US-Iran-Waffenstillstand treibt Gold nach oben

US-Iran-Waffenstillstand treibt Gold nach oben
Gold steigt heute um 1,52 % auf 4.777 $.

Gold (XAU) wird bei 4.777,83 $ gehandelt, nachdem der Kurs am Tag um 1,52 % gestiegen ist. Damit liegt er deutlich über dem 20-Tage-moving average (4.576,88 $), bleibt aber unter dem 50-Tage-moving average (4.893,21 $). Die Anlage findet entscheidende Unterstützung durch den 200-Tage-moving average bei 4.461,56 $, wobei die Ichimoku-Kijun-Linie bei 4.573,87 $ kurzfristige Unterstützung bietet.

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Höhepunkte

  • Ein zweiwöchiger Waffenstillstand zwischen U.S. und Iran löste eine Erholungsrallye bei globalen Risikoanlagen aus, verstärkte jedoch angesichts anhaltender Risiken in der Straße von Hormus die Nachfrage nach sicheren Häfen.
  • Anhaltende Bedrohungen der Energieversorgung und Inflationssorgen veranlassen Zentralbanken, einschließlich der Fed, eine hawkish Haltung beizubehalten, was Gold durch Reservendiversifizierung und Interventionen unterstützt.
  • Trotz intraday bullischem Momentum und hoher Volatilität deuten technische Signale auf eine mögliche kurzfristige Konsolidierung zwischen 4.640 $ und 4.835 $ hin, wobei überkaufte Bedingungen zur Vorsicht mahnen.

Gold-Nachfrage bleibt bestehen, da Zentralbanken auf geopolitische Volatilität reagieren

Ein zweiwöchiger Waffenstillstand zwischen den U.S. und Iran hat eine Erholungsrallye bei globalen Risikoanlagen ausgelöst und gleichzeitig die Nachfrage nach Gold und U.S. Treasuries angesichts anhaltender makroökonomischer Unsicherheit gestützt. Die anhaltende Schließung und Bedrohung der Straße von Hormus haben zu starken Anstiegen der Ölpreise geführt, was weit verbreitete Inflationssorgen auslöst und Zentralbanken, darunter die U.S. Federal Reserve, zu einer hawkishen Zinspolitik zwingt, die anhaltenden Druck auf nicht verzinsliche Anlagen wie Gold ausübt. Zu den jüngsten Aktivitäten der Zentralbanken zählt der Notverkauf von 60 Tonnen Gold durch die Türkei zur Stützung der Devisenreserven sowie fortgesetzte strukturelle Käufe durch China und andere Zentralbanken als Reaktion auf Sicherheitsbedenken bei Reserveanlagen nach westlichen Sanktionen. Die Unsicherheit über die U.S.-Iran-Verhandlungen und die Möglichkeit erneuter Feindseligkeiten halten die Anleger auf weitere Volatilität eingestellt, während Marktteilnehmer die Ergebnisse politischer Fristen und Risiken für die Energieversorgung genau beobachten.

Divergierende Momentum-Signale unterstreichen Käuferdominanz bei gleichzeitiger Vorsicht

Momentum-Signale sind im Tageschart gemischt. Sowohl MACD als auch ADX deuten auf nachlassende Dynamik hin, wobei der MACD auf „Starker Verkauf“ und der ADX auf „Verkaufen“ steht, während der RSI mit 56,35 solide ist und der BBP eine starke überkaufte Haltung durch dominante Käufer anzeigt. Auch Stoch RSI und CCI signalisieren überkaufte Bedingungen und deuten auf eine mögliche Erschöpfung der Bullen hin. Der Awesome Oscillator ist neutral und bestätigt den dominanten Trend nicht. Der Preis liegt derzeit nahe dem oberen Ende der heutigen Spanne, mit hoher Intraday-Volatilität und einer klaren Tendenz zu den Tageshochs. Insgesamt signalisieren einige Momentum-Indikatoren Vorsicht, während die Intraday-Performance zeigt, dass Käufer aggressiv die Kontrolle haben, was eine Divergenz hervorhebt, die beobachtet werden sollte.

Bullisher breakout wahrscheinlich, da Volatilität Konsolidierungstendenz untermauert

Mit Blick auf die nächsten fünf Handelstage wird die erwartete Preisspanne voraussichtlich zwischen 4.640 $ und 4.835 $ liegen, was dem aktuellen Hochvolatilitätsumfeld entspricht und innerhalb eines typischen Volatilitätsbandes in Relation zum aktuellen Niveau bleibt. Die Wahrscheinlichkeit weiterer Kursanstiege ist sehr hoch (über 80 %), sodass Rückgänge in dieser Woche deutlich weniger wahrscheinlich sind. Das Basisszenario sieht eine kurzfristige Konsolidierung in einem Seitwärtskorridor vor. Ein bullisches Szenario ergibt sich, wenn Gold über 4.835 $ ausbricht, was wahrscheinlich neue Höchststände und eine mögliche Ausweitung in Richtung 4.900 $ auslöst, während ein Bruch unter 4.640 $ eine tiefere Korrektur mit Fokus auf das Unterstützungscluster bei 4.575–4.580 $ zur Folge hätte, das durch Kijun und MA-20 angezeigt wird.

Viktoras Karapetjanc, Senior Analyst bei Traders Union, sieht makroökonomische und fundamentale Faktoren, die Gold über wichtigen technischen Niveaus stützen. Er ist der Ansicht, dass anhaltende geopolitische Risiken, erhöhte Inflationssorgen und eine starke Aktivität der Zentralbanken die anhaltende Nachfrage antreiben. Trotz einiger gemischter technischer Impulse deuten die Stimmung und makroökonomische Rückenwinde kurzfristig auf weitere Stärke hin. Eine Konsolidierung um das aktuelle Niveau ist wahrscheinlich, wobei bei einem Ausbruch über 4.835 $ weiteres Aufwärtspotenzial besteht. „Meiner Ansicht nach bleibt Gold gut positioniert für weitere Gewinne, da globale Unsicherheiten und Käufe der Zentralbanken das bullische Szenario weiterhin stützen“, sagt Karapetjanc.

Früher wiesen Analysten darauf hin, dass Gold angesichts geopolitischer Risiken und starker Zentralbanknachfrage einen bullischen Bias beibehielt, warnten jedoch vor gemischtem technischem Momentum und erhöhter Volatilität. Die jüngsten Entwicklungen bringen eine neue Dimension mit bedeutenden Zentralbankinterventionen und sich verändernden geopolitischen Ereignissen, sodass die Reaktion von Gold auf potenziell erneute Feindseligkeiten oder einen Ausbruch über den unmittelbaren Widerstand ein entscheidender Faktor für die kurzfristige Richtung bleibt.

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