Trump sagt, die Straße von Hormus wird offen und gebührenfrei bleiben
Präsident Donald Trump erklärte, der Iran habe den Vereinigten Staaten zugesichert, dass Schiffen bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus keine Mautgebühren, Versicherungsgebühren oder andere Abgaben entstehen würden. Diese Behauptung rückte die strategische Wasserstraße wieder in das Zentrum einer fragilen US-iranischen Verständigung und trug dazu bei, den Rückgang der Ölpreise zu verlängern.
Höhepunkte
- Trump sagte, der Iran habe den USA zugesichert, dass es keine Hormus-Maut geben wird.
- Die Behauptung folgt auf ein 60-tägiges vorläufiges US-iranisches Friedensabkommen.
- Brent fiel um 3,03 % auf 74,71 $ pro Barrel.
- Trump sagte, iranische Gelder würden für den Kauf von US-Agrargütern verwendet.
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Trump behauptet, Hormus werde offen bleiben
Trump schrieb auf Truth Social, der Iran habe ihn darüber informiert, dass es keine Mautgebühren oder zusätzlichen Kosten für Schiffe geben werde, die die Straße von Hormus passieren. Die Kommentare folgten auf ein vorläufiges US-iranisches Friedensabkommen, das darauf abzielt, die Wasserstraße für mindestens 60 Tage gebührenfrei wieder zu öffnen und die Feindseligkeiten einzustellen, einschließlich der Kämpfe im Zusammenhang mit der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon, berichtet CNBC.
Der Präsident sagte auch, dass kein US-Geld an den Iran gegeben oder direkt an Teheran freigegeben worden sei. Stattdessen würden einige von den Vereinigten Staaten kontrollierte iranische Gelder verwendet, um US-Agrargüter wie Mais, Weizen und Sojabohnen für den Versand in den Iran zu kaufen.
Die Erklärung schien darauf ausgelegt zu sein, Kritik zu entkräften, wonach das Abkommen dem Iran zu schnell wirtschaftliche Vorteile verschaffe. Washington und Teheran streiten jedoch noch über Teile der 14-Punkte-Absichtserklärung, einschließlich der Handhabung der Gelder und der Dauer des gebührenfreien Zugangs durch Hormus. US-Außenminister Marco Rubio hat zudem erklärt, dass es keinem Land, auch nicht dem Iran, gestattet sein sollte, Mautgebühren für die Durchfahrt durch die Meerenge zu erheben.
Ölpreis fällt, da die Sorgen um das Angebot nachlassen
Die Ölpreise fielen, da Händler die Hormus-Kommentare als weiteres Zeichen dafür werteten, dass die unmittelbaren Versorgungsrisiken nachlassen. Brent-Rohöl fiel um 3,03 % auf 74,71 $ pro Barrel und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Beginn der Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Öltransitrouten der Welt. Selbst kleine Störungen können die Preise in die Höhe treiben, da über die Wasserstraße ein großer Teil des auf dem Seeweg transportierten Rohöls abgewickelt wird. Jüngste Marktberichte deuteten zudem auf eine Zunahme der Schiffsbewegungen durch die Meerenge hin, was die Erwartungen verstärkte, dass sich die Energieströme normalisieren könnten.
Dennoch ist das Thema nicht vollständig geklärt. Iran und der Oman hatten zuvor über die künftige Verwaltung der Straße von Hormus und mögliche Schifffahrtsgebühren nach Ablauf des ursprünglichen Abkommens beraten, während Trump darauf bestand, dass die Route gebührenfrei bleiben sollte.
Die Wasserstraße bestimmt weiterhin die Stimmung am Ölmarkt
Der Hormus-Streit ist von Bedeutung, weil er die Diplomatie direkt mit den Ölpreisen verknüpft. Wenn Schiffe sich frei und ohne Maut bewegen können, haben Händler weniger Grund, einen massiven Angebotsschock einzupreisen.
Der Markt betrachtet das Abkommen jedoch nicht als risikofrei. Das 60-Tage-Fenster, die Uneinigkeit über die iranischen Gelder und gemischte Signale bezüglich künftiger Gebühren lassen Raum für einen erneuten Stimmungsumschwung. Vorerst zeigt der Rückgang von Brent auf 74,71 $, dass die Anleger auf reibungslosere Warenströme setzen, aber Hormus bleibt der kritische Punkt, der die Richtung der Ölpreise schnell ändern kann.
Zuvor berichteten wir, dass der Ölpreis fällt, da Trump Druck auf Unternehmen wegen der Benzinpreise ausübt.
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