Paramount verlängert 77,9-Milliarden-Dollar-Angebot für Warner, da die Angebotsfrist bis zum 20. Februar verlängert wird

Paramount verlängert 77,9-Milliarden-Dollar-Angebot für Warner, da die Angebotsfrist bis zum 20. Februar verlängert wird
Paramount erhöht den Druck auf den Warner-Vorstand mit Proxy-Fight gegen Netflix-Deal

Paramount, ein Unternehmen im Besitz von Skydance, verlängert das Zeitfenster für das Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery in Höhe von 77,9 Milliarden Dollar und gibt den Aktionären bis zum 20. Februar die Möglichkeit, Aktien für 30 Dollar in bar zu erwerben.

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Der Preis bleibt unverändert, womit das Geschäft mit mehr als 108 Milliarden Dollar einschließlich Schulden bewertet wird. Dies ist die zweite Verlängerung, seit Paramount die Fusionsvereinbarung von Warner mit Netflix angefochten hat, berichtet Yahoo Finance.

Paramount teilte mit, dass bisher mehr als 168,5 Millionen Aktien angeboten wurden, was noch weit von der für die Übernahme der Kontrolle erforderlichen Mehrheit entfernt ist. Gleichzeitig erhöht Paramount den Druck, indem es einen Proxy-Fight vorbereitet und vorläufige Unterlagen einreicht, um Stimmen gegen die Netflix-Transaktion zu sammeln. Dieser Schritt signalisiert, dass Paramount sowohl durch die Beteiligung der Aktionäre als auch durch Einflussnahme auf Vorstandsebene gewinnen will. Da konkurrierende Angebote auf dem Tisch liegen, werden die Warner-Aktionäre zu einer Entscheidung über Bewertung, Struktur und langfristige Vorteile gedrängt, bei der viel auf dem Spiel steht.

Zwei konkurrierende Visionen erschweren das Kalkül der Aktionäre

Der Vorstand von Warner unterstützt nach wie vor das 72-Milliarden-Dollar-Angebot von Netflix für das Studio- und Streaming-Geschäft, ein Angebot, das etwa 27,75 Dollar pro Aktie und einen Unternehmenswert von 83 Milliarden Dollar einschließlich Schulden bedeutet. Paramount argumentiert, dass sein Angebot besser ist, weil es auf das gesamte Unternehmen abzielt, einschließlich der Kabel- und Nachrichtenaktivitäten, die Netflix zurücklassen würde. Diese Unterscheidung ist wichtig: Netflix will die Warner-Studios und HBO Max, während das Angebot von Paramount alles in einem Unternehmen zusammenfassen und CNN und CBS unter ein gemeinsames Dach bringen würde. Paramount warnt auch davor, dass die Schulden von Warner und die geplante Ausgliederung der Netzwerksparte den endgültigen Wert für die Aktionäre im Rahmen der Netflix-Struktur verringern könnten.

Wenn Netflix schließt, wird erwartet, dass die Netzwerke von Warner in ein neues Unternehmen namens Discovery Global ausgegliedert werden, wodurch sich der endgültige Besitz der Investoren ändert. In der Praxis hängt das Ergebnis nicht nur vom Gesamtpreis ab, sondern auch davon, welche Vermögenswerte zusammenbleiben und wie die Verbindlichkeiten verteilt werden. Je komplexer die Struktur ist, desto größer ist der Spielraum für Meinungsverschiedenheiten darüber, wofür die Aktionäre tatsächlich bezahlt werden.

Ein langer Weg liegt vor uns, denn Kartellrecht und Politik spielen eine große Rolle

Selbst wenn sich eine der beiden Seiten durchsetzt, wird sich ein Warner-Verkauf wahrscheinlich zu einem langwierigen Prozess mit umfangreichen behördlichen Prüfungen entwickeln. Ein Zusammenschluss des gesamten Unternehmens unter dem Dach von Paramount könnte angesichts der breiteren Aufstellung in den Bereichen Medien, Streaming und Nachrichten mit größeren kartellrechtlichen Fragen konfrontiert sein. Netflix' kleineres Angebot mag auf dem Papier sauberer aussehen, aber der Umfang der Transaktion und die Umschichtung von Vermögenswerten könnten immer noch Wettbewerbsbedenken aufwerfen. Der zunehmende Einsatz von Proxy Battles deutet darauf hin, dass sich der Streit zu einem Governance-Krieg entwickeln könnte, bevor er zu einer rein finanziellen Entscheidung wird.

Dies führt zu zusätzlicher Unsicherheit für die Aktionäre, da sich der Zeitplan und die Bedingungen der Transaktion unter zunehmendem Druck ändern könnten. Die Politik könnte den Prozess noch weiter verkomplizieren, da Präsident Donald Trump ein ungewöhnliches Interesse an den Ergebnissen der großen Medienkonsolidierung signalisiert hat. Letztendlich geht es bei dem Kampf nicht mehr nur um den Preis, sondern auch um die Kontrolle, die Struktur und die Frage, welche Version von Warner die Regulierungsbehörden und die Investoren akzeptieren werden.

Kürzlich schrieben wir, dass Netflix-CEO Ted Sarandos sagte, das Unternehmen überdenke, was "Fernsehen" überhaupt bedeute, da Plattformen wie YouTube die Medienlandschaft umgestalten.

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