Das Paar EUR/USD bleibt nach einer Reihe starker US-Makrodaten und einer steigenden Nachfrage nach dem US-Dollar als Safe-Haven-Asset unter Druck. Die jüngsten US-Inflationsdaten fielen höher aus als erwartet, was die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Zinssenkungen der Fed verringerte und die Renditen von US-Staatsanleihen stützte. Vor diesem Hintergrund hat sich der Dollar in mehreren aufeinanderfolgenden Sitzungen gefestigt, während der DXY-Index neue lokale Höchststände für Mai erreichte.
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Fed vs. EZB: Der Markt bevorzugt wieder den Dollar
Der Haupttreiber für die Schwäche des EUR/USD ist die Verschiebung der geldpolitischen Erwartungen. Die Märkte rücken allmählich von dem Szenario einer aggressiven Lockerung durch die Fed ab, während die Wirtschaft der Eurozone, insbesondere der deutsche Industriesektor, fragil bleibt. Trotz gelegentlicher hawkisher Signale der EZB bezweifeln Investoren, dass die Aufsichtsbehörde angesichts des verlangsamten Wachstums und der Rezessionsrisiken lange an einem straffen Kurs festhalten kann. Analysten stellen fest, dass sich die Divergenz in der Geldpolitik zwischen der Fed und der EZB erneut zugunsten des Dollars neigt.
Geopolitik und Öl erhöhen die Volatilität
Zusätzlicher Druck auf den Euro entsteht durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten und steigende Energiepreise. Dies ist besonders kritisch für Europa, wo höhere Öl- und Gaspreise sowohl die Inflations- als auch die Wirtschaftsaussichten verschlechtern. Die Risk-Off-Stimmung an den Märkten hat sich verschärft, wobei Anleger ihr Engagement in Risikoanlagen reduzieren und zu auf Dollar lautenden Instrumenten zurückkehren. Dies begrenzt weiterhin das Erholungspotenzial des EUR/USD, selbst in Phasen vorübergehender Dollarschwäche.
Wie geht es weiter mit EUR/USD
Kurzfristig bleibt der Markt für EUR/USD bearish gestimmt. Solange die US-Wirtschaftsdaten widerstandsfähig bleiben und die Fed eine vorsichtige Haltung gegenüber Zinssenkungen einnimmt, dürfte der Druck auf den Euro anhalten. Der unmittelbare Fokus des Marktes wird auf den kommenden US-Inflationszahlen, Kommentaren von Fed-Vertretern und Signalen der EZB vor ihren nächsten Sitzungen liegen.
Sollten die aktuellen Bedingungen unverändert bleiben, sehen Marktteilnehmer Raum für einen weiteren Rückgang in den Bereich von 1,1600–1,1550, während Erholungen in Richtung 1,1650–1,1670 weiterhin Verkaufsinteresse wecken könnten. Wie ich bereits in dem Artikel EUR/USD hält sich über 1,1700, während der Druck zunimmt warnte, löste der Mangel an bullischem Momentum letztlich Long-Liquidationen aus.
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