USD/JPY unter 159 gedeckelt, da Interventionssignale den zwölfmonatigen Rückgang des Yen stoppen

USD/JPY unter 159 gedeckelt, da Interventionssignale den zwölfmonatigen Rückgang des Yen stoppen
USD/JPY bewegt sich nahe 158

USD/JPY handelte am Donnerstag im europäischen Handel leicht um 0,16% höher und bewegte sich um die Marke von 158. Die Paarung versucht sich zu stabilisieren, nachdem sie am Mittwoch von einem neuen Jahreshoch bei 159,45 stark zurückgegangen war. Bei diesem Rückgang verlor USD/JPY im Tagesverlauf 0,8%, da der japanische Yen aufgrund zunehmender Spekulationen über ein Eingreifen der japanischen Behörden zur Eindämmung einer übermäßigen Währungsabwertung an Boden gewann.

Höhepunkte

  • USD/JPY hält sich in der Nähe von 158, nachdem er sich von 159,45, einem Jahreshoch, deutlich abgesetzt hat
  • Verbale Intervention japanischer Beamter bremst Yen-Schwäche
  • 100 EMA bietet Unterstützung, während Händler die US-Arbeitslosenmeldungen für eine neue Richtung beobachten

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Der japanische Yen steht seit Jahresbeginn unter anhaltendem Verkaufsdruck, und seine Futures sind inzwischen auf den niedrigsten Stand seit zwölf Monaten gefallen. Dieser Trend spiegelt die zunehmende politische Divergenz zwischen der Bank of Japan und der US-Notenbank wider. Während die japanische Zentralbank weiterhin eine zurückhaltende Haltung einnimmt, wurde der Dollar durch solide Wirtschaftsdaten und die Erwartung eines verzögerten Kurswechsels der Fed gestützt.

Preisdynamik USD/JPY (Januar 2026). Quelle: Tradingview

Mündliche Interventionen japanischer Beamter trugen dazu bei, die Yen-Verluste aufzuhalten. Am Mittwoch deutete Kabinettschef Seiji Kihara an, dass die Regierung eingreifen könnte, falls die einseitigen Bewegungen gegen den Yen anhalten. Dies wurde vom Finanzministerium aufgegriffen, das die Notwendigkeit betonte, einer übermäßigen Schwäche entgegenzuwirken. Die Äußerungen lösten eine rasche Erholung des Yen aus und zwangen USD/JPY von seinem 2025er-Hoch nach unten.

Gerüchte über vorgezogene Wahlen und die Erwartung fiskalischer Anreize belasten die Stabilität des Yen

Trotz dieses Rückschlags zeigt der Kursverlauf am Donnerstag eine Konsolidierung über 158, da die zugrunde liegende Dollar-Stärke die Erholungsversuche des Yen begrenzt. Die politischen Entwicklungen in Japan stehen nun im Mittelpunkt. Die Marktteilnehmer rechnen mit der Wahrscheinlichkeit einer vorgezogenen Wahlankündigung in der nächsten Woche, angeführt von Premierministerin Sanae Takaichi. Der von ihr erwartete Haushalt mit starken fiskalischen Impulsen könnte die japanischen Aktien begünstigen, aber den Yen aufgrund von Bedenken über steigende Staatsausgaben unter Druck setzen.

USD/JPY testet 100 EMA-Unterstützung, da Händler sich im Vorfeld der Arbeitslosenanträge positionieren

Aus technischer Sicht fungiert der 100 EMA auf dem 1-Stunden-Chart nun als kurzfristige Unterstützung. Ein Abprallen von diesem Niveau könnte es USD/JPY ermöglichen, den Höchststand von 159,45 zurückzuerobern und sich dem psychologischen Bereich von 160 zu nähern. Diese Konstellation würde sich noch verstärken, wenn die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten unter der Prognose von 215.000 liegen, da dieses Ergebnis den Dollar stärken und einen weiteren Aufwärtstrend dieser Paarung unterstützen würde.

Sollte sich die Erholung des Yen fortsetzen und die US-Arbeitslosenanträge die Erwartungen übertreffen, könnte USD/JPY unter den 100 EMA fallen. Eine solche Bewegung würde das Paar einem tieferen Rückgang in Richtung 157,5 aussetzen, wo je nach der weiteren Reaktion des Dollars weiterer Abwärtsdruck entstehen könnte.

In der jüngsten Analyse haben wir erörtert, wie USD/JPY bei ¥158,44 oberhalb des MA-20 und MA-50 gehandelt wurde, was ein breites zinsbullisches Momentum widerspiegelt. Die Momentum-Indikatoren waren uneinheitlich, aber die Aufwärtswahrscheinlichkeit lag bei über 80 % in Richtung 159,38 Yen, solange sich der Kurs über dem Kijun-Niveau von 157,45 Yen hielt.

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