verbundenen Unternehmens befindet, für die unerlaubte Nutzung der Gleise, die zu dem Unfall führte.

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