Hammer stellt Betrieb ein, letzte 21 Filialen schließen bis Ende Mai

Hammer stellt Betrieb ein, letzte 21 Filialen schließen bis Ende Mai
Hammer schließt endgültig

Nach monatelangen Rettungsversuchen endet der Geschäftsbetrieb der insolventen Baumarkt- und Einrichtungskette Hammer endgültig. Für die Fortführung fand sich kein Investor, sodass nach den verbleibenden 21 Märkten auch das Unternehmen abgewickelt werden soll.

Höhepunkte

  • Hammer schließt bis Ende Mai alle verbleibenden 21 Filialen, nachdem kein Investor zur Übernahme gefunden und die Abwicklung beschlossen wurde.
  • Rund 1.100 Beschäftigte erhielten Ende April die Kündigung, nachdem zuvor bereits 66 von 87 Standorten geschlossen wurden.
  • Der Einzelhandel verzeichnet laut Allianz Trade im vergangenen Jahr 2.571 Insolvenzen, angeheizt durch schwache Konsumstimmung und verstärkten Onlinehandel.

Abwicklung nach gescheiterter Investorensuche

Wie BILD berichtet, schließt Hammer bis Ende Mai die letzten 21 Filialen und beendet damit den operativen Betrieb vollständig. Danach soll die Hammer Raumstylisten GmbH abgewickelt werden, nachdem sich kein Geldgeber für eine Übernahme und Fortführung gefunden hat.

Das Unternehmen mit Sitz in Porta Westfalica hatte bereits im Januar Insolvenz beantragt. Zunächst wurde noch versucht, zumindest einen Teil des Filialnetzes zu retten, doch Ende März schlossen bereits 46 von 87 Standorten, vier Wochen später folgten weitere 20 Märkte, begleitet von Abverkäufen in den Filialen.

Ende April erhielten schließlich rund 1.100 Beschäftigte die Kündigung. Insolvenzverwalter Stefan Meyer bezeichnet die Entwicklung als außerordentlich bedauerlich und verweist auf äußerst herausfordernde Rahmenbedingungen, nachdem mehrere Interessenten ihre unverbindlichen Angebote zurückgezogen hätten.

Druck im Einzelhandel verschärft die Lage

Laut Meyer belasten vor allem die zweite Insolvenz binnen kurzer Zeit, das schwierige Marktumfeld im Einzelhandel und der finanzielle Zustand des Unternehmens die Suche nach einer Lösung. Derzeit laufen noch Gespräche mit Vermietern und branchenfremden Interessenten über die Übernahme von Mietflächen an früheren Hammer-Standorten, während offen bleibt, ob einzelne Beschäftigte übernommen werden.

Die Kette gerät bereits seit längerer Zeit unter Druck. Schon Anfang 2025 werden diverse Hammer-Filialen geschlossen, im vergangenen Herbst übernimmt ein Investorenkonsortium namens Rethink die Märkte, bevor der frühere Mutterkonzern Brüder Schlau Gruppe nach einem im Juni 2025 beantragten Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung abgewickelt wird.

Der Fall fügt sich in eine breitere Krise des Einzelhandels ein. Schwache Konsumstimmung und wachsender Onlinehandel setzen die Branche unter Druck, während zuletzt auch Mäc Geiz und Depot Insolvenz beantragen und Allianz Trade für das vergangene Jahr 2.571 Insolvenzen im Sektor verzeichnet.

Unsere frühere Analyse zur Zalando-Aktie beleuchtete die Q1-2026-Zahlen, die trotz verbesserter Profitabilität und strikter Kostendisziplin von anhaltendem Kursdruck begleitet wurden. Zudem standen die verlängerte Partnerschaft mit dem DFB und die neue Kooperation mit dem belgischen Fußballverband im Fokus, die Zalandos Reichweite bis 2030 stärken sollen. Technisch wurde ein überwiegend seitwärts gerichtetes Bild mit begrenztem Aufwärtspotenzial skizziert, solange wichtige Widerstände nicht überwunden werden.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.