Der Goldpreis bleibt nahe 4.412 $, da die Erholung an Schwung verliert
Der Goldpreis wurde am Dienstag, dem 24. März, in der Nähe der Marke von 4.412 $ gehandelt, nachdem sich das Metall nach einem heftigen Einbruch zu Beginn der Woche eher zu stabilisieren als vollständig zu erholen versuchte. Die Erholung von den Tiefstständen vom Montag blieb bestehen, aber festere Rohölpreise, ein stärkerer Dollar und höhere US-Staatsanleiherenditen hielten den Markt davon ab, diese Pause in eine saubere Umkehr zu verwandeln.
Höhepunkte
- Der Goldpreis hielt sich bei etwa 4.412 $, nachdem er Anfang der Woche auf ein Viermonatstief gefallen war.
- Rohöl der Sorte Brent stieg wieder über die 100 $-Marke, wodurch der Inflationsdruck an den Märkten wieder zunahm.
- Die US-Notenbank blieb bei 3,50 % bis 3,75 %, so dass der Druck auf die Realzinsen für Edelmetalle bestehen bleibt.
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Der Goldpreis bewegte sich am Dienstag in einer engeren Spanne als in der vorangegangenen Sitzung, was nach dem heftigen Ausbruch nach unten am Montag von Bedeutung ist. Diese Art von Kompression signalisiert oft Erschöpfung, kann aber auch eine Pause vor einer weiteren Richtungsänderung markieren, wenn der makroökonomische Stress nicht nachlässt.
Die erste Marke, die Händler im Auge behalten sollten, liegt bei 4.400 $. Bleibt der Markt oberhalb dieser Marke, befindet er sich im Reparaturmodus, während ein Durchbruch durch den oberen $4.400-Bereich den Weg in Richtung $4.500 wieder öffnen würde.
Auf der Unterseite hängt der jüngste Ausbruch in Richtung 4.100 $ noch immer wie ein unerledigtes Geschäft über dem Chart. Sollten die Käufer die Kontrolle über das aktuelle Regal verlieren, könnte der Markt schnell wieder in eine breitere Spannungsspanne statt in ein normales Retracement-Muster abrutschen.

Goldpreisdynamik (Februar-März 2026). Quelle: TradingView.
Die makroökonomische Flut hat sich nicht gewendet
Das politische Umfeld ist für Gold nach wie vor ungünstig. Die US-Notenbank beließ ihre Zielspanne am 18. März unverändert bei 3,50 % bis 3,75 % und verstärkte damit das Umfeld, in dem Gold nach wie vor mit hohen nominalen Renditen zu kämpfen hat.
Energie bleibt der Joker. Rohöl der Sorte Brent lag am Dienstag wieder über der 100 $-Marke, nachdem es am Montag zu einem dramatischen Umschwung gekommen war, da der Konflikt im Nahen Osten anhielt und die Hoffnung auf eine kurzfristige Verringerung der Angebotsrisiken schwand.
Diese Mischung sorgte für einen ungleichmäßigen, aber anhaltenden Druck. Ein stärkerer Dollar und eine 10-jährige US-Rendite von etwa 4,34 % haben den Spielraum für eine kräftigere Erholung des Goldpreises begrenzt , selbst nachdem das Metall technisch nach unten gedehnt wurde.
Wovon die nächste Entwicklung abhängen könnte
Für ein konstruktiveres Ergebnis müssten mehrere Faktoren gleichzeitig zusammenspielen. Der Goldpreis müsste wahrscheinlich aufhören zu steigen, die Renditen müssten sich abkühlen und der Dollar müsste an Schwung verlieren, bevor die Käufer einen ernsthaften Anlauf auf die 4.500 $-Marke nehmen und kurzfristig wieder einen ruhigeren Ton anschlagen könnten.
Das schwierigere Szenario ist, dass sich die Stabilität vom Dienstag als vorübergehend erweist. Ein weiterer Ausbruch der Energiepreise nach oben oder ein erneuter Anstieg der Renditen könnte Gold wieder an das untere Ende der Spanne dieser Woche ziehen und das Metall weiterhin als Liquiditätsquelle statt als reines Safe-Haven-Ziel handeln lassen.
Gold nimmt nach wie vor einen zentralen Platz in den Portfolios ein, wenn Anleger über Inflation, Konflikte und politische Glaubwürdigkeit nachdenken. Was sich in dieser Woche geändert hat, ist, dass dieselben Kräfte auch den konkurrierenden Vermögenswerten Auftrieb verliehen haben.
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